Apple App Store: Krypto-Betrug kostet Nutzer 1,8 Millionen Dollar
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 16:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Drei US-Amerikaner verklagen Apple, weil eine betrügerische Krypto-Wallet-App aus dem App Store hohe Verluste verursacht hat. Der Gesamtschaden: rund 1,8 Millionen US-Dollar. Die Kläger werfen dem Konzern vor, seiner Kontrollpflicht nicht nachgekommen zu sein.
Sicherheitsversprechen des App Stores in der Kritik
Apple bewirbt den App Store als sichere Umgebung, in der Apps auf Schadsoftware geprüft werden. Darauf hätten die Nutzer vertraut, argumentieren die Kläger. Die betrügerische Wallet ermöglichte Unbekannten jedoch, die digitalen Vermögenswerte der Kunden zu entwenden.
Es ist nicht die einzige rechtliche Baustelle für Apple. Ende Juni ließ ein Gericht in Illinois eine Sammelklage zu: Apple soll biometrische Daten in der Fotos-App ohne Einwilligung erfasst haben. Potenzielle Schadenersatzforderungen: bis zu 32,5 Milliarden US-Dollar für rund 6,5 Millionen Betroffene.
Sicherheitslücken bei iCloud und Streit mit OpenAI
Parallel berichten Branchenmedien über Schwachstellen in Apples Datenverwaltung. Anfang August wurde bekannt: Mehr als sechs ehemalige Mitarbeiter hatten nach ihrem Ausscheiden weiterhin Zugriff auf vertrauliche iCloud-Dateien. Private Apple-IDs blieben mit der Arbeitsumgebung verknüpft.
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Der Vorfall überschattet den Rechtsstreit zwischen Apple und OpenAI. Am 10. Juli verklagte Apple OpenAI wegen mutmaßlicher Veruntreuung von Geschäftsgeheimnissen im Hardware-Bereich. OpenAI wies die Vorwürfe zurück und veröffentlichte interne E-Mails als Gegenbeweis. Ein Anwalt von Apple soll asiatische Nachnamen verwechselt haben, ein behauptetes Gespräch mit dem Chefjuristen habe nie stattgefunden. Apple räumte Fehler ein, betonte aber: Die Klage richte sich gegen vorsätzlichen Diebstahl.
Krypto-Betrug nimmt zu
Die Klage reiht sich in aktuelle Sicherheitsvorfälle im Kryptosektor ein. Eine Studie von Ende Juli identifizierte über 4.200 bösartige Smart Contracts auf Blockchains wie Ethereum und Polygon. Die Phishing-Verträge verursachten Verluste von rund 3,48 Millionen US-Dollar bei über 5.700 Opfern.
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Anfang August wurde zudem eine Schwachstelle in Coldcard-Hardware-Wallets von Coinkite ausgenutzt. Hacker erbeuteten 1.367 Bitcoin – ein Gegenwert von über 75 Millionen Euro. Die Sicherheitslücke bestand seit Frühjahr 2021: Der Zufallsgenerator bei der Erstellung von Sicherheitsphrasen konnte umgangen werden, wodurch diese für Angreifer berechenbar waren.
Ende Juli nahm die Polizei zudem einen ehemaligen FBI-Agenten fest. Er soll Kryptowährungen im Wert von fast einer Million US-Dollar von einer Zielperson gestohlen haben – mit Seed-Phrasen, die ihm aus Ermittlungen zugänglich waren.
