Geschäftsberichte, Lebensmittel

Arla Foods erzielt 2025 starkes Ergebnis in einem Rekordjahr

18.02.2026 - 08:06:19

Viby/Dänemark, Düsseldorf - Im Jahr 2025 erreichte der Gesamtumsatz der Arla-Gruppe einen Rekord von 15,1 Mrd. Euro (2024: 13,8 Mrd. Euro). Treiber waren eine Rekordmilchmenge von 14,3 Mrd. Kilogramm Milch, hohe Rohwarenpreise in der ersten Jahreshälfte und ein außergewöhnliches Wachstum im Zutatengeschäft über 'Arla Foods Ingredients' (AFI).

Arla Foods erzielte einen Nettogewinn von 415 Mio. Euro (2024: 401 Mio. Euro) und einen wettbewerbsfähigen Milch-Leistungspreis von 56,4 Eurocent/kg. Der Milch-Leistungspreis misst die Wertschöpfung pro Kilogramm Milch der Genossenschaftsmitglieder, einschließlich der jährlichen Nachzahlung und der einbehaltenen Gewinne in Form der individuellen und kollektiven Kapitaleinlage. In Verbindung mit einer soliden Finanzlage schlägt Arlas Aufsichtsrat eine Nachzahlung von 2,2 Eurocent je Kilogramm gelieferter Milch vor.

In Deutschland verzeichnete Arla mit einer Umsatzsteigerung von 4,8 % ebenfalls ein positives Ergebnis; u.a. getrieben durch ein stabiles Marken und Handelsmarkengeschäft. In Deutschland lag der Arla-Preis für konventionelle Milch im Jahr 2025 im Durchschnitt bei 55,1 Eurocent/kg (bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß; vs. 49,64 Eurocent in 2024; Preise sind jeweils inkl. der jährlichen Nachzahlung und Zinsen und exkl. der jährlichen Kapitaleinlagen angegeben).

"Unsere historische Performance zeigt, dass unsere Strategie funktioniert. Wir haben unsere Marktposition gestärkt, einen Rekordwert für unsere Landwirte erzielt und wichtige Schritte in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft unternommen", sagt Peder Tuborgh, CEO von Arla Foods.

Das Jahresergebnis wurde vor dem Hintergrund zweier sehr unterschiedlicher Marktsituationen erzielt. Während das Jahr mit einer starken Nachfrage und einem ausgeglichenen Angebot begann, veränderte sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte spürbar. Sehr gute Wetterbedingungen und gute Futterernten in ganz Europa führten im vierten Quartal zu einem deutlichen Anstieg der Milchmengen.

"Ich freue mich, dass wir nach einem Jahr, das unseren Eigentümern enorme Flexibilität abverlangt hat, eine solide Nachzahlung vorschlagen können. Wir sind von einer knappen Milchversorgung zu einem plötzlichen Überangebot übergegangen, was natürlich Druck auf den Markt ausübt. Als Landwirt gibt mir das Zuversicht, dass unsere Genossenschaft diese Volatilität souverän meistert und sich erneut als starker, wettbewerbsfähiger Partner für unsere Milch bewährt", sagt Jan Toft Nørgaard, dänischer Landwirt und Aufsichtsratsvorsitzender von Arla.

Eine natürliche Marktkorrektur

In der zweiten Jahreshälfte 2025 stieg das Milchangebot in ganz Europa deutlich an, darunter auch in wichtigen Märkten von Arla wie Großbritannien und Dänemark (7,7 % bzw. 3,6 % für 2025 im Vergleich zu 2024). Der plötzliche Anstieg der europäischen Milchmengen, eine der stärksten Steigerungen der letzten Jahre, löste eine klassische Marktkorrektur aus. Dieses Überangebot drückte die weltweiten Handelspreise nach unten und setzte den allgemeinen Wert für Milch in der gesamten Branche unter Druck. Trotz dieser Lage sorgte die starke Geschäftsstruktur von Arla für eine stabile Leistung über das gesamte Jahr. Dank des leistungsstarken Zutatengeschäfts 'Arla Foods Ingredients' (AFI), einer starken Position im Einzelhandel und im Bereich Foodservice sowie über den Erwartungen liegenden Netto-Einsparungen in Höhe von 158 Mio. Euro, gelang es der Genossenschaft, den Rückgang der globalen Marktpreise erfolgreich zu bewältigen.

