Verwaltungs-Digitalisierung, Thüringen

Verwaltungs-Digitalisierung: Thüringen plant fünf digitale Services bis März 2027

11.06.2026 - 20:58:23 | boerse-global.de

Baden-Württemberg veröffentlicht Praxishilfen für KI in der Verwaltung. Datenschutz und Rechtssicherheit stehen im Fokus der neuen Dokumente.

KI in der Verwaltung: Neue Leitfäden für Baden-Württemberg
Verwaltungs-Digitalisierung - Eine stilisierte, leuchtende KI-Gehirnnetzwerk-Visualisierung über einem modernen Regierungsbüro, das Innovation und Datenverarbeitung darstellt. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Landesdatenschutzbeauftragte legt dabei den Fokus auf Rechtssicherheit bei sensiblen Daten. Ein Leitfaden widmet sich speziell der Transkription von Gemeinderatssitzungen per Künstlicher Intelligenz.

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Datenschutz als Fundament

Die neuen Dokumente sollen Kommunen Sicherheit bei der Datenverarbeitung geben. Kernstück ist die Anwendung des Paragrafen 3a des Landesdatenschutzgesetzes. Parallel dazu testet Rheinland-Pfalz ein geschütztes KI-System für Pressearbeit und Redevorbereitung. Die Landesregierung betont: Die Letztverantwortung bleibt beim Menschen.

Kommunen starten Testphase

Der Landkreis Göttingen hat eine KI-Strategie entwickelt – der Kreistag berät am 30. Juni darüber. Schon heute sparen Mitarbeiter durch robotergestützte Prozessautomatisierung in der Kreiskasse Zeit. Weitere Tests betreffen Chatbots, Voicebots und KI-Protokolle.

Auch die Samtgemeinde Dransfeld experimentiert mit KI für Straßenerfassung und Verwaltungsaufgaben. In Groß-Schweinbarth absolvierten Anfang Juni 25 Gemeindemitarbeiter eine Schulung zu Prompting und Bürgerkommunikation.

Millionen für die Digitalisierung

Mecklenburg-Vorpommern treibt die Modernisierung mit einem klaren Plan voran: Ein Modernisierungsfonds – gespeist aus 1,2 Prozent der Personalstellen pro Ressort – stellt jährlich 20 Millionen Euro bereit. Weitere 150 Millionen aus einem Sondervermögen sollen folgen.

Thüringen unterzeichnete gestern eine Vereinbarung mit dem Bund: Bis März 2027 müssen fünf Verwaltungsleistungen digital sein – darunter Wohngeld, Wohnsitzummeldung und die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen.

Kritische Stimmen werden lauter

Branchenbeobachter warnen: Verwaltungen sind soziale Systeme. Eine rein technikfokussierte Diskussion blende Risiken wie Umstellungsprobleme aus. Beim 5. Datenschutztag Rhein-Main-Saar in Frankfurt wiesen Experten darauf hin, dass die Aufgaben von Datenschutzbeauftragten durch KI massiv zunehmen.

Der Politikwissenschaftler Thiel sieht KI beim Redenschreiben zwar als unproblematisch, warnt aber: Politiker tragen die volle Verantwortung für ihre Texte.

Digitale Zwillinge für die Stadtplanung

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung veröffentlichte gestern eine Praxishilfe zu urbanen Digitalen Zwillingen. Städte wie Halle, München und Mönchengladbach nutzen solche Modelle bereits für Bauanträge und Flächenanalysen. Die Empfehlung: modulare Systeme und offene Standards einsetzen.

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