Anthropic, OpenAI

Anthropic übertrumpft OpenAI: KI-Konkurrent mit 890 Mrd. Euro bewertet

01.06.2026 - 21:09:49 | boerse-global.de

KI-Firma Anthropic reicht Börsenantrag ein und steigt mit 890 Milliarden Euro Bewertung zum Branchenführer auf.

Anthropic übertrumpft OpenAI: KI-Konkurrent mit 890 Mrd. Euro bewertet - Bild: über boerse-global.de
Anthropic übertrumpft OpenAI: KI-Konkurrent mit 890 Mrd. Euro bewertet - Bild: über boerse-global.de

Der ChatGPT-Konkurrent Anthropic hat am Montag vertraulich den Börsengang in den USA beantragt. Das Unternehmen ist nun mehr wert als der Erzrivale OpenAI.

Der Schritt kommt nur Tage nach einer rekordverdächtigen Finanzierungsrunde. Ende Mai sammelte Anthropic umgerechnet 60 Milliarden Euro ein – und katapultierte seine Bewertung auf rund 890 Milliarden Euro. Damit hat die Firma hinter dem Chatbot Claude den bisherigen Branchenprimus OpenAI (ca. 785 Milliarden Euro) überholt.

Anzeige

Wer jetzt in KI investiert, könnte die größte Wachstumswelle seit dem Internet nutzen. Dieser Gratis-Report zeigt, welche 3 Unternehmen im KI-Rennen aktuell vorne liegen und das größte Potenzial für Anleger bieten. Kostenlosen KI-Wachstums-Report jetzt sichern

Der Weg an die Börse

Der IPO-Antrag bei der US-Börsenaufsicht erfolgte vertraulich – ein übliches Verfahren bei großen Tech-Unternehmen. Anthropic meldet einen annualisierten Umsatz von rund 43 Milliarden Euro und rechnet für das erste Halbjahr 2026 mit Profitabilität.

Zu den Investoren der jüngsten Finanzierungsrunde zählen US-Wagniskapitalfirmen sowie Staatsfonds aus Abu Dhabi und Singapur. Europäische öffentliche Fonds beteiligten sich nicht. Amazon bleibt der wichtigste Cloud-Partner und hat weitere 4,6 Milliarden Euro in die Partnerschaft zugesagt.

Die Konkurrenz schläft nicht: Auch OpenAI bereitet eigenen Angaben zufolge einen Börsengang vor. Elon Musks Firma xAI strebt sogar eine Bewertung von umgerechnet 1,6 Billionen Euro an.

Nvidia setzt neue Akzente

Auf der Computex-Messe in Taipeh stellte Nvidia am Montag den RTX Spark „Superchip" vor. Der Prozessor kombiniert einen Arm-basierten Chip mit Blackwell-Grafik und spezieller Hardware für lokale KI-Aufgaben – ein Bereich, den Experten als „agentische KI" bezeichnen.

Microsoft hat die Technologie bereits in sein neues Surface Laptop Ultra integriert. Nvidia-Aktien legten nach den Ankündigungen zu, während Konkurrenten wie Intel, AMD und Qualcomm Verluste verzeichneten.

Gleichzeitig zerstreute Nvidia auf der GTC-Konferenz in Taipeh Sorgen, KI-Agenten könnten die Softwarebranche verdrängen. Das Gegenteil sei der Fall: Sie würden den Sektor eher stärken. Daraufhin legten Aktien von Unternehmen wie SAP, Salesforce und Dassault Systèmes zu.

Rekordinvestitionen in KI

Die weltweiten KI-Ausgaben sollen 2026 auf umgerechnet 2,4 Billionen Euro steigen – ein Plus von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut Marktforschern von Gartner entfallen mehr als 45 Prozent auf Infrastrukturkomponenten wie Halbleiter, Server und Cloud-Dienste.

Das Volumen dieser Investitionen verändert die globalen Kreditmärkte. Erst im März emittierte Amazon eine Anleihe über 14,5 Milliarden Euro – die größte jemals in Euro begebene Unternehmensanleihe. Auch Alphabet ist inzwischen ein Großschuldner in britischen Pfund und Schweizer Franken.

Im ersten Quartal 2026 flossen weltweit rund 305 Milliarden Euro in Wagniskapital – ein Rekord. Rund 80 Prozent davon gingen an KI-Unternehmen. Fünf Großdeals – mit OpenAI, Anthropic, xAI, Waymo und Databricks – machten drei Viertel des Volumens aus.

Anzeige

Angesichts der rasanten Entwicklung von KI-Modellen und neuen Regulierungen stehen viele Unternehmen vor großen Herausforderungen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act erklärt kompakt alle relevanten Fristen, Pflichten und Risikoklassen für die Praxis. Gratis-E-Book zur KI-Verordnung herunterladen

Schattenseiten des Booms

Doch nicht alle Startups profitieren vom KI-Hype. Laut Daten von PitchBook haben mehr als 220 ehemalige Einhorn-Startups ihre Milliardenbewertung verloren. Firmen, die zuletzt 2021 Kapital aufnahmen, mussten Wertverluste von durchschnittlich 68 Prozent hinnehmen. Besonders betroffen: Software-as-a-Service-Unternehmen.

Analysten warnen vor mehreren Risiken:

  • Günstige Konkurrenz aus China: Neue KI-Modelle aus Fernost könnten die Margen der US-Anbieter unter Druck setzen.
  • Renditefrage: Die großen Cloud-Anbieter werden im Geschäftsjahr 2026 Investitionen von umgerechnet rund 645 Milliarden Euro tätigen – ob sich das rechnet, ist offen.
  • Infrastruktur-Engpässe: Stromknappheit und Verzögerungen beim Bau von Rechenzentren bremsen die Expansion.

Hinzu kommt: Das EU-KI-Gesetz wird am 2. August 2026 vollständig in Kraft treten. Für Entwickler, die im europäischen Markt aktiv sind, gelten dann neue Compliance-Vorgaben.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69466096 |