Union und SPD bekräftigen Rückhalt für Soldaten in Litauen
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 18:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Panzerbrigade dient dem verstärkten Schutz der Nato-Ostflanke.
Frei sagte der "Rheinischen Post": "Wir werden sicherstellen, dass die Frauen und Männer ihrem Dienst in Litauen in einem attraktiven Umfeld nachkommen können." Mit der dauerhaften Stationierung zeige Deutschland, "dass unsere Zusagen gelten und die Zeitenwende hier Gestalt annimmt. Wir stehen zu unserer Bündnissolidarität."
Abgeordnete trügen eine herausgehobene Verantwortung für die Soldatinnen und Soldaten, sagte Frei: "Das gilt ganz besonders für die Angehörigen der Bundeswehr, die im Ausland stationiert sind und mit dazu beitragen, den Frieden und die Freiheit in Europa zu schützen."
Miersch sagte dem Blatt: "Die Soldatinnen und Soldaten der Litauen-Brigade schützen mit ihrem Einsatz unsere Freiheit in Deutschland und Europa." Das sei keine Selbstverständlichkeit, "sondern ein tägliches Zeichen großer Solidarität mit ihren Mitmenschen in Deutschland und unseren europäischen Partnern." Die Bundeswehr-Angehörigen in Litauen würden deshalb nicht nur als Soldatinnen und Soldaten wahrgenommen, "sondern als willkommene Gäste".
Verstärkter Schutz der Nato-Ostflanke
Mit der Panzerbrigade 45 in Litauen reagiert Deutschland auf eine wachsende Bedrohung durch Russland. Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad und an Russlands engen Verbündeten Belarus. Die Brigade soll bis Ende 2027 mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein.
Die Panzerbrigade 45 wurde im April 2025 formal in Dienst gestellt. Mit ihrer Stationierung betrat die Bundeswehr militärisch Neuland: Es handelt sich um die erste dauerhafte Stationierung eines Großverbandes im Ausland.
