Steuererklärungen: Hessen braucht 41 Tage, Bremen 56 Tage
03.06.2026 - 16:31:09 | boerse-global.deDie Finanzämter in Mecklenburg-Vorpommern brauchen im Schnitt 50 Tage für die Bearbeitung von Steuererklärungen. Das geht aus aktuellen Daten des Bundes der Steuerzahler (BdSt) hervor. Damit landet das Land im bundesweiten Vergleich nur auf Platz 13 von 15 bewertbaren Bundesländern.
Die am 2. und 3. Juni 2026 veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf Steuererklärungen für das Jahr 2024. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich die Bearbeitungszeit lediglich um einen Tag – von 51 auf 50 Tage. Ein schwacher Trost für Steuerzahler, die auf ihre Rückerstattung warten.
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Hessen ist Spitzenreiter – Bremen Schlusslicht
Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind enorm. Hessen führt die Rangliste mit durchschnittlich 41,1 Tagen an, dicht gefolgt von Berlin (41,5 Tage) sowie Sachsen und Bayern (jeweils 42 Tage). Besonders bemerkenswert: Sachsen verbesserte sich um vier Tage und kletterte vom 11. auf den dritten Platz.
Am längsten müssen Steuerzahler in Bremen gedulden – dort vergehen im Schnitt 56,15 Tage. Auch das Saarland liegt mit 51,4 Tagen im unteren Bereich.
NRW fällt aus der Wertung – große regionale Unterschiede
Nordrhein-Westfalen konnte in der Rangliste nicht berücksichtigt werden. Grund: Die Bearbeitungszeiten variieren dort so stark – zwischen zwei Wochen und sechs Monaten –, dass kein aussagekräftiger Durchschnittswert ermittelt werden konnte.
Digitalisierung kommt nur langsam voran
Der Bund der Steuerzahler registrierte in den meisten Bundesländern längere Wartezeiten. Hamburg etwa fiel von 40,6 auf 44,5 Tage zurück – vom dritten auf den sechsten Platz. Besonders betroffen: Selbstständige und Freiberufler in der Hansestadt, die im Schnitt 50,3 Tage warten müssen.
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Die Automatisierungsquote – also der Anteil der komplett maschinell bearbeiteten Steuererklärungen – stieg bundesweit nur minimal von 22 auf 23 Prozent. Rheinland-Pfalz erreichte 25 Prozent, Hamburg 22,3 Prozent.
Große Unterschiede selbst innerhalb der Bundesländer
In Rheinland-Pfalz stieg die durchschnittliche Bearbeitungszeit von 43 auf 46 Tage. Doch der Landesdurchschnitt täuscht: Während einige Finanzämter nach 36 Tagen Bescheide verschicken, dauert es andernorts bis zu 60 Tage. Ein Flickenteppich, der zeigt: Der Weg zur schnellen und einheitlichen Steuerverwaltung ist noch weit.
