Ukraine-Sanktionen: 120 Personen und 31 Unternehmen auf schwarzer Liste
30.05.2026 - 19:19:03 | boerse-global.de
Die Ukraine hat ihre nationalen Sanktionen mit dem 20. EU-Restriktionspaket synchronisiert. 120 Personen und Organisationen stehen nun auf der schwarzen Liste.
Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete am 29. Mai 2026 die Dekrete Nr. 447/2026 und 448/2026. Die Maßnahmen richten sich gegen Akteure, die Russlands Militär- und Wirtschaftsinteressen unterstützen. Im Fokus stehen Unternehmen aus der Rüstungsindustrie, der elektronischen Kriegsführung und der Drohnenkomponenten-Lieferkette.
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Sanktionen gegen Schlüsselindustrien
Die aktualisierte Liste zielt besonders auf den Verteidigungssektor und die Energiewirtschaft ab. Auch Unternehmen aus dem Bereich der Förderung von Öl, Gas und Gold sind betroffen. Konkret genannt werden unter anderem die Firma Atlant Aero LLC, die auf Drohnenkomponenten spezialisiert ist, sowie Irz-Sviaz LLC, ein Unternehmen für Kommunikationssysteme unbemannter Luftfahrzeuge und Raketen.
Insgesamt sind 31 Unternehmen betroffen. Sie haben ihren Sitz in Russland, Belarus, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kirgisistan, Kasachstan und Usbekistan. Auch Firmen in besetzten Gebieten sind erfasst.
Personen und internationale Partner im Visier
Die neuen Dekrete verhängen persönliche und wirtschaftliche Beschränkungen gegen 16 russische Staatsbürger. Darunter finden sich die Staatsanwältin Ljudmila Balandina, der Richter Dmitri Gordejew und die Medienfigur Maria Sittel.
Die Synchronisierung reicht über Russland hinaus. Die Ukraine verhängte Sanktionen gegen 19 iranische Staatsbürger und 11 iranische Unternehmen, die mit der Produktion von ballistischen Raketen und Drohnen in Verbindung stehen. Zudem wurden sieben sudanesische Staatsbürger auf die Liste gesetzt.
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Umsetzung und Ausblick
Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (NSDC), Rustem Umerow, überwacht die Umsetzung der Sanktionen. Beteiligt sind das Kabinett, der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) und die Nationalbank. Das Außenministerium informiert internationale Partner über die abgeschlossene Synchronisierung.
Die Angleichung erfolgte nach der Zustimmung der EU-Botschafter zum 20. Sanktionspaket am 22. April 2026. Regierungsberater Wladyslaw Wlassjuk deutete bereits an, dass an einem 21. Sanktionspaket gearbeitet werde. Auch die EU-Kommission signalisierte Fortschritte. Das Hauptziel bleibt die Verhinderung von Sanktionsumgehungen und die Stärkung der regionalen Sicherheit.
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