AirPods Pro 3: Apple aktiviert Hörgerätefunktion in fünf Provinzen Kanadas
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 07:33 Uhr | Redaktion boerse-global.deMit den Software-Aktualisierungen iOS 27.2 und iPadOS 27.2 hat Apple die klinische Hörgerätefunktion auf den Modellen AirPods Pro 2 sowie AirPods Pro 3 in Teilen Kanadas aktiviert. Das Feature steht Nutzerinnen und Nutzern in fünf Provinzen zur Verfügung: Alberta, British Columbia, New Brunswick, Prince Edward Island und Saskatchewan. Wie Berichte festhalten, lässt sich die Hörunterstützung im laufenden Betrieb bis zu 10 Stunden lang nutzen.
Die Funktion richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren mit einer leichten bis mittelschweren Hörschwäche und ist ohne Zusatzkosten verfügbar. Der integrierte H2-Chip übernimmt dabei die Verbesserung der Sprachklarheit und steuert die Funktion Conversation Boost, die speziell für Einzelgespräche ausgelegt ist. Die Konfiguration erfolgt auf dem Gerät über den Menüpunkt zur Hörgeräte-Einrichtung.
Landesweiter Hörtest und technische Voraussetzungen
Während die eigentliche Hörgerätefunktion regional beschränkt startet, steht der integrierte Hörtest landesweit in ganz Kanada zur Verfügung. Der Test kann über die Health-App oder direkt in den Einstellungen der AirPods aufgerufen werden und nimmt rund 5 Minuten in Anspruch.
Das Verfahren basiert auf der Reintonaudiometrie und liefert nach Abschluss separate Hörergebnisse für jedes Ohr, eine Klassifizierung, Empfehlungen sowie ein Audiogramm in der Health-App. Eine medizinische Diagnose ersetzt der Test nach Herstellerangaben jedoch nicht. Die Gehörschutzfunktion Hearing Protection war bereits zuvor in ganz Kanada freigeschaltet.
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Für den Einsatz der neuen Funktionen sind iOS 27.2 beziehungsweise iPadOS 27.2 oder neuer, ein kompatibles iPhone oder iPad, eine aktuelle Firmware sowie mindestens AirPods Pro 2 erforderlich.
Gespeicherte Gesundheitsdaten werden laut Apple in der Health-App verschlüsselt aufbewahrt; bei einer Synchronisierung über iCloud greift zudem eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die grundlegende Regulierungsgenehmigung für die Technologie hatte die kanadische Aufsichtsbehörde bereits Ende 2024 erteilt.
Regulatorische Hürden und internationale Lage
Dass bevölkerungsreiche Regionen wie Ontario bislang auf der Freigabeliste fehlen, liegt an den lokalen Vorgaben. In Ontario ist eine Anpassung der gesetzlichen Bestimmungen geplant, um frei verkäufliche Hörhilfen ohne Rezept (Over-the-Counter) rechtlich abzubilden. Der Bedarf an solchen Hilfsmitteln ist hoch: Daten der Statistikbehörde Statistics Canada zufolge berichtet fast einer von fünf Kanadiern von Hörschwierigkeiten.
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Auf internationalen Märkten verläuft der Rollout ebenfalls gestaffelt. In Südkorea, wo die AirPods Pro 3 zu einem Preis von 369.000 Won angeboten werden, bleibt die Hörgerätefunktion vorerst gesperrt. Zwar erfüllt die verbaute Hardware die technischen Vorgaben, die erforderliche Genehmigung der dortigen Arzneimittelbehörde MFDS steht jedoch noch aus. Ein Termin für eine Freigabe im südkoreanischen Markt ist derzeit unbestimmt.
