Umsatzsteuer, Pauschalzoll

Umsatzsteuer: Pauschalzoll von 3 Euro ab Juli für Kleinpakete

03.07.2026 - 03:49:53 | boerse-global.de

Neue Umsatzgrenzen und Meldefristen prägen die Kleinunternehmerregelung 2026. Die Digitalisierung der Steuerverwaltung schreitet voran.

Kleinunternehmer 2026: Neue Grenzen und Pflichten im Überblick
Umsatzsteuer - Eine Nahaufnahme einer Hand, die einen Taschenrechner hält, mit einem Stapel Rechnungen und deutschen Steuerdokumenten im Hintergrund. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Wer die Schwellenwerte von 25.000 Euro (Vorjahr) und 100.000 Euro (laufendes Jahr) überschreitet, rutscht automatisch in die Regelbesteuerung.

EU-weite Registrierung wird Pflicht

Seit 2025 müssen Kleinunternehmer beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) registriert sein, wenn sie von der EU-weiten Regelung Gebrauch machen. Der Haken: Vom Vorsteuerabzug sind sie weiterhin ausgeschlossen. Dafür gibt es regelmäßige Quartalsmeldungen – die Frist fürs zweite Quartal endet am 31. Juli 2026.

Neue Bescheinigungen für Bau und Reinigung

Das Bundesfinanzministerium hat die Muster für Steuerschuldnerschafts- und Ansässigkeitsbescheinigungen aktualisiert. Das betrifft vor allem Kleinunternehmer aus Bau und Gebäudereinigung. Die neuen Vorlagen sind jetzt drei Jahre gültig, die Ansässigkeitsbescheinigung nur ein Jahr. Praktisch: Maschinell erstellte Bescheinigungen kommen ohne Unterschrift und Dienstsiegel aus.

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Digitalisierung beschleunigt sich

Im Juli 2026 bringt Wolters Kluwer mit ADDISON Direkt eine neue Plattform für Steuerkanzleien an den Start. Sie soll Dokumentenmanagement und Bankabgleich effizienter machen – mit Fokus auf E-Rechnungen über den PEPPOL-Standard. Für Kleinunternehmer wird das Thema elektronische Rechnungsstellung damit immer relevanter.

Seit dem 1. Januar 2026 müssen zudem nicht in der EU ansässige Unternehmer Rechnungen und Einfuhrbelege digital über das BZSt-Portal einreichen – sofern der Betrag 250 Euro übersteigt.

Jahressteuergesetz bringt weitere Neuerungen

Die umsatzsteuerliche Organschaft nach Paragraf 2c UStG wird erst zum 1. Januar 2029 neu geregelt – dann rein elektronisch. Ab 2027 sollen Nachzahlungszinsen auf 0,3 Prozent pro Monat steigen.

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Seit dem 1. Juli 2026 gelten spezielle Regeln für pauschalierende Landwirte: Beim Verkauf von Anlagevermögen müssen sie 19 Prozent Regelbesteuerung zahlen. Gleichzeitig fiel die Zollfreigrenze von 150 Euro für Kleinpakete aus Drittstaaten. Stattdessen gibt es jetzt einen Pauschalzoll von 3 Euro – für fairen Wettbewerb und mehr Produktsicherheit, so die Behörden.

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