Trump, Powell

Trump irritiert Powell mit neuer Zahl zu Umbaukosten

24.07.2025 - 23:13:35

US-Präsident Donald Trump hat US-Notenbank-Chef Jerome Powell mit angeblich neuen Zahlen zu den steigenden Kosten der Renovierungsarbeiten der Federal Reserve (Fed) merklich irritiert.

"Ich habe das noch von niemandem gehört", sagte der Powell zu Trump, als dieser ihm bei einem Besuch der Notenbank mit gestiegenen Ausgaben von 3,1 Milliarden US-Dollar konfrontierte. Powell schüttelte sichtbar den Kopf. Beim Sichten eines Schreibens, das Trump ihm aushändigte, stellte der Fed-Chef fest: "Das ist ein Gebäude, das bereits gebaut wurde. Es wurde vor fünf Jahren fertiggestellt."

Zwischen Trump und Powell herrscht seit Längerem eine Fehde. Immer wieder forderte der Präsident Leitzinssenkungen, während Powell angesichts bestehender Inflationsrisiken auf eine umsichtige Geldpolitik setzt und mit Zinssenkungen zögert. Weil sich der Notenbank-Chef nicht fügen will, drohte Trump bereits mehrfach mit dessen Entlassung. Die Hürden dafür sind aber hoch: Dafür ist ein "wichtiger Grund" nötig. Juristisch ist die Frage, ob ein US-Präsident einen Notenbank-Chef entlassen kann, nicht vollständig geklärt.

Plötzlich sanftere Töne von Trump

Bei dem Rundgang am Donnerstag stimmte Trump in Gegenwart von Powell dann andere Töne an: "Ich glaube, dass er das Richtige tun wird", sagte Trump. Die Entlassung des Notenbankchefs sei eine "große Sache". Zugleich bekräftigte Trump aber seine Forderung nach einer Senkung des Leitzinses.

Warum Trump bei der Begehung der Fed plötzlich von Renovierungskosten in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar sprach und dabei wohl Ausgaben für ein bereits abgeschlossenes Projekt einbezog, war zunächst unklar. Trump hatte jüngst noch von 2,5 Milliarden Dollar gesprochen. Klar ist hingegen, dass der Umbau der Notenbank teurer wird als ursprünglich gedacht - das hatte Trump zuletzt immer wieder genutzt, um seinen Rücktrittsforderungen mehr Gewicht zu geben.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Internationale Notenbanker stellen sich hinter Fed-Chef Der von US-Präsident Donald Trump unter Druck gesetzte Fed-Chef Jerome Powell bekommt Rückendeckung von führenden Notenbankern weltweit. (Boerse, 13.01.2026 - 12:18) weiterlesen...

New York: Etwas Ernüchterung nach Höhenflug - Trump vs. Powell Nach ihrem jüngsten Höhenflug in Rekordnähe haben die US-Aktienmärkte zum Start der neuen Börsenwoche einen moderaten Dämpfer erhalten. (Boerse, 12.01.2026 - 17:10) weiterlesen...

Aktien New York: Etwas Ernüchterung nach Höhenflug - Trump attackiert Powell Nach ihrem jüngsten Höhenflug in Rekordnähe haben die US-Aktienmärkte zum Start der neuen Börsenwoche einen moderaten Dämpfer erhalten. (Boerse, 12.01.2026 - 16:07) weiterlesen...

Aktien New York Ausblick: Unter Druck erwartet - Trump attackiert Powell Die US-Börsen steuern am Montag in Rekordnähe auf einen schwächeren Handelsauftakt zu. (Boerse, 12.01.2026 - 14:59) weiterlesen...

Fed-Chef Powell spricht von Einschüchterungsversuch WASHINGTON - Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank spitzt sich weiter zu: Jerome Powell hat strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurückgewiesen. (Boerse, 12.01.2026 - 13:20) weiterlesen...

Powell spricht von Einschüchterungsversuch Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank spitzt sich weiter zu: Jerome Powell hat strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurückgewiesen."Die Drohung mit einer Anklage ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze nach bestem Wissen und Gewissen im öffentlichen Interesse festlegt und nicht den Präferenzen des Präsidenten folgt", sagte Powell. (Boerse, 12.01.2026 - 06:00) weiterlesen...