Stunden, Ausfall

ver.di-Streik ab Mittwoch: 48 Stunden Ausfall bei WDR und Beitragsservice

16.06.2026 - 20:07:00 | boerse-global.de

Nach gescheiterter Verhandlungsrunde legt ver.di den WDR lahm. Auch an Unikliniken und bei der Postbank wird gestreikt.

ver.di verschärft Tarifkonflikt: 48-Stunden-Streik beim WDR
Stunden - Nahaufnahme eines Mikrofons mit ver.di-Logo und im Hintergrund demonstrierende WDR-Mitarbeiter mit Protestschildern. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

di verschärft den Tarifkonflikt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ab Mittwoch, 02:00 Uhr, legen die Beschäftigten des Westdeutschen Rundfunks (WDR) und des Beitragsservice für 48 Stunden die Arbeit nieder.

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Der Schritt ist die direkte Folge der ergebnislosen fünften Verhandlungsrunde am 9. Juni. Die Gewerkschaft erhöht damit den Druck auf die Arbeitgeber.

Was die Gewerkschaft fordert

ver.di verlangt für die WDR-Angestellten eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent – mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Für Auszubildende soll die Vergütung um monatlich 200 Euro steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags ist auf zwölf Monate angesetzt.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 1. Juli terminiert. Ob bis dahin eine Einigung gelingt, ist offen.

Streiks auch an Unikliniken

Parallel zum WDR-Streik laufen in Baden-Württemberg bereits Arbeitskampfmaßnahmen. Rund 1.600 Beschäftigte der Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen legten am Montag und Dienstag die Arbeit nieder. Operationssäle blieben geschlossen, die Notversorgung lief weiter.

Dort fordert ver.di 7,5 Prozent mehr Lohn sowie eine soziale Komponente von mindestens 320 Euro. Die Arbeitgeberseite (AGU) kritisiert die Streiks und verweist auf die schwierige wirtschaftliche Lage der Kliniken. Die Gewerkschaft kontert: Die Arbeitgeber hätten kein Angebot vorgelegt und zudem einen bestehenden Rationalisierungsschutz-Tarifvertrag gekündigt. Die Verhandlungen für die Unikliniken sollen am Mittwoch fortgesetzt werden.

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Handel und Postbank: Nächste Eskalationsstufe

Auch im Einzel- und Großhandel in Niedersachsen und Bremen ist für Mittwoch ein Warnstreik angekündigt. In Hannover ist eine zentrale Kundgebung geplant. Die Forderung: sieben Prozent mehr Lohn und ein Mindeststundenlohn von 14,90 Euro im Einzelhandel.

Im Finanzsektor geht es noch härter zur Sache. Bei der Postbank erklärte ver.di die Tarifgespräche am Dienstag für gescheitert. Ab Mittwoch läuft dort eine Urabstimmung über unbefristete Streiks – bis zum 3. Juli. Nötig ist eine Zustimmung von 75 Prozent der Stimmberechtigten. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro monatlich. Eine vierte Verhandlungsrunde ist für den 30. Juni in Berlin angesetzt.

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