"Gerade in volatilen Zeiten wie diesen bewährt sich unsere Strategie. Wir erleben einen natürlichen Marktzyklus, in dem eine hohe Milchproduktion zu einem Rückgang der Preise in der gesamten Branche führt. Der plötzliche Anstieg stellt uns zwar vor Herausforderungen, aber unser Unternehmen steht auf soliden Säulen. Dank der Kombination aus unseren Marken, unserer Effizienz und einem herausragenden Jahr für unser Zutatengeschäft konnten wir unseren Eigentümern ein wettbewerbsfähiges Ergebnis liefern", sagt Peder Tuborgh.

Zutatengeschäft treibt Wertsteigerung voran

Ein entscheidender Faktor für das starke Jahresergebnis war die außergewöhnliche Leistung von Arla Foods Ingredients (AFI). Die Tochtergesellschaft erzielte einen Umsatzanstieg von 43,1 % auf 1,45 Mrd. Euro, angetrieben durch die starke weltweite Nachfrage nach hochwertigen Proteinen und die erfolgreiche Integration des dazugewonnenen Geschäftsbereichs Whey Nutrition von Volac (umbenannt in AFI Felinfach).

Investitionen sichern zukünftiges Wachstum

Trotz des schwierigen Marktumfelds zum Jahresende investierte Arla auch 2025 weiter in zukunftsweisende Projekte. Die Genossenschaft beschloss Investitionen in Höhe von 731 Mio. Euro, die sich gezielt auf den Ausbau der Kapazitäten in wachstumsstarken Kategorien richteten.

Zu den wichtigsten strategischen Entscheidungen gehörten die Einrichtung eines UHT (Ultra High Temperature) -Kompetenzzentrums in Lockerbie, Schottland, um der steigenden Nachfrage nach haltbarer Milch gerecht zu werden, sowie eine Erweiterung des Standorts Holstebro in Dänemark, um die Frischkäseproduktion um zusätzliche 16.000 Tonnen zu steigern.

Arla gab außerdem grünes Licht für die Erweiterung der Produktionskapazitäten der Marke Puck® in Bahrain und eine neue Skyr-Produktionslinie in der Molkerei Linköping in Schweden. Diese Maßnahmen unterstreichen das klare Bekenntnis, das Markenportfolio in den Kernmärkten weiter auszubauen.

"Während wir durch das aktuelle Marktumfeld steuern, behalten wir die langfristige Perspektive weiterhin im Blick. Mit unseren Investitionen in wichtige Wachstumstreiber senden wir ein klares Signal: Wir glauben an die Zukunft der Milchwirtschaft und übernehmen Verantwortung dafür, dass die Weltbevölkerung mit nahrhaften, nachhaltigen Milchprodukten versorgt wird", so Peder Tuborgh.

Parallel zu den internen Investitionen treibt Arla die angestrebte Fusion mit der DMK Group weiter voran. Die Fusion wurde im Juni 2025 von den beschlussfassenden Gremien beider Genossenschaften genehmigt. Ziel ist es, zwei führende europäische Molkereigenossenschaften mit sich ergänzenden Portfolios zu vereinen, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken und Innovationen voranzutreiben. Die angestrebte Fusion durchläuft nun den behördlichen Genehmigungsprozess, der voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen sein wird.

Starke Wertschöpfung und zurückkehrende Markendynamik

Arlas strategische Marken haben 2025 einen wesentlichen Beitrag zum Jahresergebnis geleistet. Der Gesamtumsatz mit Markenprodukten stieg um 6,9 % auf 7,03 Mrd. Euro. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch die Fähigkeit der Genossenschaft getragen, in einem inflationären Umfeld angemessene Preise zu halten.

