Android 17: Google begrenzt PIN-Versuche auf 20 über 5 Jahre
01.07.2026 - 10:39:50 | boerse-global.de
Das neue Betriebssystem Android 17 begrenzt die erlaubten Fehleingaben beim PIN-Code auf maximal 20 Versuche – über einen Zeitraum von fünf Jahren. Bisher waren bis zu 1.800 Versuche möglich.
Härtere Gangart gegen Brute-Force-Angriffe
Die neue Sicherheitsarchitektur soll verhindern, dass Angreifer mit automatisierten Programmen oder geduldigen manuellen Versuchen den Sperrbildschirm knacken. Die technischen Details, die nach der Google I/O im Mai 2026 bekannt wurden, zeigen ein gestaffeltes System:
- Sechs Versuche sind innerhalb einer Minute erlaubt
- Der siebte Versuch erst nach sechs Minuten
- Der achte Versuch nach 25 Minuten
- Maximal zwölf Versuche innerhalb von 24 Stunden
- Der 19. Fehlversuch ist der letzte vor der fünfjährigen Sperre
Um versehentliche Sperren durch Tippfehler zu vermeiden, zählt Android 17 doppelt eingegebene, falsche PINs nicht als neuen Versuch. Zudem zeigt das System die verbleibende Wartezeit jetzt in verständlichen Einheiten an – Minuten statt kryptischen Sekundenangaben.
Private Spaces und App-Backups
Die Verschärfung beim Sperrbildschirm reiht sich in eine Serie von Sicherheits-Updates ein. Bereits im Frühsommer weitete Google die Private Space-Funktion aus. Sie erlaubt es Nutzern, einen versteckten, abgeschotteten Bereich für sensible Apps anzulegen. Der Zugriff erfordert eine separate biometrische Abfrage oder PIN. Apps in diesem Bereich erhalten keine Hintergrund-Benachrichtigungen und werden nicht in der Cloud gesichert.
Während Google den Sperrbildschirm absichert, lauern im digitalen Alltag oft noch ganz andere Gefahren für Ihre privaten Daten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritte, mit denen Sie Ihr Android-Smartphone sofort wirksam gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken
Seit Ende Juni 2024 können Pixel-Nutzer zudem pro App entscheiden, ob deren Daten in der Cloud landen. Schaltet man das Backup für eine bestimmte Anwendung aus, werden vorhandene Daten aus der Cloud gelöscht.
EU-Regulierung: Sicherheit gegen Marktmacht
Die neuen Schutzmaßnahmen kommen zu einem politisch heiklen Zeitpunkt. Google sieht sich mit Forderungen der EU-Kommission im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) konfrontiert. Google-Vizepräsidentin Heather Adkins warnte kürzlich, dass einige Vorschläge die Gerätesicherheit gefährden könnten.
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Die EU erwägt, Google zu verpflichten, anonymisierte Suchdaten zu teilen und Drittanbieter-KI-Diensten tiefere Zugriffe auf Android zu gewähren. Google befürchtet, dass Betrüger diese Zugänge innerhalb weniger Wochen nach der Freigabe ausnutzen könnten. Eine Entscheidung über die DMA-Vorschläge wird bis zum 27. Juli 2026 erwartet.
Parallel dazu hat Google aktualisierte Versionen von Android System SafetyCore und WebView ausgerollt. Sie verbessern die Web-Funktionalität und App-Leistung bei gleichzeitiger Stärkung der Sicherheitsarchitektur.
