AMD Ryzen 9000: TSME-Speicherverschlüsselung kehrt im Juli zurück
23.06.2026 - 10:44:19 | boerse-global.de
Der Chiphersteller kündigte an, die Transparent Secure Memory Encryption (TSME) in den kommenden Wochen per BIOS-Update wieder für die Ryzen-9000-Serie freizuschalten. Die Sicherheitsfunktion war zuvor still und heimlich aus dem Firmware-Code entfernt worden.
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Stille Entfernung sorgt für Empörung
Im April 2026 entdeckte der Linux-Enthusiast Ben Kilpatrick, dass AMD die TSME-Option im AGESA-Update 1.2.7.0 deaktiviert hatte. Während die PRO-Modelle der Ryzen-Reihe mit dieser Speicherverschlüsselung werben, war sie bei den Consumer-Chips bislang zwar nicht prominent beworben, aber technisch verfügbar.
Die heimliche Streichung löste einen Sturm der Entrüstung aus. Branchenbeobachter vermuteten dahinter eine gezielte Strategie: Wer Wert auf Sicherheit legt, sollte zu den teureren PRO-Prozessoren greifen. AMD selbst nennt nun das „wertvolle Feedback der Community" als Grund für die Kehrtwende – eine bemerkenswerte Reaktion auf den öffentlichen Druck.
Was TSME leistet
Die Technologie verschlüsselt den gesamten Arbeitsspeicher auf Hardware-Ebene. Das schützt vor physischen Angriffen wie Cold-Boot-Attacken, bei denen Angreifer nach einem Neustart sensible Daten oder Verschlüsselungsschlüssel aus den RAM-Modulen auslesen. Für Unternehmen und sicherheitsbewusste Privatanwender ist diese Absicherung ein entscheidendes Kriterium.
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Zeitplan und Umsetzung
Das entsprechende AGESA-Update soll im Juli 2026 erscheinen. Nutzer müssen dann die aktualisierte BIOS-Version ihres Mainboard-Herstellers herunterladen und installieren. AMD arbeitet eigenen Angaben zufolge bereits mit Hochdruck an der Firmware, um die Funktion wiederherzustellen.
FSR 4.1 für Radeon RX 7000
Parallel dazu hat AMD in den vergangenen Tagen FSR 4.1 für die Radeon-RX-7000-Serie veröffentlicht. Die neue Version bringt KI-gestütztes Upscaling auf die RDNA-3-Architektur – inklusive der integrierten Grafiklösungen (APUs). Branchendaten zufolge unterstützen inzwischen über 300 Spieletitel die Technologie. Gerüchten zufolge arbeitet AMD zudem an speziell optimierten KI-Modellen für Spieler mit integrierten Grafikeinheiten.
