AirPods Pro 3: Apple integriert erstmals Herzfrequenzmessung
08.06.2026 - 01:01:47 | boerse-global.de
Die dritte Generation der Apple-In-Ear-Kopfhörer setzt neue Maßstäbe – mit Herzfrequenzmessung und bis zu acht Stunden Laufzeit. Apples Premium-Earbuds AirPods Pro 3 haben sich in aktuellen Tests als technisch ausgereifteste In-Ear-Lösung des Konzerns erwiesen. Neben verbesserter Geräuschunterdrückung und räumlichem Audio integrieren die Kopfhörer erstmals Gesundheitssensoren zur Herzfrequenzmessung.
Solide Klangqualität mit kleinen Schwächen
Das unabhängige Testlabor HearAdvisor bescheinigte den AirPods Pro 3 einen SoundScore von 3,38 von 5 Punkten. Besonders beim Musikstreaming überzeugten die Kopfhörer mit einer Bewertung von 4,3 – ein deutlicher Sprung gegenüber früheren Modellen. Die Rückkopplungsleistung erhielt sogar die Höchstnote 5,0.
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Angetrieben werden die Earbuds vom hauseigenen H2-Chip, der adaptive Audio-Funktionen und die „Conversation Awareness“-Funktion steuert. Ein Schwachpunkt bleibt die Sprachqualität bei Telefonaten: Die Wiedergabe der eigenen Stimme erreichte nur 1,9 von 5 Punkten. Der Gesamteindruck bleibt mit einem abgestimmten Wert von 4,4 jedoch wettbewerbsfähig.
Akkulaufzeit: Apple überholt Samsung
Ein entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz zeigt sich bei der Ausdauer. Mit aktiviertem ANC halten die AirPods Pro 3 rund acht Stunden durch – zwei Stunden länger als die Samsung Galaxy Buds4 Pro, die bei gleichem Preis von umgerechnet rund 230 Euro nur sechs Stunden schaffen. Ohne ANC liegen die Samsung-Buds bei sieben Stunden.
Die neue IP57-Zertifizierung macht die Kopfhörer zudem staub- und wasserresistent – ein deutliches Upgrade gegenüber dem bisherigen IPX4-Standard. Geladen wird über USB-C oder kabellos per Qi, was Apples einheitlicher Linie bei mobilen Geräten entspricht.
Fälschungen aus Shenzhen: iFixit schlägt Alarm
Am 5. Juni veröffentlichten die Technik-Experten von iFixit einen Teardown-Bericht über raffinierte Fälschungen der AirPods Pro 3 aus chinesischer Produktion. Die Nachbauten sind äußerlich kaum vom Original zu unterscheiden, verzichten jedoch auf kritische Komponenten wie MEMS-Mikrofone, ANC-Hardware und die Herzfrequenzsensoren. Stattdessen verbauen die Fälscher minderwertige Treiber und permanente Klebeverbindungen, die Reparaturen nahezu unmöglich machen.
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Preisgefüge im Apple-Universum
Mit einem Listenpreis von rund 230 Euro positionieren sich die AirPods Pro 3 klar im Premiumsegment. Zum Vergleich: Die AirPods 4 mit ANC kosten etwa 140 Euro, während die überarbeiteten AirPods Max 2 nach einer Preissenkung am 7. Juni nun bei rund 460 Euro liegen. Diese Staffelung zeigt Apples Strategie: Die AirPods Pro 3 bleiben die erste Wahl für Nutzer, die sowohl hochwertigen Klang als auch Gesundheitsfunktionen wünschen.
Der Markt für Premium-Earbuds bleibt indessen hart umkämpft. Konkurrenten wie Realme bieten mit den Buds Air 8 Pro eine 55dB-Geräuschunterdrückung und LHDC-5.0-Unterstützung zu einem niedrigeren Preis. Die Baseus Bowie MC2 Clip-On-Kopfhörer liefern für umgerechnet rund 55 Euro sogar Bluetooth 6.0 und 11,5 Stunden Akkulaufzeit – ein Zeichen dafür, dass der Druck auf Apples Premium-Modell weiter steigt.
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