Deutschland, USA

Weniger Einbußen für Exporteure im US-Geschäft 2026

01.12.2025 - 05:00:10 | dpa.de

Trumps Zölle treffen die Exportnation Deutschland hart. Dennoch werden die USA nach Einschätzung von Experten auf absehbare Zeit der wichtigste Markt für «Made in Germany» bleiben.

  • Deutschlands Maschinenbauer fordern angesichts massiver Einbußen im US-Geschäft Ausnahmen von Zöllen. (Symbolbild) - Foto: Bernd Weißbrod/dpa
  • Seit 2015 sind die USA wichtigster Einzelmarkt für Waren aus deutscher Produktion. (Symbolbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
  • Die höheren US-Zölle setzen die exportorientierte deutsche Wirtschaft unter Druck. (Symbolbild) - Foto: Jens Büttner/dpa
  • Nach einem Dämpfer im Sommer haben die deutschen Exporte im September überraschend deutlich zugelegt. (Symbolbild) - Foto: Oliver Berg/dpa
Deutschlands Maschinenbauer fordern angesichts massiver Einbußen im US-Geschäft Ausnahmen von Zöllen. (Symbolbild) - Foto: Bernd Weißbrod/dpa Seit 2015 sind die USA wichtigster Einzelmarkt für Waren aus deutscher Produktion. (Symbolbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Die höheren US-Zölle setzen die exportorientierte deutsche Wirtschaft unter Druck. (Symbolbild) - Foto: Jens Büttner/dpa Nach einem Dämpfer im Sommer haben die deutschen Exporte im September überraschend deutlich zugelegt. (Symbolbild) - Foto: Oliver Berg/dpa

Deutschlands Exporteure müssen wegen der Zollpolitik der Trump-Regierung auch im kommenden Jahr mit Einbußen in ihrem wichtigsten Markt USA rechnen. «Nach dem starken Rückgang 2025 dürfte das Minus aber geringer ausfallen», prognostiziert die bundeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI). 

Für das laufende Jahr rechnet GTAI mit einem Rückgang der Ausfuhren von Waren «Made in Germany» in die Vereinigten Staaten um acht bis neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mittelständisch geprägter Maschinenbau fordert Druck auf Trump 

Seit dem 7. August gelten für die meisten Importe aus der Europäischen Union in die USA Zölle von 15 Prozent. Die Zölle für Stahl und Aluminium hatte US-Präsident Donald Trump Anfang Juni auf 50 Prozent hochgeschraubt. 

Zwar konnte die EU-Kommission in Verhandlungen erreichen, dass wichtige Branchen wie die Kfz-Industrie davon ausgenommen sind. «Doch der mittelständische Maschinenbau wird weiter stark belastet», stellt GTAI fest. Der Branchenverband VDMA fordert erst jüngst mehr Druck aus Brüssel auf Trump, um weitere Zollerleichterungen zu erreichen.

Amtlichen Zahlen zufolge erholten sich die deutschen Ausfuhren in die USA nach fünf Monaten mit teils heftigen Rückgängen im September zwar etwas. Der Abstand zum von Zollanhebungen unbelasteten Vorjahresmonat betrug aber immer noch 14 Prozent.

Konsum in den USA droht «abgewürgt» zu werden

Im kommenden Jahr dürfte nach Einschätzung von GTAI in den USA ein schwächelnder Arbeitsmarkt und steigende Inflation den Konsum als mit Abstand wichtigste Stütze der US-Konjunktur abwürgen. Zudem hätten viele Unternehmen die höheren Einfuhrzölle im laufenden Jahr noch nicht an ihre Kunden weitergereicht - «dies dürften sie 2026 nachholen».

In klassischen Branchen wie Industrie, Landwirtschaft und Bau bleiben die Wachstumsaussichten in den USA nach Einschätzung der Experten schwach. Das treffe deutsche Exporteure, deren Lieferungen vor allem in diese Bereiche gehen. Zu den wichtigsten deutschen Exportgütern zählen Arzneimittel und Chemikalien, Maschinen und Anlagen, Kraftfahrzeuge sowie Elektronik.

USA bleiben wichtigster Exportmarkt für deutsche Firmen

«Trotz des Rückgangs sind die USA weiter der wichtigste Ausfuhrmarkt für deutsche Waren - und dürften es auf absehbare Zeit bleiben», heißt es in der GTAI-Analyse. Das Geschäft schwächle auf sehr hohem Niveau.

Seit 2015 sind die USA wichtigster Einzelmarkt für «Made in Germany». Im Jahr 2024 verkauften deutsche Firmen Waren im Gesamtwert von 161,4 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten. Auf Basis der bis Ende September vorliegenden Zahlen des Statistischen Bundesamtes rechnet GTAI für 2025 mit einem Wert knapp unter der Marke von 150 Milliarden Euro.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
wirtschaft | 68402190 |

Weitere Meldungen

Raumfahrtministerin zu Mond-Mission: Deutschland mit an Bord. Die Bundesforschungsministerin lobt die europäische Technik, die mit an Bord ist. Erstmals seit mehr als 50 Jahren sind wieder Menschen in Richtung Mond unterwegs. (Wissenschaft, 02.04.2026 - 00:57) weiterlesen...

Deutsche Astronauten wären gerne mit zum Mond geflogen. Deutsche Astronauten schauen beim Start vor Ort nur zu - aber das könnte sich ändern. Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen auf dem Weg zum Mond. (Wissenschaft, 02.04.2026 - 00:46) weiterlesen...

Letzte Chance auf WM-Tickets: Was Fans wissen müssen. Nach den Playoff-Spielen startet die FIFA nun die letzte Verkaufsphase. Fragen und Antworten zu den Themen Kosten, Visum und Sicherheit. Wer bei der Fußball-WM live dabei sein will, muss schnell sein. (Sport, 01.04.2026 - 07:21) weiterlesen...

Forscher warnen: Evakuierung aus Flugzeugen dauert zu lang. Doch der steigende Anteil älterer Passagiere erschwert dieses Ziel. Forscher haben nun Lösungsvorschläge. Die Evakuierung von Menschen aus einem Flugzeug soll maximal 90 Sekunden dauern. (Wissenschaft, 01.04.2026 - 04:30) weiterlesen...

Ostbeauftragte: PCK-Raffinerie in Brandenburg ist gesichert. Seit kurzem drohen keine US-Sanktionen mehr. Die Ostbeauftragte kommt nach Schwedt. Sie sieht PCK als Modell. Die Raffinerie PCK gehört mehrheitlich deutschen Töchtern des russischen Konzerns Rosneft. (Wirtschaft, 31.03.2026 - 10:12) weiterlesen...

Schröders Cavaliers mit Schritt Richtung NBA-Playoffs. Victor Wembanyama bricht einen Uralt-Rekord der NBA. Und im Duell der beiden besten Teams aus Ost und West ist es spannend bis zur letzten Sekunde. Die Cavaliers sind auf direktem Weg in die Playoffs. (Sport, 31.03.2026 - 06:46) weiterlesen...