Steueranzeigen explodieren: 9.640 Verdachtsmeldungen in Sachsen
28.05.2026 - 12:39:31 | boerse-global.deDas geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Susanne Schaper hervor. Damit liegt die Summe auf dem dritthöchsten Stand seit 2010.
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Steuerbetrug: Dritthöchster Wert seit 2010
Die aufgedeckte Steuerhinterziehung betrifft Fälle, die bereits rechtskräftig abgeschlossen sind – entweder durch Gerichtsurteile oder Strafbefehle. Zum Vergleich: Das gesamte Steueraufkommen Sachsens liegt bei knapp 24 Milliarden Euro. Die ermittelte Summe macht also nur einen Bruchteil aus, doch die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.
Die Behörden bearbeiteten im vergangenen Jahr insgesamt 1.319 Verfahren wegen Steuerdelikten. Die Justiz sprach dabei 250 Strafbefehle und Gerichtsurteile aus. In 629 Fällen stellten die Ermittler das Verfahren unter Auflagen ein.
Anzeigenflut: Fast 10.000 Verdachtsmeldungen
Besonders auffällig: Die Zahl der Steueranzeigen steigt rasant. 2025 gingen bei den sächsischen Finanzämtern 9.640 Meldungen über mutmaßliche Steuerhinterziehung ein. Das sind rund 1.000 Fälle mehr als im Jahr zuvor.
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Für die Ermittler bedeutet das eine deutlich höhere Arbeitsbelastung. Die Linken-Politikerin Schaper fordert deshalb mehr Personal für die Steuerfahndung. „Die Zahlen zeigen, dass der Kampf gegen Steuerbetrug personell besser aufgestellt werden muss", so Schaper. Ob das Finanzministerium nachsteuert, bleibt abzuwarten.
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