Straßengüterverkehr: Fahrtenschreiber-Pflicht für kleinere Transporter ab Juli
29.06.2026 - 22:09:41 | boerse-global.de
Ab dem 1. Juli 2026 gelten verschärfte Regeln für Arbeits- und Ruhezeiten, neue Nachrüstpflichten für leichtere Nutzfahrzeuge und eine Kilometer-Maut in den Niederlanden. Transportunternehmen müssen sich auf deutlich höhere Kosten einstellen.
Fahrtenschreiber-Pflicht für kleinere Transporter
Bisher betraf die Pflicht zum digitalen Fahrtenschreiber vor allem schwere Lkw. Das ändert sich jetzt. Ab Juli müssen auch Transporter zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen im grenzüberschreitenden Verkehr mit den Geräten der zweiten Generation ausgestattet sein. Ziel ist die bessere Kontrolle der Arbeits- und Ruhezeiten.
Die Schweiz zieht parallel nach: Dort gelten ab demselben Datum neue Arbeits- und Ruhezeiten für Lieferwagen über 2,5 Tonnen. Die Chauffeurverordnung sieht strengere Kontrollen und Dokumentationspflichten vor.
IRU fordert einheitliche Sicherheitsstandards
Die International Road Transport Union (IRU) drängt auf EU-weite Regeln für Sicherheitsupdates der digitalen Tachographen. Der Verband fordert Rechtssicherheit und gleiche Wettbewerbsbedingungen. Ein zentraler Streitpunkt: Wer zahlt für die Behebung von Sicherheitslücken in der Software?
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Niederlande führen Kilometer-Maut ein
In den Niederlanden wird die Eurovignette durch eine kilometerabhängige Maut ersetzt. Betroffen sind Lkw über 3.500 Kilogramm. Der durchschnittliche Tarif liegt zwischen 18 und 19 Cent pro Kilometer. Emissionsfreie Fahrzeuge zahlen nur wenige Cent. Branchenexperten rechnen mit Mehrkosten von 7 bis 8 Prozent für die Unternehmen.
Zweisprachige Schilder in der Schweiz
In der Schweiz gibt es eine Neuerung bei der Beschilderung: In Gemeinden mit einem sprachlichen Minderheitenanteil von über 30 Prozent müssen Verkehrsschilder künftig zweisprachig sein.
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Höhere Bußgelder und neue Überwachung
Die Verjährungsfrist für Bußgeldverfahren steigt von drei auf sechs Monate. Der illegale Handel mit Punkten im Fahreignungsregister wird mit bis zu 30.000 Euro geahndet. Zur Überwachung von Parkverstößen setzen Behörden verstärkt Scan-Cars ein.
Neue Assistenzsysteme ab 7. Juli
Eine Woche später folgen neue Zulassungsregeln für Neuwagen. Sie müssen mit erweiterten Assistenzsystemen ausgestattet sein – darunter verbesserte Notbremsfunktionen und spezifischer Schutz für Fußgänger und Radfahrer.
