Treppensteigen, Studie

Treppensteigen: Studie belegt 39% Reduktion kardiovaskulärer Todesfälle

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 11:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Meta-Analyse mit über 480.000 Teilnehmern zeigt: Regelmäßiges Treppensteigen reduziert das Sterberisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 39 Prozent. Die Ergebnisse wurden auf dem ESC-Kongress präsentiert.

Treppensteigen senkt Herz-Kreislauf-Risiko: Neue ESC-Studie belegt 39 Prozent weniger Todesfälle
Eine Person in Business-Kleidung geht eine Treppe in einem hellen Bürogebäude hinauf. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine aktuelle Untersuchung der University of East Anglia und des Norfolk and Norwich University Hospital (NNUH) liefert neue Erkenntnisse zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Laut den am 13. August 2026 vorgestellten Studiendaten kann bereits regelmäßiges Treppensteigen das Risiko, an einer kardiovaskulären Erkrankung zu versterben, um 39 Prozent reduzieren. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung einfacher körperlicher Aktivitäten für die langfristige Gesundheit.

Umfangreiche Datenbasis aus Langzeitbeobachtungen

Die Wissenschaftler stützten ihre Analyse auf einen umfangreichen Datensatz von über 480.000 Teilnehmern. Die Probanden im Alter zwischen 35 und 84 Jahren stammten aus insgesamt neun verschiedenen Studien. Ein wesentliches Merkmal der Untersuchung der University of East Anglia und des NNUH ist die mediane Beobachtungsdauer von 14 Jahren, welche die Validität der Aussagen über langfristige gesundheitliche Auswirkungen festigt.

Die Ergebnisse der Meta-Analyse wurden am 13. August 2026 auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) der Fachöffentlichkeit präsentiert. Bereits am 12. August 2026 war die Studie zudem im Fachmagazin American Journal of Cardiovascular Drugs veröffentlicht worden, was die wissenschaftliche Relevanz der Untersuchung unterstreicht.

Reduktion schwerer gesundheitlicher Komplikationen

Neben der Senkung der Sterblichkeitsrate infolge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigt die Auswertung der Forscher auch positive Effekte auf das allgemeine Sterberisiko, welches durch das Treppensteigen um insgesamt 24 Prozent sank. Die Daten der University of East Anglia und des NNUH verdeutlichen, dass diese Form der Bewegung zudem das Risiko für schwerwiegende Ereignisse wie Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herzinsuffizienz verringert.

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Diese Erkenntnisse gewinnen insbesondere im Kontext der ergonomischen Gestaltung des Büroalltags an Bedeutung. In einer Arbeitswelt, die häufig durch langes Sitzen geprägt ist, bietet die Integration kurzer Bewegungseinheiten ein erhebliches Präventionspotenzial gegen die negativen Folgen mangelnder Aktivität. Die Studie liefert damit eine wissenschaftliche Grundlage für Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Empfehlungen für den Alltag und die Menge der Aktivität

Hinsichtlich der Intensität der täglichen Aktivität geben die Studiendaten konkrete Anhaltspunkte für die Praxis. Die gesundheitlichen Vorteile nehmen den Analysen der University of East Anglia und des NNUH zufolge bis zu einem Pensum von etwa sechs Stockwerken pro Tag stetig zu.

Eine ergänzende Analyse von über 450.000 Teilnehmern aus fünf Studien, die ebenfalls am 12. August 2026 herangezogen wurde, bestätigt die Risikoreduktionen von 39 Prozent bei kardiovaskulären Todesfällen beziehungsweise 24 Prozent beim Gesamtsterberisiko.

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Experten werten die Ergebnisse als Beleg dafür, dass niederschwellige Bewegungsangebote einen entscheidenden Beitrag zur Volksgesundheit leisten können.

Da Treppensteigen in den meisten Arbeits- und Wohnumgebungen ohne zusätzliche Ausrüstung oder zeitaufwendige Vorbereitung möglich ist, stellt es eine besonders zugängliche Methode zur Senkung der kardiovaskulären Morbidität dar. Die Forscher betonen, dass gerade die Regelmäßigkeit dieser einfachen Belastung den Ausschlag für die beobachteten Schutzeffekte gibt.

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