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Apple Intelligence blockiert: 450 Mio. EU-Nutzer gehen leer aus

14.06.2026 - 07:16:20 | boerse-global.de

Apple bringt seine KI-Suite nicht in die EU. Grund ist der Streit um den Digital Markets Act. Konkurrenten wie Huawei ziehen vorbei.

Apple Intelligence: EU-Nutzer ohne KI-Features
Apple - Ein stilisiertes Bild eines leuchtenden, schaltkreisartigen Gehirns, das in ein elegantes Apple iPhone integriert ist, mit Datenströmen. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Rund 450 Millionen iPhone- und iPad-Nutzer in Europa müssen auf die neuen Funktionen verzichten. Das bestätigte der Konzern Anfang Juni auf seiner Entwicklerkonferenz. Die Betriebssysteme iOS 27 und iPadOS 27 starten in der EU ohne die KI-Erweiterungen.

Streit um den Digital Markets Act

Der Grund: Apple und die EU-Kommission liegen im Clinch. Der Digital Markets Act (DMA) schreibt strenge Interoperabilitätsregeln vor – und die sind Apple ein Dorn im Auge. Craig Federighi, Senior Vice President bei Apple, erklärte, das Unternehmen habe 18 Monate lang verschiedene Lösungsvorschläge eingereicht. Die Behörden lehnten alle ab.

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Die EU-Kommission sieht das anders. Sprecher Thomas Regnier betonte: Die Entscheidung, Dienste in Europa nicht anzubieten, treffe allein Apple.

Siri, Schreibwerkzeuge und mehr fehlen

Die Liste der blockierten Funktionen ist lang. Dazu gehören die überarbeitete Siri-KI, digitale Schreibwerkzeuge, der Kameramodus „Visual Intelligence“ und die Funktion „Tap to Share“. Nur Mac-Nutzer, Apple-Watch-Besitzer und Vision-Pro-Käufer in der EU sollen die KI-Features nutzen können.

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Konkurrenz schläft nicht

Während Apple in Europa bremst, zieht die Konkurrenz davon. Huawei zeigte Mitte Juni HarmonyOS 7 – ein System mit rund 2.000 KI-Agenten und Leistungssteigerungen von 30 bis 40 Prozent. Apple selbst setzt für seine KI-Dienste unter anderem auf die Google Cloud und Gemini. Die Alphabet-Aktie notierte am 12. Juni bei 357,77 US-Dollar.

Auch in den USA wächst der Druck. Senatoren brachten Mitte Juni den American Innovation and Choice Online Act (AICOA) ein. Das Gesetz zielt auf Plattformbetreiber mit einem Jahresumsatz von über 175 Milliarden US-Dollar – und trifft damit direkt Apple.

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