ADHS, Jugendlichen

ADHS bei Jugendlichen: Tee und Kaffee verbessern Aufmerksamkeit

Veröffentlicht am: 05.07.2026 um 16:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aktuelle Forschung zeigt Potenzial von Tee bei ADHS und Granatapfel bei Diabetes, warnt aber auch vor Risiken von Kräutertees.

Naturprodukte 2026: Neue Studien zu Tee, Granatapfel und Co.
Nahaufnahme von verschiedenen Kräutern, Beeren und einem Mörser auf einem Holztisch, mit Sonnenlicht. Symbolisiert Naturprodukte und Heilkunde. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Studien aus dem ersten Halbjahr 2026 zeigen sowohl vielversprechende Wirkungen als auch ernste Risiken.

Tee und Kaffee gegen ADHS?

Eine Studie aus Sri Lanka sorgt für Aufsehen. Forscher fanden heraus: Die Kombination aus L-Theanin und Koffein – wie sie in Tee und Kaffee vorkommt – kann die Aufmerksamkeit bei Jugendlichen mit ADHS verbessern. Die doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 21 Teilnehmern wurde im Mai im Fachjournal Nutritional Neuroscience veröffentlicht.

Die Wirkstoffkombination reduzierte Fehlalarme und verbesserte die Reaktionszeit. Laut den Autoren seien die Ergebnisse mit der Wirkung von Methylphenidat vergleichbar. Ein spannender Ansatz – doch die Stichprobe ist klein.

Granatapfel-Metabolit gegen Diabetes?

Auch bei Stoffwechselerkrankungen gibt es neue Hoffnung. Urolithin B, ein Darmmetabolit aus der Ellagsäure von Granatäpfeln und Beeren, zeigt Potenzial gegen Typ-2-Diabetes. Das berichten Forscher von Ningbo Inno Pharmchem.

Der Stoff hemmt die Aggregation bestimmter Proteine. Gleichzeitig stärkt er die Autophagie und schützt die Mitochondrien. Klingt vielversprechend, steht aber noch am Anfang.

Die PREDIMED-Studie liefert derweil solide Daten zu Olivenöl. Dessen Polyphenole und ungesättigte Fettsäuren senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse um rund 30 Prozent. Ein Extra-Lob für die mediterrane Ernährung. Fachleute betonen jedoch: Auf nüchternen Magen eingenommen bringt es keinen Zusatznutzen.

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Traditionelles Wissen – ohne Zulassung

In Vietnam kämpfen traditionelle Heiler mit Bürokratie. In der Region Ba Vi pflegen Dao-Gemeinschaften seit fast 60 Jahren den Anbau von Heilpflanzen. Doch nur ein Bruchteil der Verbandsmitglieder hat eine staatliche Zulassung.

Der Verband für Traditionelle Medizin schlägt Alarm. Unkontrollierte Werbeversprechen und fehlende Urheberrechte für bewährte Rezepturen seien problematisch. Ein Beispiel: Houttuynia cordata (Fischminze). Die Pflanze wird bei Hämorrhoiden eingesetzt, wirkt kühlend und entzündungshemmend.

Doch Experten warnen: Bei schweren Symptomen ersetzt das kein Arztbesuch.

Gefährliche Fehler bei Kräutertees

Dr. Nguyen Phoi Hien vom Universitätsklinikum Ho-Chi-Minh-Stadt hat klare Worte. Er warnt vor typischen Fehlern beim Konsum von Kräutertees. Wer sie als vollständigen Wasserersatz nutzt oder ohne Rücksprache mit Medikamenten kombiniert, riskiert Nebenwirkungen.

Auch die Annahme einer ständigen Entgiftung durch Kräuterextrakte? Medizinisch nicht haltbar.

Bei Schwedenbitter nach Maria Treben zeigt sich ein gemischtes Bild. Viele Anwender loben die Wirkung und alkoholfreie Varianten. Andere berichten von Durchfall – trotz korrekter Dosierung.

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Berlins größte Teeplantage

Die Nachfrage steigt – und Europa reagiert. In der Nähe von Berlin entsteht eine der größten Grüntee-Plantagen des Kontinents. Rund 250.000 Pflanzen wachsen dort. Die Vermarktung der Matcha-Rohstoffe soll noch 2026 beginnen.

Eine nachhaltige Alternative zu Importen aus Asien? Klingt gut.

Vorsicht: Riesen-Bärenklau auf Rügen

Nicht alle Pflanzen sind harmlos. Auf Rügen breitet sich der Riesen-Bärenklau aus. Die bis zu vier Meter hohe Pflanze verursacht bei Kontakt in Verbindung mit Sonnenlicht schwere Hautschäden.

Die Behörden bitten um Meldung von Funden an die zuständigen Landkreise. Kein Kraut, das man unterschätzen sollte.

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