THG-Quote 2026: E-Auto-Fahrer verdienen bis zu 400 Euro
21.06.2026 - 23:04:12 | boerse-global.de
Wer sein Elektroauto bei einem Anbieter anmeldet, verkauft die eingesparten CO?-Zertifikate an Unternehmen. Diese müssen ihre Emissionen ausgleichen. Für 2026 zeichnet sich eine breite Preisspanne ab.
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Garantierte Prämie oder Risiko: Die Unterschiede sind enorm
Marktbeobachter gehen von steuerfreien Erlösen zwischen 165 und 215 Euro aus. Spezialisierte Plattformen locken mit deutlich mehr. Ein Anbieter stellte Mitte Juni eine garantierte Prämie von 360 Euro in Aussicht. Wer auf die Risiko-Prämie setzt, kann sogar 400 Euro erhalten. Für eine schnelle Auszahlung innerhalb weniger Tage gibt es rund 310 Euro.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Preise deutlich erholt. 2025 lag die Auszahlung meist zwischen 80 und 100 Euro. Viele Halter ließen ihre Ansprüche damals verfallen. Die Frist für 2025 endete im Februar 2026.
Wer bekommt die Prämie? Die Hürden im Detail
Die Beantragung erfordert die Zulassungsbescheinigung Teil 1. Das klingt banal, wird aber für viele landwirtschaftliche Fahrzeuge zum Problem.
E-Hoflader etwa gelten oft als selbstfahrende Arbeitsmaschinen. Sind sie langsamer als 20 km/h, besteht keine Zulassungspflicht. Ohne Zulassungsbescheinigung lehnen aber sowohl private Anbieter als auch das Umweltbundesamt ab. Betroffenen bleibt nur die freiwillige Zulassung – am besten vorab mit dem Händler abgestimmt.
Plug-in-Hybride sind grundsätzlich von der Prämie ausgeschlossen.
Steuererklärung wird digitaler – was das für die THG-Quote bedeutet
Die Finanzbehörden wollen die Erfassung der THG-Erlöse vereinfachen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil treibt die „MeinELSTER+“-App voran. Ab Juli 2026 können Arbeitnehmer und Rentner ihre Steuererklärung damit mit minimalem Aufwand einreichen. Die App greift auf bereits hinterlegte Behörden-Daten zu.
Neue Fahrzeugklasse und bidirektionales Laden: Was kommt 2027?
Die EU-Kommission plant ab Anfang 2027 die neue Kategorie „M1E“ (E-Klasse). Sie ist für kompakte Elektroautos bis 4,20 Meter Länge gedacht. Hersteller profitieren von einem zehnjährigen Verzicht auf neue Assistenzsysteme und besonderen Anrechnungsfaktoren auf die CO?-Bilanz – sofern die Produktion in der EU erfolgt.
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Parallel dazu gewinnt das bidirektionale Laden an Fahrt. Ein Forschungsprojekt in Norddeich testet, wie parkende E-Autos als Zwischenspeicher für elektrische Inselfähren dienen können. Solche Konzepte könnten künftig zusätzliche Vergütungsmodelle für E-Auto-Besitzer eröffnen. Das Projekt läuft vorerst bis Anfang 2027.
