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Trump: Sprechen mit Moskau und Peking über atomare Abrüstung

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 10:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
US-Präsident Trump ist nach eigenen Angaben in Gesprächen mit Russland und China über atomare Abrüstung.

"Ich würde die Denuklearisierung sehr gerne vorantreiben", sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) im Interview des ultrakonservativen US-Senders Newsmax. Er spreche "viel" mit beiden Atommächten über das Thema.

Chinas Atomwaffenarsenal liege noch hinter jenen der USA und Russlands zurück, allerdings erwarte er, dass Peking innerhalb der nächsten fünf Jahre zu den USA aufschließen werde. China sei daher weniger dazu bereit, abzurüsten, sagte Trump. Gespräche fänden dennoch statt.

Angesprochen auf Trumps Aussagen erinnerte Chinas Außenamt die USA an ihre "besondere Pflicht" zur Abrüstung als Nation mit einem "riesigen Nukleararsenal". Chinas Nuklearstärke liege nicht in der Größenordnung jener der USA oder Russlands, sagte Sprecherin Mao Ning in Peking. Von China eine Teilnahme an Verhandlungen über nukleare Abrüstung zu verlangen, sei daher unfair und nicht umsetzbar, fuhr sie fort.

Keine genauen Angaben zu Gesprächen

Mehr Details nannte der US-Präsident nicht. Trump hatte bereits früher gesagt, dass es Gespräche zwischen den drei Staaten über atomare Abrüstung gebe. Angaben zu konkreten Verhandlungsrunden oder Ergebnissen machte Trump allerdings nicht. China hatte Abrüstungsgespräche mit den USA und Russland im Jahr 2020 abgelehnt.

Laut einem Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Russland über 5.420 Atomsprengköpfe, die USA über 5.042. China baue sein Atomwaffenarsenal derweil schneller aus als jedes andere Land. Bei seiner Militärparade 2025 präsentierte das Land mehrere neue Nuklearsysteme und verfügt inzwischen nach Sipri-Schätzungen insgesamt über rund 620 Atomsprengköpfe.

Bisheriger Rüstungskontrollvertrag ausgelaufen

Im Februar lief der Rüstungskontrollvertrag New Start zwischen Russland und den USA aus, ohne dass ein Nachfolgeabkommen zustande kam. Trump warb danach für ein neues Abkommen, ließ aber offen, wer genau an der Ausarbeitung eines neuen Vertrages beteiligt sein sollte. New Start begrenzte die Zahl der strategischen Nuklearsprengköpfe auf 1.550 Stück für jede Seite, die Zahl der einsatzbereiten Abschussvorrichtungen auf 700.

Sipri warnte in seinem Bericht im Juni, ohne Nachfolgeabkommen könnten Russland und die USA theoretisch viele hundert Sprengköpfe auf bestehende Trägersysteme laden. Die Forscher sprachen von einem neuen nuklearen Wettrüsten.

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