USA-Geschäft, Exporte

USA-Geschäft boomt: Deutsche Exporte springen um 23,1%

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 22:10 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Deutsche Exporte legen im Mai überraschend zu, während Importe sinken. Der Handelsbilanzüberschuss steigt auf 19,1 Milliarden Euro.

Deutsche Exporte steigen im Mai: USA-Geschäft treibt Wachstum
USA-Geschäft - Ein geschäftiger Containerhafen bei Sonnenuntergang, mit einem großen Frachtschiff, das beladen wird, und Kränen im Hintergrund. 09.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Zum vierten Mal in Folge verzeichneten die Ausfuhren ein moderates Wachstum. Mit einem Plus von 0,9 Prozent gegenüber April stiegen die Exporte auf 137,9 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit einem leichten Rückgang gerechnet.

USA-Geschäft boomt, EU-Handel schwächelt

Besonders kräftig fiel das Plus bei den Ausfuhren in die Vereinigten Staaten aus. Sie stiegen um satte 23,1 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Auch China legte zu: plus 7,1 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Dagegen lief es mit den EU-Partnern schlechter. Die Exporte in die Mitgliedstaaten sanken um 1,1 Prozent auf 78,3 Milliarden Euro.

Insgesamt übertraf die Entwicklung die Erwartungen. Im Vergleich zum Mai 2025 legten die Exporte um 6,1 Prozent zu. „Deutsche Produkte sind weltweit weiterhin stark gefragt“, sagt der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Der Welthandel werde zwar volatiler, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sei aber ungebrochen.

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Importe sinken – Handelsbilanzüberschuss steigt

Während die Exporte zulegten, gingen die Importe zurück. Sie fielen um 2,5 Prozent auf 118,8 Milliarden Euro. Das lag vor allem an geringeren Lieferungen aus China. Die Importe aus den USA stiegen dagegen um 11,5 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro.

Die gegenläufige Entwicklung ließ den Handelsbilanzüberschuss kräftig steigen. Er lag im Mai bei 19,1 Milliarden Euro. Im April waren es noch 14,7 Milliarden Euro gewesen. Zum Vergleich: Im Mai 2025 betrug der Überschuss 18,8 Milliarden Euro.

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Konjunktur hellt sich auf – Risiken bleiben

Die Zahlen stimmen Ökonomen optimistisch. „Der Mai war ein guter Monat für die deutsche Wirtschaft“, sagt der Chefvolkswirt der VP Bank. Eine befürchtete Wachstumsdelle im zweiten Quartal werde nun unwahrscheinlicher. Nach einem Plus von 0,3 Prozent im ersten Quartal liegen die Prognosen für das Gesamtjahr 2026 bei etwa 0,5 Prozent.

Ein gewisses Risiko bleibt die geopolitische Lage. Das Wiederaufflammen des Iran-Konflikts sorgt für Unsicherheit an den Märkten. Dennoch hellt sich die Stimmung in der Exportwirtschaft langsam auf. Die Ifo-Exporterwartungen stiegen im Juni auf minus 3,7 Punkte – nach minus 5,7 Punkten im Vormonat.

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