AirPods Pro 3: Apple synchronisiert Herzfrequenz mit Trainingsgeräten
13.06.2026 - 21:07:21 | boerse-global.de
Die neue Beta-Firmware für mehrere AirPods-Modelle ermöglicht erstmals die Synchronisation von Herzfrequenzdaten – und macht die Apple Watch beim Training optional.
Apple hat am heutigen Samstag die erste Entwickler-Beta für seine AirPods-Firmware veröffentlicht. Zeitgleich mit dem Start der iOS-27-Entwicklervorschau erhalten die AirPods Pro 3 eine lang erwartete Funktion: Die Earbuds können jetzt Herzfrequenzdaten direkt mit Fitnessgeräten und Trainings-Apps synchronisieren. Das könnte für viele Sportler die Apple Watch überflüssig machen.
GymKit-Integration und Fitness-Tracking
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Die neue Beta-Firmware erlaubt es den AirPods Pro 3, Herzfrequenzdaten mit GymKit-kompatiblen Fitnessgeräten auszutauschen. Ein einfacher Tap auf dem iPhone genügt, um die Verbindung herzustellen. Die biometrischen Daten werden dann direkt an die Trainingsmaschinen übertragen – ganz ohne Umweg über die Apple Watch.
Die AirPods Pro 3, die im September 2025 auf den Markt kamen, verfügen über einen integrierten Infrarot-Herzfrequenzsensor, der 256 Messungen pro Sekunde durchführt. Apples technische Dokumentation verrät: Das System nutzt ein Bewegungsmodell, das auf 50 Millionen Stunden Daten aus der „Apple Heart & Movement Study" trainiert wurde. Es unterstützt die Aufzeichnung von 50 verschiedenen Workout-Typen. Die Echtzeit-Herzfrequenz erscheint während des Trainings direkt auf dem iPhone-Sperrbildschirm.
Drei-Band-Equalizer für alle H2-Modelle
Ein weiteres Highlight des iOS-27-Updates: der neue Drei-Band-Equalizer. Nutzer können Bässe, Mitten und Höhen jetzt manuell anpassen. Während die Herzfrequenz-Synchronisation exklusiv den AirPods Pro 3 vorbehalten bleibt, profitiert der Equalizer eine größere Modellpalette. Kompatibel ist er mit allen H2-basierten und neueren Modellen – also den AirPods Pro 2, AirPods Max 2 und AirPods 4.
Auch die „Wo ist?"-Funktion wurde aufgewertet. Dank des Ultrabreitband-Chips der zweiten Generation (UWB) bietet Precision Finding jetzt die 1,5-fache Reichweite der Vorgängerversion. Die verlorenen Earbuds lassen sich so deutlich schneller aufspüren – über die „Wo ist?"-App auf dem iPhone oder der aktuellen watchOS-Version.
Gesundheit und Barrierefreiheit im Fokus
Die Firmware-Aktualisierung fügt sich nahtlos in die Gesundheits-Initiative ein, die Apple auf der WWDC 2026 vorgestellt hat. Die Health-App erhielt ein Redesign mit kartenbasierter Oberfläche. Neu ist die spezielle Unterstützung für die Perimenopause- und Menopause-Erfassung. Nutzerinnen über 40 erhalten Benachrichtigungen auf Basis der FIGO-Richtlinien. Dazu kommen spezielle Fitness+-Programme.
Die AirPods Pro 3 bleiben zudem ein FDA-zertifiziertes Hörgerät für den Over-the-Counter-Markt. Die aktuelle Software verbessert den Live-Übersetzungsdienst und erweitert die Kommunikationssicherheit. Neue Funktionen blockieren sensible oder gewalttätige Inhalte – besonders für jüngere Nutzer relevant. Die „Ask to Browse"-Kindersicherung wurde ebenfalls überarbeitet.
Technische Daten und Ausblick
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Die AirPods Pro 3 sind nach IP57 zertifiziert – sie halten Staub und kurzzeitiges Untertauchen aus. Angetrieben werden sie vom H3-Chip, der nach Apples Angaben die doppelte aktive Geräuschunterdrückung (ANC) der AirPods Pro 2 und die vierfache des Original-Modells bietet. Getestet wurde dies im Juli 2025 nach dem IEC-60268-24-Standard.
Die Akkulaufzeit beträgt acht Stunden bei eingeschaltetem ANC, mit dem Ladecase kommen Nutzer auf insgesamt 32 Stunden. Der reguläre Verkaufspreis liegt bei 249 Euro, aktuell ist das Gerät jedoch in verschiedenen Angeboten günstiger zu haben.
Nach der aktuellen Entwickler-Beta plant Apple eine öffentliche Beta für Juli 2026. Die finale Version der Firmware und des gesamten iOS-27-Pakets soll im Herbst 2026 für alle Nutzer erscheinen.
