Android 17: Google schützt Nutzer vor Quantencomputern
10.06.2026 - 09:02:51 | boerse-global.de
Mit Android 17, neuen iPhones und Samsung-Flaggschiffen kommen ab sofort Funktionen auf den Markt, die Nutzerdaten besser schützen sollen – und das hat auch für deutsche Verbraucher weitreichende Folgen.
Android 17: Schutz vor Quantencomputern und neugierigen Apps
Am 10. Juni 2026 hat Google die neueste Version seines Betriebssystems veröffentlicht – Android 17 (API Level 37). Der Fokus liegt klar auf Sicherheit. Eine der wichtigsten Neuerungen: Post-Quantum Cryptography (PQC) . Damit signiert Android künftig Apps so, dass selbst zukünftige Quantencomputer die Signaturen nicht knacken können. Ein echter Meilenstein.
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Zudem ist Certificate Transparency nun standardmäßig aktiviert. Das macht verschlüsselte Verbindungen sicherer und schwerer zu manipulieren. Mit dem neuen Android Advanced Protection Mode (AAPM) schränkt Google außerdem den Zugriff Dritter auf Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachrichten ein. Auch Einmalpasswörter (OTP) per SMS sind jetzt besonders geschützt.
Wer eine App nutzt, die auf das lokale Netzwerk zugreifen will, muss dafür künftig explizit die Erlaubnis erteilen. Bislang war das oft eine Grauzone. Weitere Neuerungen: Speicherlimits für Apps je nach verfügbarem RAM, ein Papierkorb im Dateimanager (DocumentsUI) und eine neue Funktion für neuronale Prozessoren (NPUs).
Honor und Samsung: Wenn das Smartphone selbst zum Wächter wird
Auch die Hersteller ziehen nach. Honor hat mit dem Update auf MagicOS 10.0.0.160 sogenannte „Virtual Permissions" eingeführt. Klingt technisch, ist aber simpel: Statt einer App den Zugriff auf Kontakte, Nachrichten oder Kalender komplett zu verweigern – was oft zu Abstürzen führt –, liefert das System einfach leere oder simulierte Daten. Die App läuft weiter, bekommt aber nichts Relevantes. Eine clevere Lösung.
Noch einen Schritt weiter geht Samsung mit dem Galaxy S26 Ultra. Das Gerät verfügt über das, was der Hersteller als weltweit erstes Privacy Display bezeichnet. Ein automatisch aktivierbarer Sichtschutz sorgt dafür, dass niemand von der Seite auf den Bildschirm schauen kann. Besonders in der U-Bahn oder im Großraumbüro ein echter Gewinn.
Apple: Neue Siri, alte Bedenken – und ein EU-Problem
Apple hat auf seiner Entwicklerkonferenz Anfang der Woche ebenfalls nachgelegt. Die neue Siri basiert auf dem hauseigenen System Orchestrator und den Apple Foundation Models. Branchenberichten zufolge stecken dahinter Modelle mit rund 1,2 Billionen Parametern, die aus externen Quellen abgeleitet wurden. Die KI soll künftig Aktionen über mehrere Apps hinweg ausführen können.
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Apple betont, dass diese KI keine Nutzerdaten speichert und dass sich die Datenschutzversprechen von unabhängigen Forschern überprüfen lassen. Allerdings gibt es einen Haken: Die neuen KI-Funktionen werden zunächst nicht in der Europäischen Union starten. Grund sind die Anforderungen des Digital Markets Act (DMA) . Ein herber Dämpfer für deutsche Apple-Fans.
Bereits am 9. Juni hatte Apple zudem umfassende Updates für die Kindersicherung vorgestellt. Eltern erhalten mehr Kontrolle über App-Nutzung, Website-Zugriffe und Bildschirmzeit. Auch die Filter für sensible Inhalte wurden verbessert.
Play Store warnt vor veralteten Apps – und Österreich zieht bei Cybersicherheit nach
Nicht nur die Betriebssysteme selbst, auch die App-Stores werden sicherer. Google testet derzeit eine neue Funktion für den Play Store: Nutzer sollen künftig gewarnt werden, wenn sie Apps installiert haben, die aus dem Store entfernt wurden oder nicht mehr unterstützt werden. Das soll das Risiko von Schadsoftware senken.
Auf regulatorischer Ebene tut sich ebenfalls etwas. Österreich setzt den EU Cyber Resilience Act um. Ab dem 11. Juni 2026 gelten dort neue horizontale Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen. Konkret bedeutet das: Hersteller müssen ihre Hardware und Software künftig von benannten Stellen prüfen lassen, bevor sie auf den Markt kommen. Ein Modell, das auch für Deutschland richtungsweisend sein könnte.
Führungswechsel bei Apple: Ternus soll übernehmen
Am Rande der Konferenz wurde zudem bekannt, dass John Ternus voraussichtlich im September 2026 die Nachfolge von Tim Cook als CEO antreten wird. Apple hatte für das Geschäftsjahr 2025 einen Nettogewinn von umgerechnet rund 100 Milliarden Euro bei einem Umsatz von etwa 370 Milliarden Euro erzielt. Parallel dazu kündigte der Konzern an, mit dem watchOS-Update 2026 den Support für mehrere ältere Apple-Watch-Modelle einzustellen.
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