AOK, Bayern

AOK Bayern: KI-Pflegegradassistent gibt Angehörigen erste Orientierung

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 14:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Pilotangebot unterstützt Versicherte bei der Vorbereitung auf die Pflegebegutachtung, ersetzt aber nicht die verbindliche Einstufung.
Ein helles, modern eingerichtetes Wohnzimmer mit warmem Tageslicht und minimalistischer Ausstattung, das eine ruhige häusliche Umgebung vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Die AOK Bayern erweitert ihr digitales Serviceangebot in der Pflegeberatung. Wie das Branchenportal altenheim.net berichtet, startet die Krankenkasse einen KI-gestützten Pflegegradassistenten als Pilotprodukt. Das System wurde in Kooperation mit dem Unternehmen Nui Care entwickelt und soll Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen eine erste Orientierung und Einschätzung zum voraussichtlichen Pflegegrad ermöglichen.

Erste Einschätzung auf Basis offizieller Richtlinien

Der neue digitale Assistent orientiert sich direkt an den Begutachtungsrichtlinien des Medizinischen Dienstes. Nutzer können über den Dienst systematisch erfassen, welche Unterstützungsbedarfe im Alltag bestehen.

Die AOK Bayern betont in diesem Zusammenhang jedoch, dass die digitale Einschätzung das offizielle Begutachtungsverfahren nicht ersetzt. Die rechtlich verbindliche Einstufung in einen Pflegegrad verbleibt weiterhin bei der zuständigen Pflegekasse, die ihre Entscheidung auf Grundlage der Empfehlung des Medizinischen Dienstes trifft.

Das Angebot steht Versicherten der AOK Bayern sowie deren Angehörigen kostenlos zur Verfügung. Die Nutzung erfolgt über die bereits etablierten Zugangswege, namentlich die App „Meine AOK“ sowie die spezialisierte AOK Pflege-App.

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Zusätzliche digitale Funktionen in der Pflege-App

Neben dem Pflegegradassistenten umfasst das Leistungspaket weitere KI-basierte Werkzeuge, die Angehörige bei der Organisation der Pflegesituation unterstützen sollen. Dazu zählt ein KI-Chatbot, der Fragen rund um Pflegethemen beantwortet.

Darüber hinaus beinhaltet die Anwendung einen personalisierten Pflegeplan sowie einen digitalen Steckbrief innerhalb der Pflege-App, um pflegerelevante Daten übersichtlich zu bündeln und die Abstimmung im Pflegealltag zu erleichtern.

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Ergänzung zum bestehenden Beratungsnetz

Das digitale Angebot fungiert als Ergänzung zu den bestehenden Strukturen der Kasse. Laut Angaben der AOK Bayern beschäftigt die Kasse bayernweit 74 Pflegeberaterinnen und Pflegeberater. Im Jahr 2025 wurden über diese Fachkräfte mehr als 47.000 Pflegeberatungen durchgeführt. Das Pilotprodukt soll Ratsuchenden vor einem Beratungsgespräch oder vor der eigentlichen Begutachtung dabei helfen, sich strukturiert auf das Verfahren vorzubereiten.

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