EU, Industrie

CDU-Europaabgeordnete wollen Zölle für chinesischen Stahl

01.11.2025 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Vor dem "Stahlgipfel" im Kanzleramt fordern CDU-Abgeordnete aus dem EU-Parlament, dass die Bundesregierung den Weg für EU-Zölle auf chinesischen Stahl frei macht.

Stahlproduktion (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Stahlproduktion (Archiv) - Bild: über dts Nachrichtenagentur
"Der Stahlgipfel braucht klare Botschaften. Analysen und Fototermine hatten wir unter der Ampel zur Genüge", sagte der EU-Abgeordnete Dennis Radtke (CDU) dem "Spiegel".

Es sei daher "elementar, dass die Bundesregierung sich endlich hinter das handelspolitische Paket der EU-Kommission im Stahlbereich stellt". Der "unfaire Wettbewerb mit China" werde anders nicht in den Griff zu bekommen sein, so Radtke. Ebenso müsse es Nachbesserungen beim "Aktionsplan der Kommission für eine wettbewerbsfähige und dekarbonisierte Stahl- und Metallindustrie in Europa" geben. Auch der EU-Abgeordnete Christian Ehler (CDU) dringt auf klare Entscheidungen. "Der Stahlgipfel im Bundeskanzleramt muss wirksame Ergebnisse für die deutsche Stahlindustrie bringen", sagte er dem Nachrichtenmagazin. Das bedeute sowohl kurzfristige Maßnahmen zur Überlebensrettung als auch einen langfristigen Plan zur Zukunftssicherung europäischen Stahls. "Die Bundesregierung muss jetzt schnell Farbe bekennen, ob sie die von der EU-Kommission vorgelegten Handelsschutzmaßnahmen unterstützt sowie haushalterisch einen Industriestrompreis finanzieren kann", so Ehler. Ein damit "einhergehendes Eingeständnis der teilweise bankrotten Energiepolitik der Vorgängerregierung ist längst überfällig". Die EU-Kommission hatte zuletzt vorgeschlagen, die Einfuhr von chinesischem Stahl nur noch für die Hälfte der bisherigen Importe zollfrei zu stellen. Für Lieferungen darüber hinaus soll ein Zoll von 50 Prozent anfallen. Am kommenden Donnerstag soll im Kanzleramt ein "Stahlgipfel" stattfinden, bei dem diese Frage erörtert werden soll.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 68314154 |

Weitere Meldungen

EVP-Chef Weber fordert harten Kurs gegen China EVP-Chef und CSU-Vize Manfred Weber drängt im EU-Handelswettbewerb mit China auf einen neuen Kurs der Härte.Der Chef der Konservativen im EU-Parlament sagte der "Bild am Sonntag": "Die Zeit der Naivität ist vorbei. (Politik, 07.06.2026 - 05:00) weiterlesen...

Studie: EU-Kommission vernachlässigt Folgenabschätzungen Die Europäische Kommission schätzt die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen geplanter Gesetze offenbar nur selten ab und missachtet damit ihre eigenen Regeln.Im vergangenen Jahr brachte die Brüsseler Behörde 123 Richtlinien und Verordnungen auf den Weg und nahm mehr als 1.000 technische Rechtsakte an - erstellte aber nur 25 sogenannte "Impact Assessments", wie eine bisher unveröffentlichte Untersuchung des Wirtschaftsverbands Gesamtmetall zeigt, über die die "Welt am Sonntag" berichtet."Folgenabschätzungen von geplanten Gesetzen sind gerade in der EU nötig und sinnvoll, denn es sind ja 27 verschiedene Rechtsordnungen der Mitgliedstaaten betroffen", sagte Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer von Gesamtmetall. (Wirtschaft, 06.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

EU-Kommission: Unabhängigkeit bei Chips und Clouds retten. Brüssel schlägt vor, wie eine digitale Entflechtung funktionieren könnte. Gefährliche Abhängigkeit? Wichtige Daten liegen bei US-Cloud-Anbietern, Europas Autoindustrie zählt auf Chips aus China. (Wirtschaft, 03.06.2026 - 15:39) weiterlesen...

EU-Kommission will Unabhängigkeit bei Chips, Cloud und KI. Brüssel schlägt vor, wie die EU bei Technikfragen eigenständiger werden soll. Gefährliche Abhängigkeit? Wichtige Daten liegen bei US-Cloud-Anbietern, Europas Autoindustrie zählt auf Chips aus China. (Wirtschaft, 03.06.2026 - 14:11) weiterlesen...