Apple M6 im Gaming-Test: Cyberpunk steigt mit Upscaling von 33 auf 80 FPS
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 12:14 Uhr | Redaktion boerse-global.deAktuelle Branchenanalysen beleuchten die Konstruktion von Apples Laptop-Hardware und untersuchen, wie sich Aspekte wie das Wärmemanagement und bestehende Anschlussbeschränkungen auf anspruchsvolles Gaming auswirken.
Wie unter anderem NotebookCheck, BGR und KOCPC in Berichten vom 19. Oktober 2026 darlegen, treffen bei den Rechnern des Herstellers hohe Energieeffizienz und starke Grafikeinheiten auf architektonische Hürden, die das Spielerlebnis in der Praxis maßgeblich mitbestimmen.
Grafikleistung zwischen Nativwerten und Upscaling
Die Grafikfähigkeiten der hauseigenen Prozessoren zeigen sich in diversen Spieltests unterschiedlich ausgeprägt. Für den Apple M6 berichtet NotebookCheck bei Cyberpunk 2077 in nativer Full-HD-Auflösung von 33 FPS, während der Wert mit Upscaling und Frame-Generation auf 80 FPS steigt. Bei Crimson Desert erreicht der Mac Mini M6 30 FPS, mit aktiviertem MetalFX verdoppelt sich die Bildrate auf 60 FPS.
Deutlich höhere Rohleistungen liefern die größeren Ausbaustufen der M5-Generation. Laut PCMag erzielt der Apple M5 Max mit 40-Core-GPU in Cyberpunk 2077 bei 1080p beziehungsweise 1200p und Ultra-Einstellungen einen Durchschnitt von 102 FPS sowie 93 FPS in Total War: Warhammer 3. Beim Apple M5 Ultra ermittelte Tom's Hardware in Cyberpunk 2077 unter 1080p mit aktiviertem Ray Tracing Ultra durchschnittlich 66 FPS.
Im Blender-Benchmark lag der M5 Ultra bei einem Median von 13112,88 Punkten, während eine RTX 5090 auf 15068,26 Punkte kam. Bei Geekbench-Benchmarks führen die Chips M5, M5 Max, M5 Ultra und M6 die Ranglisten an.
Community-Projekte und Portierungen
Dass Apples Hardwarearchitektur trotz bestehender Limitierungen Potenzial für moderne Spieletitel bietet, demonstrieren auch externe Softwareinitiativen. Über das quelloffene MacNativeGames-Projekt des Entwicklers liyong wurde eine Portierung für Apple Silicon (ARM64) umgesetzt, die den Titel Zelda: Tears of the Kingdom lauffähig macht.
Auf einem MacBook Air M4 sowie einem Mac Mini M4 erreicht das Spiel bei einer Auflösung von 1440p bis zu 90 FPS im laufenden Betrieb und bis zu 120 FPS in Menüs.
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Das Projekt nutzt die Grafikschnittstelle Metal 4 sowie MetalFX-Upscaling und unterstützt Controller von PlayStation und Xbox. Berichten zufolge treten beim Erkunden neuer Spielgebiete kurze Ruckler auf.
Das Projekt wird über GitHub ohne Spieldateien bereitgestellt; Anwender müssen eigene Switch-ROM-Dateien im XCI- oder NSP-Format nutzen und die Software über Xcode oder die Kommandozeile einrichten. Zum Vergleich erzielt ein separater PC-Port des Entwicklers NotRexed auf einer Grafikkarte vom Typ RTX 4060 Ti Bildraten von 32 bis 59 FPS.
Konkurrenzvergleich im mobilen Segment
Die Debatte um Wärmemanagement und Drosselung unter Last wird auch im Vergleich mit Konkurrenzsystemen geführt. Das Surface Laptop Ultra mit dem chip RTX Spark N1X und 128 GB Arbeitsspeicher für rund 6.000 US-Dollar zeigte im Test von Hardware Canucks gegenüber einem M5 Pro gemischte Ergebnisse.
Bei Spielen in 1600p lag das Gerät in Cyberpunk 2077 65 Prozent, in Total War: Warhammer III 44 Prozent und in Baldur's Gate 3 14 Prozent vor dem M5 Pro; drei von zehn getesteten Spielen ließen sich jedoch nicht starten.
Bei der Anwendungsleistung war das Surface-System im zehnminütigen Multicore-Test von Cinebench 2026 rund 17 Prozent langsamer als der M5 Pro, in Photoshop rund 40 Prozent und beim Premiere-Export rund 20 Prozent. Ein RAW-Export in Lightroom dauerte mehr als dreimal so lange wie auf dem M5 Pro, der DaVinci-4K-Export war 5 Prozent langsamer.
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Unter Blender OptiX arbeitete das Gerät hingegen rund 18 Prozent schneller als der M5 Pro und lag rund 8 Prozent hinter einer RTX 5070 Laptop. Ohne Netzanschluss sank die Leistung des Surface Laptop Ultra um 26 Prozent statt der angegebenen rund 95 Prozent, und beim Surfen fiel die Akkulaufzeit um 20 Prozent geringer aus als beim M5 Pro.
