Apple-Kindersicherung, Regeln

Apple-Kindersicherung: iOS 27 bringt neue Regeln für Apps und Bildschirmzeit

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 08:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apples Video erläutert elterliche Kontrollen für Apps, Webseiten, Kontakte und Bildschirmzeit auf aktuellen Geräten.

Apple zeigt neue Kinderschutzfunktionen für iPhone, iPad und Mac
Ein helles, minimalistisches Wohnzimmer mit einem Holztisch in einer ruhigen, häuslichen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Apple hat auf seinem YouTube-Kanal ein animiertes Video veröffentlicht, das die Kindersicherungsfunktionen für Kind-Konten (Child Accounts) auf iPhone, iPad und Mac vorstellt. Das rund zwei Minuten lange Video fasst sowohl bestehende als auch neue Schutzmechanismen zusammen und richtet sich an Eltern, die ihre Kinder in der digitalen Umgebung von Apple-Geräten absichern wollen.

Was das Video zeigt

Im Zentrum steht die Einrichtung eines Kind-Kontos mit altersgerechten Schutzmaßnahmen. Eltern können festlegen, welche App-Typen für ihr Kind zugänglich sind, und neue Apps oder Games über die Funktion „Ask to Buy“ genehmigen, bevor diese heruntergeladen werden.

Ergänzt wird dies durch „Ask to Browse“, mit dem Eltern einzelne Safari-Websites freigeben oder blockieren können. Auch die Kontrolle über neue Kontakte ist Teil des gezeigten Funktionsumfangs: Eltern entscheiden über das Elternkonto im Family Sharing, mit wem ihr Kind telefonieren oder Nachrichten austauschen darf.

Das Video thematisiert zudem die erweiterte Communication Safety, die in Nachrichten und FaceTime automatisch Gewalt- und Nacktheitsinhalte in Bildern und Videos erkennt und blockiert. Hinzu kommen die neuen Time Allowances und Schedules, mit denen sich der Gerätezugriff nach Tag, Stunde und Aktivität steuern lässt – etwa durch App-Limits während der Schulzeit oder eine Ein-Tipp-Pause während gemeinsamer Familienmahlzeiten.

Technischer Hintergrund

Die im Video gezeigten Funktionen sind seit dem 14. September 2026 mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS Golden Gate verfügbar. Damit alle Familienmitglieder von den Kontrollen profitieren können, müssen sämtliche Geräte einer Family-Sharing-Gruppe auf die aktuelle Softwareversion aktualisiert sein.

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Mit iOS 27 wurden die Bildschirmzeit-Kontrollen grundlegend überarbeitet: „Ask to Browse“ ist für Kinder unter 13 Jahren standardmäßig aktiviert, die Freigabe erfolgt per Nachricht oder Passcode direkt am Kindergerät.

Die App-Nutzung lässt sich nach Kategorien wie Entertainment, Games oder Social Media planen, mit eigenen Zeitfenstern vor, während und nach der Schule sowie unterschiedlichen Wochenend- und Wochentagsplänen.

Auch ein kompletter Zugriffsstopp oder dessen temporäre Aufhebung ist möglich. Die Communication Safety blockiert inzwischen nicht mehr nur Nacktheit, sondern auch Gewalt- und Gore-Inhalte in Messages und FaceTime.

Regulatorischer Druck als Treiber

Die Kampagne fällt in eine Phase verstärkten regulatorischen Drucks auf Technologiekonzerne in mehreren Ländern. In Großbritannien werden Geräte-Kontrollen gefordert, in den USA liegt der Kids Internet and Digital Safety Act im Senat, und Australien hat als erstes Land Social-Media-Konten für Nutzer unter 16 Jahren verboten – ein Gesetz, das seit Dezember 2025 in Kraft ist.

Im September 2026 kündigte Australien zudem einen Plan an, Nutzern künftig mehr Kontrolle über die Auswahl ihrer Feed-Inhalte zu geben. Auch die Europäische Kommission hat ein Verbot für Kinder unter 13 Jahren vorgeschlagen.

Vor diesem Hintergrund traf sich Australiens Premierminister Anthony Albanese mit Apple Executive Chair Tim Cook in Apple Park. Albanese sagte anschließend in Fernsehkommentaren, Cook halte die australischen Social-Media-Beschränkungen für weltweit führend. Apple selbst verwies lediglich auf einen Beitrag Cooks, in dem dieser von starken und intuitiven Kontrollen für Kindersicherheit online sprach, ohne den australischen Bann konkret zu erwähnen.

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Führungswechsel bei Apple

Die Veröffentlichung des Videos fällt zudem in eine Phase des Führungswechsels an der Unternehmensspitze: John Ternus übernahm zu Beginn September 2026 die Rolle des CEO, nachdem Tim Cook Ende August nach 15 Jahren als Konzernchef zurückgetreten war. iOS 27 selbst ist ab dem iPhone 11 aus dem Jahr 2019 verfügbar, während Apple-Intelligence-Funktionen erst ab iPhone 16 sowie iPhone 15 Pro und Pro Max unterstützt werden.

Die KI-gestützte Siri-Version startet zunächst als Beta mit Warteliste; der Rollout in der Europäischen Union verzögert sich wegen ungeklärter Streitigkeiten über Digitalregeln.

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