Während diese Preisniveaus die Absatzmengen in der ersten Jahreshälfte beeinflussten, blieb die zugrunde liegende Nachfrage stabil. Mit der zunehmenden Erholung der Kaufkraft kehrten die Verbraucherinnen und Verbraucher zu den Marken zurück, denen sie vertrauen. Im Jahresverlauf gewann das Geschäft kontinuierlich an Dynamik: In der zweiten Jahreshälfte wurde ein Volumenwachstum von 1,8 % erzielt, was zu einem Wachstum von 0,2 % im Gesamtjahr führte.

"Unsere Marken haben ihren Wert in diesem Jahr mit beeindruckenden Umsatzzahlen unter Beweis gestellt. Die deutliche Erholung der Absatzmengen in der zweiten Jahreshälfte bestätigt, dass unsere Marken weiterhin hochrelevant sind. Das Jahr mit einem positiven Volumenwachstum abzuschließen - bei gleichzeitig starker Umsatzentwicklung - unterstreicht die Robustheit unseres Portfolios", sagt Peder Tuborgh.

Verbesserung der Nachhaltigkeitseffizienz

Im operativen Bereich senkte Arla die Scope-1- und Scope-2-Emissionen (Bereiche Produktion, eigene Logistikflotte und Energienutzung) um weitere 5,6 Prozentpunkte und erreichte damit eine Gesamtreduktion von 43,6 % gegenüber dem Basisjahr 2015. Dieser Meilenstein wurde durch kontinuierliche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energie an allen europäischen Produktionsstandorten erreicht.

Auf den landwirtschaftlichen Betrieben (Scope 3) zeigen die Daten, dass die Landwirtinnen und Landwirte effizienter wirtschaften. Die durchschnittliche Punktzahl in Arlas Nachhaltigkeitsprogramm, dem FarmAhead(TM) Incentive, stieg von 53 auf 55, während die Emissionsintensität pro Kilogramm Milch um 0,4 Prozentpunkte sank. Damit baut Arla auf den Fortschritten der vergangenen fünf Jahre auf und erreicht inzwischen eine Gesamtreduktion der Emissionen von 9,9 % pro Kilogramm erzeugter Milch gegenüber dem Basisjahr 2020.

Zwar wurden Effizienzsteigerungen pro Kilogramm Milch erzielt, doch führte der deutliche Anstieg der von der Genossenschaft angenommenen Milchmengen zu einem leichten Anstieg der Scope-3-FLAG-Emissionen um 4,4 Prozentpunkte.

Deutschland: Stabiles Marken- und Handelsmarkengeschäft

Auch auf dem deutschen Markt konnte Arla 2025 den Gesamtumsatz steigern, um 4,8 % . (Einzelhandelsgeschäft Marken- und Eigenmarken sowie Foodservice). Sowohl das Markengeschäft, mit einem Umsatzwachstum von 6,1 %, als auch die positive Entwicklung bei Handelsmarken trugen zu diesem Ergebnis bei. Besonders stark zeigten sich Arla® Pro im Foodservice, die Trend-Kategorie Arla Skyr® sowie die Marke Arla Buko®; alle drei konnten beim mengenbasiertem Umsatzwachstum im unteren bis mittleren zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Mit der erfolgreichen Einführung von Starbucks® Protein vergangenen März setzte Arla zudem Wachstumsimpulse im Segment der Milchmischgetränke.

"Gerade in einem Jahr mit stark wechselnden Marktbedingungen zeigt sich, wie wichtig eine klare strategische Ausrichtung ist. Unsere Marken spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie schaffen Vertrauen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern und sind ein wesentlicher Hebel für nachhaltige Wertschöpfung - vom Hof bis ins Kühlregal. Ebenso trug das Handelsmarkengeschäft als wichtiges Standbein zum Wachstum bei. Der Ausbau dieses Segments im engen Schulterschluss mit dem Handel ist ein zentraler Faktor, um die Zusammenarbeit zu stärken und zusätzliche Absatzpotenziale zu erschließen. Auf dieser Basis entwickeln wir unser Geschäft in Deutschland konsequent weiter und schaffen die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum", so Tino Gottschalk, Geschäftsführer von Arla Foods Deutschland.

