AMD Adrenalin 26.6.2: FSR 4.1 bringt bis zu 14,5% Leistungsverlust
28.06.2026 - 04:04:32 | boerse-global.de
AMDs neuer Adrenalin-Treiber bringt FSR 4.1 für RDNA-3-Grafikkarten – doch erste Tests zeigen Leistungseinbußen und Stabilitätsprobleme.
Der Chiphersteller hat am Samstag seine aktuelle Adrenalin Edition 26.6.2 WHQL-Treiber veröffentlicht. Herzstück des Updates ist die Einführung von FidelityFX Super Resolution (FSR) 4.1 für die Radeon-RX-7000-Serie. Während das Update Tag-1-Optimierungen für neue Spiele und deutliche Verbesserungen bei der Shader-Kompilierung mitbringt, berichten erste Anwender von Stabilitätsschwierigkeiten unter älteren Betriebssystemen und spürbaren Leistungseinbußen auf der Vorgänger-Hardware.
KI-gestütztes Upscaling mit überraschenden Ergebnissen
Die neueste Version der Aufskalierungstechnologie setzt auf ein INT8-basiertes KI-Modell für RDNA-3-Architekturen. AMD verspricht eine Bildqualität, die mit der FP8-Version auf neuerer Hardware vergleichbar sein soll. Unabhängige Tests zeichnen jedoch ein differenziertes Bild.
In Benchmarks mit einer RX 7900 XTX erreichte das System in einer 4K-Umgebung mit Path-Tracing und FSR 4.1 im Qualitätsmodus 52,6 Bilder pro Sekunde. Analysten stellten fest, dass dies einem Leistungsrückgang von etwa 7 bis 11 Prozent im Vergleich zu FSR 3.1 auf derselben Hardware entspricht. Die neuere RX 9070 XT behielt unter ähnlichen Bedingungen einen Vorsprung von rund neun Prozent gegenüber der 7900 XTX.
Besonders deutlich wird der Unterschied im direkten Vergleich: Die KI-basierte Aufskalierung verursacht derzeit einen Performance-Verlust von bis zu 14,5 Prozent gegenüber der nicht auf KI setzenden FSR-3.1-Version. Dafür bietet FSR 4.1 fortschrittliche Funktionen wie verbessertes Ray-Tracing-Denoising und einen neuen „Ultra Performance“-Modus.
Windows-10-Nutzer im Visier von Stabilitätsproblemen
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Kaum war der 26.6.2-Treiber veröffentlicht, häuften sich Berichte über Installations- und Stabilitätsprobleme – insbesondere bei Anwendern mit Windows 10 und Grafikkarten der RX-7000- oder RX-9000-Serie. Bereits am Freitag zog AMD mit dem Radeon Graphics Driver 26.6.3 Beta einen Hotfix nach, der die spezifischen Störungen beheben soll.
Die technischen Schwierigkeiten reichen weiter zurück: Die Vorgängerversion 26.6.1 hatte bei Windows-10-Systemen offenbar die Deaktivierung von SmartAccess Memory (Resizable BAR) verursacht. Technische Experten empfehlen betroffenen Nutzern, eine saubere Treiber-Deinstallation durchzuführen und die Variable-Refresh-Rate-Einstellungen (VRR) anzupassen.
Hinzu kommt ein hartnäckiges Problem unter Windows 11: Das Betriebssystem überschreibt offenbar regelmäßig die herstellereigenen Grafiktreiber. Als Abhilfe empfehlen Fachleute, über die Gruppenrichtlinien bestimmte Hardware-IDs von automatischen Updates auszuschließen.
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Revolution bei den Ladezeiten
Einen echten Fortschritt bietet die neue „Advanced Shader Delivery“-Technologie. Ersten Berichten zufolge kann sie die Shader-Kompilierungszeiten für RDNA-3- und neuere Architekturen um bis zu 96 Prozent reduzieren. In der Praxis bedeutet das: Ladezeiten für moderne Open-World-Titel sanken von knapp drei Minuten auf unter zehn Sekunden.
Der Treiber 26.6.2 bietet zudem offizielle Unterstützung für „DOOM: The Dark Ages“ und „Assassin's Creed Black Flag Resynced“. Erste Evaluierungen vom Sonntag deuten darauf hin, dass die Kombination aus Treiberoptimierungen und KI-basierten Matching-Modellen bei einigen High-End-Radeon-Karten zu deutlichen Bildratensteigerungen in optimierten Titeln führt.
Auswirkungen auf das Hardware-Ökosystem
Die strategische Neuausrichtung von AMDs Software-Strategie bleibt nicht ohne Folgen für Partnerunternehmen. Valve etwa passte am Freitag die Marketing-Spezifikationen seiner Steam-Machine-Hardware an. Statt eines statischen „4K/60fps“-Versprechens heißt es nun „bis zu 4K mit FSR 4.1“ – eine Reaktion auf die variable Leistungsfähigkeit der neuen KI-Aufskalierung.
Aktuell bleibt FSR 4.1 auf die RX-7000-Serie und neuere Modelle beschränkt. AMD hat jedoch einen Fahrplan für ältere Hardware vorgelegt: Unterstützung für die RDNA-2-Architektur (Radeon RX 6000-Serie) ist für Anfang 2027 geplant. Künftige Updates des FSR-SDK sollen zudem Ray Regeneration 1.2 enthalten, das sich auf die Verbesserung von Ambient Occlusion und das Denoising von Spiegelreflexionen konzentriert.
