AMD, Zen

AMD Zen 6: 70 Prozent Leistungssprung bei EPYC-Servern

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 02:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de

AMD stellt die Zen-6-Architektur für Server vor. Die neuen EPYC-Chips versprechen einen massiven Leistungssprung und sichern sich Milliarden-Deals mit Meta und OpenAI.

AMD Zen 6: Neue EPYC-Server-Chips mit 70% Leistungssprung
AMD - Nahaufnahme eines futuristischen, leuchtenden AMD-CPU-Chips auf einer dunklen Leiterplatte mit fließenden digitalen Datenströmen. 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Zen-6-Architektur feiert Premiere in den neuen EPYC-Servern mit dem Codenamen „Venice". CTO Mark Papermaster kündigte die Enthüllung für das Advancing-AI-Event am 22. und 23. Juli an. Der Schritt markiert einen grundlegenden Architekturwechsel mit modernsten Fertigungsverfahren und deutlichen Leistungssprüngen für Rechenzentren und KI-Anwendungen.

Deutlicher Leistungssprung bei den EPYC-Prozessoren

Die kommenden EPYC-Venice-Chips gelten als erste Hochleistungsprozessoren, die im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt werden. Die internen Leistungsziele sind ambitioniert: Im Vergleich zur aktuellen Zen-5-Generation soll die neue Architektur eine Steigerung von über 70 Prozent bei Performance und Effizienz liefern.

Die technischen Daten des neuen EPYC-Systems können sich sehen lassen. Bis zu 256 Kerne sind möglich – ein Drittel mehr als beim Vorgänger „Turin". Die Prozessoren nutzen den neuen SP7-Sockel und einen 16-Kanal-DDR5-Speichercontroller, der eine Speicherbandbreite von bis zu 1,6 TB/s ermöglicht. Dazu kommt die Unterstützung für PCIe 6.0 sowie eine um 30 Prozent höhere Thread-Dichte. Erstmals integriert AMD auch spezielle KI-Datentypen, die maschinelle Lernaufgaben beschleunigen sollen.

Erste Benchmarks für Verbraucher-Chips aufgetaucht

Während der Fokus zunächst auf dem Server-Markt liegt, sickern bereits erste Leistungsdaten für die Verbraucher-Version namens „Medusa Point" durch. Ein Engineering Sample mit 10 Kernen tauchte in den Geekbench-6.6.0-Registern auf und zeigt beachtliche Fortschritte. Der Chip mit einer 4+6-Kern-Aufteilung erreichte 3174 Punkte im Single-Core und 15092 Punkte im Multi-Core.

Das sind beeindruckende Werte: Der Zen-6-Prototyp liegt rund 22 Prozent vorne im Single-Core und 13 Prozent besser im Multi-Core als der aktuelle Ryzen AI 9 HX 370. Und das trotz einer vergleichsweise niedrigen Basistaktfrequenz von 2,0 GHz. Der Chip unterstützt zudem moderne Befehlssätze wie AVX512-FP16 und AVX-VNNI. Während die Enterprise-Chips „Venice" noch in diesem Monat starten, müssen sich Verbraucher gedulden: Die ersten Ryzen-Prozessoren mit Zen 6 werden erst zur CES 2027 erwartet.

Anzeige

Wer den 70-Prozent-Leistungssprung der neuen EPYC-Venice-Chips für sein Rechenzentrum nutzen will, braucht einen klaren Migrationsplan – bevor die Konkurrenz die 256 Kerne und PCIe 6.0 für KI-Workloads einsetzt. Dieser Report liefert Checkliste, ROI-Rechner und KI-Beschleunigungs-Whitepaper. Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern

Milliarden-Deals für KI-Infrastruktur

Der Zen-6-Start fällt in eine Phase massiven Wachstums bei AMD. Das Unternehmen sicherte sich kürzlich einen 6-Gigawatt-GPU-Liefervertrag mit Meta und OpenAI. Meta plant den Aufbau von bis zu 6 Gigawatt KI-Rechenleistung. Das erste Gigawatt soll noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit maßgeschneiderten Instinct-MI450-Systemen ans Netz gehen.

Die Zusammenarbeit umfasst eine tiefe Integration über CPUs, Systeme und Software hinweg. AMD hat Meta zudem leistungsabhängige Optionsscheine eingeräumt, die an bestimmte GPU-Liefermeilensteine geknüpft sind. Die strategischen Deals folgen auf ein starkes Quartal: Im ersten Quartal 2026 erzielte AMD einen Data-Center-Umsatz von 5,775 Milliarden Euro – ein Plus von 57 Prozent im Jahresvergleich. Der Gesamtumsatz des Konzerns lag im selben Zeitraum bei 10,253 Milliarden Euro.

Wettbewerb rüstet ebenfalls auf

Anzeige

Steigende Energiekosten und KI-Workloads setzen Rechenzentren unter Druck. AMDs Zen-6-Architektur im 2-Nanometer-Verfahren verspricht über 70 % mehr Effizienz – doch wer zu lange zögert, verschenkt Wettbewerbsvorteile. Erfahren Sie in unserem Report, wie Sie mit dem EPYC-Upgrade Ihre Kosten senken und KI-Anwendungen beschleunigen. ROI und Migrationsplan jetzt sichern

Der Branchentrend zu PCIe 6.0 und 2-Nanometer-Fertigung zeigt sich auch bei anderen Herstellern. Samsung hat die Massenproduktion seiner PM1763 Enterprise-SSD gestartet, einem PCIe-6.0-Speicher für KI-Server. Das 16-TB-Modell erreicht Lesegeschwindigkeiten von 28.400 MB/s – ein 40 GB großes Sprachmodell wäre damit in rund 1,4 Sekunden übertragen.

Auch die Konkurrenz bereitet sich auf 2027 vor. Intels Xeon 7 „Diamond Rapids" soll mit bis zu 192 Kernen und PCIe-6.0-Unterstützung kommen. Und die europäische Prozessor-Initiative SiPearl hat mit Labortests ihres Rhea1-Chips begonnen, der für souveräne KI- und Supercomputing-Anwendungen in Europa und dem Nahen Osten gedacht ist. Auch hier ist die Verfügbarkeit für Ende 2027 geplant.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69734968 |