Apple, Rechenzentrum-Technik

Apple M5 Pro: Rechenzentrum-Technik kommt ins MacBook

Veröffentlicht am: 02.07.2026 um 15:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple verbaut erstmals Rechenzentrum-Chip-Technik im M5 Pro MacBook. Die Analyse zeigt deutliche Leistungssprünge bei Grafik und Raytracing.
Nahaufnahme eines leuchtenden, hochdetaillierten Mikrochips mit komplexer Schaltung, der fortschrittliche Servertechnologie in der Unterhaltungselektronik repräsentiert. Illustration mit AI erstellt.

Der Chip-Experte TechInsights hat die Architektur des neuen Apple M5 Pro detailliert analysiert – und stieß auf eine Überraschung: Apple setzt erstmals in einem Consumer-Notebook auf eine Chip-Verbindungstechnik, die sonst nur in Rechenzentren zum Einsatz kommt.

Revolutionäre Verbindungstechnik

Die Analyse des M5 Pro (APL1X15) zeigt: Apple nutzt TSMCs sogenannte SoIC-X-Technologie. Dabei werden CPU- und GPU-Chiplets direkt ohne Lötverbindungen auf einen Silizium-Träger gesetzt – ein Verfahren, das die Datenübertragung zwischen den Komponenten drastisch beschleunigt. Branchenkenner bezeichnen diesen Ansatz als „Fusion Architecture".

Die technischen Daten können sich sehen lassen: 18 CPU-Kerne (6 Leistungs- und 12 Effizienzkerne) arbeiten mit einer 20-Kern-GPU zusammen. Das Unified Memory erreicht bis zu 64 GB mit einer Bandbreite von 307 GB/s. Wer noch mehr Leistung braucht, greift zum M5 Max: 40 GPU-Kerne, bis zu 128 GB Speicher und 614 GB/s Bandbreite.

Erste interne Tests sprechen von einem Grafikplus von 50 Prozent und einer 35 Prozent besseren Raytracing-Leistung im Vergleich zur Vorgängergeneration.

Überraschende Kehrtwende bei der Chip-Strategie

Doch Apple denkt offenbar schon weiter. Branchenberichte deuten auf einen strategischen Bruch hin: Die geplante M6-Generation soll angeblich ganz ohne „Pro"- und „Max"-Varianten auskommen. Der Basischip mit dem Codenamen „Komodo" kommt voraussichtlich Ende 2026 – mit rund 200 GB/s Bandbreite und einer 12-Kern-GPU.

Der große Wurf soll dann Anfang 2027 mit der M7-Familie kommen. Diese Chips werden laut Analysten massiv auf KI-Aufgaben getrimmt – mit einem Neural Accelerator, der viermal schneller sein soll als im M4. Die Basisversion des M7 soll 240 GB/s Bandbreite bieten – ein Plus von 56 Prozent gegenüber der aktuellen M5-Serie.

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Neues Desktop-Flaggschiff und „MacBook Ultra"

Noch in diesem Jahr will Apple die M5-Serie auf den Desktop bringen. Ein neues Mac Studio mit dem M5 Ultra ist für Herbst 2026 geplant. Dieser Chip soll es auf bis zu 36 CPU-Kerne und 80 GPU-Kerne bringen. Ein überarbeiteter Kühlkörper soll die Abwärme in den Griff bekommen.

Spannend wird es im Laptop-Segment: Apple arbeitet offenbar an einem „MacBook Ultra" – einer neuen Geräteklasse, die zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erscheinen soll. Erstmals käme ein OLED-Touchscreen zum Einsatz, kombiniert mit einem integrierten 5G-Modem, einer schlankeren Bauweise und einer Punch-Hole-Kamera samt Dynamic Island.

Software-Paket für Kreative

Passend zur neuen Hardware startete Apple am 1. Juli 2026 das Abo „Creator Studio". Es bündelt Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro – genau das richtige Werkzeug für die Zielgruppe der M5-Profis.

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Lieferketten unter Druck

Die technologischen Sprünge kommen nicht ohne Herausforderungen. Ende Juni 2026 erhöhte Apple die Preise für mehrere Mac- und iPad-Modelle – eine Reaktion auf die weltweite Speicherknappheit. Zudem versucht der Konzern, Zollbefreiungen für RAM-Importe des chinesischen Herstellers CXMT zu erreichen, um die Versorgung zu sichern und die Kosten zu drücken.

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