Alkoholfrei, Trend

Alkoholfrei im Trend: 61% der Deutschen trinken weniger Alkohol

22.06.2026 - 08:11:42 | boerse-global.de

Gesundheits- und Klimabewusstsein treiben die Nachfrage nach alkoholfreien und kalorienarmen Getränken in Deutschland stark an.

Deutsches Trinkverhalten 2026: Weniger Alkohol, mehr Genuss
Alkoholfrei - Ein elegantes Glas mit einem klaren, kalorienarmen Getränk auf einem modernen Bartresen, symbolisiert gesunden Alkoholkonsum. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gesundheit, Kalorienbewusstsein und Klima bestimmen die Wahl der Getränke. Die Nachfrage nach Produkten mit weniger Alkohol oder weniger Energie steigt rasant.

Kalorien im Vergleich: Die Leichtgewichte unter den Drinks

Wer auf die Linie achten will, muss nicht auf Genuss verzichten. Einfache Mischgetränke mit Wasser oder Mineralwasser schneiden kalorientechnisch am besten ab. Eine Weißweinschorle kommt in der 200-Milliliter-Variante auf etwa 70 bis 90 Kilokalorien. Gin mit Mineralwasser liegt bei rund 70 Kilokalorien pro gleicher Menge.

Anzeige

Wer auf flüssige Kalorien achtet, möchte meist auch insgesamt vitaler bleiben – doch ab 50 verliert der Körper jedes Jahr an Muskelmasse. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 6 einfache Übungen für zuhause, die den Stoffwechsel anregen und Muskelschwund effektiv stoppen. Kostenlosen PDF-Ratgeber für Krafttraining ab 50 sichern

Ein Wodka Soda mit vier Zentilitern Wodka schlägt mit 85 Kilokalorien zu Buche. Auch bei Schaumweinen gibt es Unterschiede: Trockener Sekt enthält pro 100 Milliliter etwa 70 Kilokalorien. Kalorienreduzierte Varianten des Aperol Spritz liegen ebenfalls bei rund 85 Kilokalorien.

Neben diesen Klassikern gewinnen neue Rezepturen an Bedeutung. Dazu gehören Varianten des Hugo-Cocktails mit Pfirsich, Basilikum und Honig oder Frucht-Margaritas mit Wassermelone.

Der große Trend: Weniger Alkohol, mehr Bewusstsein

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Laut einer Erhebung der Organisation Mintel konsumierten 2025 bereits 61 Prozent der Verbraucher in Deutschland alkoholfreie oder alkoholreduzierte Getränke. Im Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei etwa 57 bis 58 Prozent.

Parallel dazu steigt die Zahl der Abstinenzler. Der Anteil der Personen, die komplett auf Alkohol verzichten, wuchs von 22 Prozent im Jahr 2024 auf 25 Prozent im Jahr 2025.

Diese Entwicklung zeigt sich auch in der Gastronomie. Im bayerischen Neuburg bleibt der Aperol Spritz zwar ein Favorit. Doch die Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen wächst stetig. Auch im Weinsektor gibt es Bewegung: Ein Weißwein des Jahrgangs 2025 aus der Pfalz erhielt die Gold-Auszeichnung bei Mundus Vini. Das zugehörige Weingut wurde für 2026 als Produzent des Jahres gewürdigt.

Technik macht alkoholfreien Wein besser

Die Herstellung alkoholfreier Weine und Schaumweine hat technologisch enorm zugelegt. Moderne Verfahren wie Vakuumdestillation und Membrantechnologien senken den Alkoholgehalt auf durchschnittlich 0,2 Prozent – und erhalten dabei das Geschmacksprofil.

In Luxemburg hat sich die Zahl der Produzenten, die alkoholfreien Wein oder Crémant anbieten, auf etwa fünf Unternehmen erhöht. Ein Pionier produzierte bereits 2022 den ersten alkoholfreien Wein des Landes. Der technische Fortschritt korrespondiert mit der steigenden Akzeptanz im Fachhandel und in der Gastronomie.

Hitze und Gesundheit verändern den Markt

Neben dem Kalorienbewusstsein spielen medizinische Erkenntnisse eine Rolle. Forschungsergebnisse legen nahe: Wer viszerales Fettgewebe reduzieren will, sollte nicht nur auf Ballaststoffe und unverarbeitete Lebensmittel setzen, sondern auch hochkalorische Genussmittel reduzieren. In der Pharmakologie werden zudem Medikamente wie Bimagrumab oder SPX-001 untersucht, die den Fettabbau unterstützen sollen. Erste Tests mit dem Wirkstoff ATX-304 zeigten bei 23 Teilnehmern eine Verringerung des Bauchfetts um 5 Prozent.

Anzeige

Ein gesunder Lebensstil umfasst mehr als nur die richtige Getränkewahl – auch gezielte Bewegung ist entscheidend für das Wohlbefinden. Entdecken Sie 17 einfache "Wunderübungen", die in nur 3 Minuten täglich Ihre Muskeln stärken und Beschwerden vorbeugen. 17 Übungen für maximale Ergebnisse jetzt kostenlos herunterladen

Auch das Klima beeinflusst den Konsum. In Frankreich reagierte die Politik im Juni 2026 auf eine Hitzewelle mit Temperaturen zwischen 39 und 41 Grad Celsius. Premierminister Sébastien Lecornu verbot den Alkoholkonsum bei öffentlichen Veranstaltungen, um gesundheitliche Risiken zu minimieren. In Deutschland führten hohe Temperaturen im Frühsommer zu Warnungen vor extremer Hitze. Die Folge: Die Nachfrage nach kühlenden, oft alkoholfreien Getränken wie Slushies oder Fruchtshakes an speziellen Drive-in-Stationen stieg massiv an.

de | wissenschaft | 69600775 |