Akupressur: 10–15 Minuten täglich für offene Atemwege
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 05:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Anwendung gezielter Druckpunkte und energetischer Handhaltungen gewinnt in der ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge an Bedeutung. Aktuelle Ratgeber beschreiben den Einsatz von Akupressur und sogenannten Mudras nicht nur zur Linderung von Beschwerden, sondern auch als begleitende Maßnahme zur Unterstützung der körperlichen Formgebung.
Diese Methoden aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und dem Yoga zielen darauf ab, körpereigene Prozesse zu aktivieren und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
Akupressur und Mudras im täglichen Einsatz
Ein zentrales Element dieser Praktiken sind Mudras, spezifische Fingerhaltungen, die über einen längeren Zeitraum gehalten werden. Das Vayu Mudra, bei dem der Zeigefinger eine tragende Rolle spielt, soll laut Experten die Atemwege öffnen.
Ergänzend dazu wird die Massage des Akupunkturpunkts LU-5 in der Ellenbeuge unter Einbeziehung des Daumens empfohlen. Für eine spürbare Wirkung wird eine tägliche Anwendung dieser Techniken von etwa 10 bis 15 Minuten nahegelegt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Akupressurpunkt Ren 17, der sich auf der Höhe der vierten Rippe befindet. Während Techniken wie die Lippenbremse dazu dienen können, die Anzahl der Atemzüge aktiv zu reduzieren, wird darauf hingewiesen, dass kein einzelner Finger die Lungenfunktion direkt steuert. Vielmehr handele es sich um ein komplexes System von Wechselwirkungen.
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Ansätze zur Behandlung von Nacken- und Schulterbeschwerden
Verspannungen im Nackenbereich, die häufig durch Stress, langes Sitzen oder Fehlhaltungen ausgelöst werden, können durch verschiedene Massageformen adressiert werden. Neben der klassischen Massage und der Tiefengewebsmassage kommen hierbei zunehmend Triggerpunktmassagen sowie die Selbstbehandlung mit Faszienrollen oder Massagebällen zum Einsatz.
Diese Methoden fördern die Durchblutung und unterstützen den Lymphfluss. Fachleute betonen jedoch, dass bei chronischen Schmerzzuständen oder Lähmungserscheinungen zwingend ein Arzt konsultiert werden sollte.
Im Bereich der Schulterschmerzen, die unter anderem durch das Impingement-Syndrom, Kalkschultern oder Arthrose entstehen können, werden spezifische Dehnübungen zur Mobilisierung empfohlen.
Übungen wie die Ecken-Dehnung oder der Arm-Kreuz-Zug sollten jeweils 10 bis 30 Sekunden gehalten werden, um die Brustmuskulatur zu öffnen und die Schulterblätter zu stabilisieren. Begleitend können Schmerzmittel wie Ibuprofen für maximal zwei Wochen oder Diclofenac-Präparate in Form von Cremes oder Gelen eingesetzt werden.
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Thermotherapie und regenerative Methoden
Die Hot Stone Therapy stellt eine weitere Säule der modernen Entspannungsmethoden dar. Diese Technik wurde Ende der 1990er Jahre von Mary Nelson in Arizona als moderne Anwendung etabliert. Dabei kommen Basaltsteine zum Einsatz, die eine Temperatur zwischen 45 und 60 Grad Celsius aufweisen und über eine hohe Wärmespeicherkapazität verfügen. Die Wärme soll die Blutgefäße erweitern und den Parasympathikus aktivieren, was zur tiefen Entspannung beitragen kann.
Bei bestimmten Indikationen wie Diabetes, Bluthochdruck oder während einer Schwangerschaft ist jedoch Vorsicht geboten. Nach einer solchen Behandlung wird empfohlen, ausreichend Wasser zu trinken und für mindestens 24 Stunden auf Sport oder Saunagänge zu verzichten.
Ästhetik und Regulation des Lymphsystems
Ein häufiges Phänomen ist die sogenannte „Morning Puffiness“ – morgendliche Schwellungen im Gesicht, die durch einen verlangsamten Lymphfluss im Liegen oder trockene Raumluft begünstigt werden.
Als Gegenmaßnahmen gelten sanfte Massagen von innen nach außen, der Einsatz von Gua-Sha-Steinen oder kühlende Augenpads. Auch die Ernährung spielt eine Rolle: Kaliumreiche Lebensmittel wie Bananen und Avocados können helfen, den Wasserhaushalt zu regulieren, der zudem durch hormonelle Zyklen beeinflusst wird.
Ergänzend hierzu bietet Qigong durch langsame Bewegungen und Konzentration eine Möglichkeit, das Nervensystem zu beruhigen und die Durchblutung zu fördern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass insbesondere Lebensphasen wie die Wechseljahre das körperliche, mentale und soziale Wohlbefinden tiefgreifend beeinflussen können, weshalb ganzheitliche Ansätze an Relevanz gewinnen.