Nachhaltigkeit auf den Höfen und am Werk in Pronsfeld

Fünf Jahre nach Einführung des FarmAhead(TM) Check (ehemals Klima-Check) zog Arla im Jahr 2025 eine positive Bilanz: Die Arla Landwirtinnen und Landwirte arbeiten kontinuierlich daran, die Emissionen pro Kilogramm Milch weiter zu reduzieren. Gezielte Maßnahmen in den Bereichen Fütterung, Düngung und Energieversorgung zeigten, dass ökologische Fortschritte und wirtschaftliche Stabilität erfolgreich miteinander verbunden werden können. Dieser Ansatz fand auch im Dialog mit deutschen Politikerinnen und Politikern breite Anerkennung. Gleichzeitig investierte Arla in die Dekarbonisierung von Standorten und Logistik: In Arlas weltweit größtem Produktionswerk in Pronsfeld wurde eine neue Anlage mit zwei leistungsstarken, elektrischen Wärmepumpen eingeweiht. Die beiden Pumpen ersetzen zukünftig beim Prozess der Milcherhitzung einen erdgasbasierten Dampfkessel. In Summe können so die CO2e-Emissionen am Standort um gut 5.000 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Darüber hinaus wurde die gesamte LKW-Flotte auf den umweltfreundlicheren HVO-Kraftstoff umgestellt.

Ausblick 2026: Niedrigere Preise dürften das Markenwachstum fördern

Mit Blick auf die Zukunft geht Arla davon aus, dass die volatilen Marktbedingungen von Ende 2025 auch im neuen Jahr anhalten werden. Der im vierten Quartal beobachtete Angebotsanstieg dürfte den Markt auch zu Beginn des Jahres 2026 weiter beeinflussen und Druck auf die globalen Preise für Milchprodukte ausüben. Im weiteren Jahresverlauf wird jedoch mit einer teilweisen Normalisierung gerechnet, sobald sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wieder stabilisiert hat.

Während sich niedrigere Preise auf den Gesamtumsatz auswirken werden, dürften sie zugleich die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher stärken. In der Folge rechnet Arla mit einer Rückkehr zu einem stärkeren Wachstum seiner strategischen Marken. Das mengenbasierte Umsatzwachstum im Markengeschäft wird für 2026 in einer Spanne von 1,0 % bis 3,0 % erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Arla einen Gruppenumsatz zwischen 13,3 und 14,1 Mrd. Euro und spiegelt damit die im Vergleich zu Anfang 2025 niedrigeren Marktpreise wider. Der Nettogewinnanteil soll weiterhin innerhalb der Zielspanne von 2,8 bis 3,2 % liegen.

Arla wird seinen disziplinierten Fokus auf Kosteneffizienz fortsetzen und im Rahmen des Transformations- und Effizienzprogramms Fund our Future Effizienzgewinne in Höhe von 90 bis 110 Mio. Euro anstreben.

"Wir starten gut vorbereitet in das Jahr 2026 und sind auf die bevorstehenden Marktbedingungen eingestellt. Der Druck durch hohe Milchmengen wird die erste Jahreshälfte prägen, und zugleich sehen wir darin auch Chancen. Wir gehen davon aus, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher mit der Preisanpassung wieder verstärkt zu Milchprodukten greifen und damit das Wachstum unserer strategischen Marken vorantreiben. Wir sind bereit, diese Nachfrage zu bedienen und gleichzeitig unseren Fokus strikt auf Effizienz zu richten, um sicherzustellen, dass wir unsere Ziele erreichen", so Peder Tuborgh.

Hinweis: Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 berücksichtigt nicht die mögliche Fusion mit der DMK Group. Eine aktualisierte Prognose wird vorgelegt, sobald die Fusion genehmigt ist.

Pressekontakt:

Annika Büschken, Head of Media Relations / Pressesprecherin
Wahlerstr. 2, 40472 Düsseldorf
Tel: +49 (0) 172 2361 368
E-Mail: presse@arlafoods.com; an.bue@arlafoods.com

Original-Content von: Arla Foods Deutschland GmbH übermittelt durch news aktuell

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