Trusted Euro Technology: Neues Siegel prüft europäische IT-Anbieter ab Oktober
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 18:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die in Wien ansässige Trusted E-Technology GmbH, die Ende Juli 2026 gegründet wurde, bringt eine neue Initiative auf den Weg. Wie aus Medienberichten von Ende September 2026 hervorgeht, startet das Unternehmen die Plattform Trusted Euro Technology (TET).
Diese Plattform stellt ein öffentliches Verzeichnis bereit und zertifiziert europäische IT-Lösungen in den Bereichen Cloud, künstliche Intelligenz (KI) und Infrastruktur. Ziel der Initiative ist es, die Sichtbarkeit von Technologieanbietern aus Europa maßgeblich zu erhöhen.
Hohe Importquote bei digitalen Produkten im EU-Raum
Der Handlungsbedarf im europäischen IT-Sektor gilt als hoch. Nach Angaben des Wiener Start-ups stammen derzeit über 80 % der in den Ländern der Europäischen Union genutzten digitalen Produkte, Dienstleistungen, Infrastrukturen sowie des geistigen Eigentums aus Ländern außerhalb der EU. Diese starke Abhängigkeit von Drittstaaten soll durch das neue Zertifizierungssystem verringert werden.
Laut dem Geschäftsführer Emanuel Peruzzi haben bereits 90 % der Entscheidungsträger in der DACH-Region konkrete Maßnahmen zur Stärkung der eigenen digitalen Unabhängigkeit ergriffen oder planen entsprechende Schritte für die Zukunft.
Umfassendes Prüfverfahren nach europäischen Standards
Das von der Trusted E-Technology GmbH entwickelte Prüfsystem soll eine verlässliche Orientierung im Markt bieten. Es untersucht die teilnehmenden IT-Anbieter in verschiedenen Kategorien. Dazu gehören die Eigentumsverhältnisse, die Daten- und KI-Infrastruktur, die Produktentwicklung sowie potenzielle operative Abhängigkeiten.
Über 80 % der in der EU genutzten digitalen Produkte stammen aus Drittstaaten — und ab Oktober 2026 startet ein neues europäisches Zertifizierungssystem, das Eigentum, Datenhoheit und Betrieb von IT-Anbietern prüft. Wer seinen Anbieter-Mix jetzt strukturiert bewertet, verschafft sich einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Jetzt kostenlosen Souveränitäts-Report anfordern
Das Verfahren orientiert sich an bestehenden Vorgaben wie dem Cloud-Souveränitäts-Rahmenwerk der Europäischen Union und den Leitlinien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI C3A).
Das Zertifizierungssystem deckt eine breite Palette an Technologiesektoren ab. Dazu zählen Software-as-a-Service (SaaS) und Plattformen, Werbetechnologie, Finanztechnologie, Gesundheitstechnologie, Behördentechnologie, das industrielle Internet der Dinge, KI-Start-ups sowie der Bereich Deep Tech.
Zeitplan und erste Partner der neuen Plattform
Die Einführung des Siegels erfolgt schrittweise. Der erste Standard mit dem Schwerpunkt auf den Eigentumsverhältnissen, bezeichnet als „Europäische Eigentumsverhältnisse“ (European Ownership), ist für Oktober 2026 angekündigt.
Viele Einkaufsentscheidungen scheitern an fehlender Vergleichbarkeit: Zertifikate sind uneinheitlich, Anbieter-Abhängigkeiten bleiben intransparent. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie Anbieter nach BSI C3A prüfen und einen Rezertifizierungs-Fahrplan bis 2027 aufsetzen — bevor die neuen Siegel zum Maßstab werden. Souveränitäts-Checkliste jetzt sichern
Weitere spezifische Siegel sollen bis zum ersten Quartal 2027 folgen. Um die Aktualität und Aussagekraft des Gütesiegels dauerhaft zu gewährleisten, müssen sich die zertifizierten Unternehmen einer jährlichen Rezertifizierung unterziehen.
Zum Start der Plattform konnten bereits erste Partner gewonnen werden. Als erste Nutzer des Systems treten die Unternehmen Adform und smartclip auf. Zudem unterstützt die Branchenvereinigung iab austria das Projekt als Verbandspartner.
