Start-ups, Wagniskapital

Start-up-Verband pocht auf zügige Umsetzung der Regierungsvorhaben

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 06:44 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Deutschlands Start-up-Szene erhöht den Druck auf die Regierungskoalition und fordert endlich spürbare Schritte in Richtung eines modernen Gründungsklimas. Christoph Stresing, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutsche Startups, spricht von guten Signalen – aber mahnt: Die Zeit wird knapp.

Verband fordert schnelle Umsetzung der Start-up-Strategie
Büros (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Die Appelle an die Bundesregierung klingen mittlerweile dringlicher denn je. Kaum ein Gründer hierzulande hätte wohl vermutet, dass es nicht am fehlenden Kapital mangelt, sondern daran, wohin das Kapital überhaupt fließt.

Geld allein bewegt wenig

Signale – ja, die gab es in letzter Zeit durchaus, etwa durch die neue Start-up- und Scale-up-Strategie, die zumindest auf dem Papier fortschrittlich wirkt. Doch Papier ist bekanntlich geduldig. "Jetzt zählt, was die Regierung daraus macht – und wie schnell," bringt es Stresing auf den Punkt.

Investitionen umleiten, statt immer nur klagen

Spannend: Es geht gar nicht unbedingt darum, das große neue Füllhorn zu öffnen. Vielmehr, so Stresing, stockt das System, weil vorhandene Mittel nur schwerlich in innovationsgetriebene Unternehmen gelangen. Vor allem der Bereich Altersvorsorge – oft ein schwerfälliges Monstrum, das lieber auf Bewährtes setzt – sollte offener für risikoorientierte Anlageformen wie Venture Capital werden.

Win-win für Anleger und junge Unternehmen?

Was auf den ersten Blick riskant erscheint, birgt laut Verband eine echte Doppelchance: Mehr Innovation in der Wirtschaft, mehr Wachstum – und am Ende könnten sogar Sparer davon profitieren. Ob das bald Realität wird? Die kommenden Monate werden es zeigen, vermutlich nicht ohne Reibungsverluste oder politische Grabenkämpfe.

Die Start-up-Szene in Deutschland steht am Scheideweg: Zwar zeigt die Bundesregierung laut Christoph Stresing mit der Einbindung von Gründervertretern und der Erarbeitung einer modernen Strategie prinzipiell Reformwillen. Doch ohne rasche und spürbare Umsetzung droht das Momentum zu verpuffen, denn nicht der Mangel an Mitteln, sondern deren zu konservative Ausrichtung bremst das Wachstum. Fachleute fordern deshalb mutige Politik – speziell die Öffnung der Altersvorsorge für Wagniskapital, was Unternehmen und Anleger gleichermaßen zugutekommen könnte. Online finden sich weitere Stimmen, die die schleppende Umsetzung kritisieren: Laut taz.de beklagen etwa viele Gründerinnen und Gründer nach wie vor lähmende Bürokratielasten sowie einen Investitionsstau, weil klare Richtlinien fehlen. In der Süddeutschen Zeitung äußern sich Experten skeptisch, ob sich das deutsche Mindset rasch genug für eine nachhaltige Start-up-Kultur öffnen kann. Und die FAZ beleuchtet, wie internationale Wettbewerber mit deutlich schnelleren Entscheidungswegen punkten.

  • 1. Der taz-Artikel berichtet ausführlich über die weiterhin hohen Hürden für Gründer in Deutschland: Bürokratie und unübersichtliche Vorschriften erschweren laut vielen Betroffenen die zügige Unternehmensentwicklung, während die angekündigten Reformen erst langsam anlaufen. (Quelle: taz.de)
  • 2. Die Süddeutsche Zeitung analysiert die gesellschaftliche Debatte rund um Start-ups und stellt fest, dass es nicht nur auf Geld und Strategien ankommt, sondern auch auf eine veränderte Fehlerkultur – in Deutschland herrsche noch große Zurückhaltung gegenüber unternehmerischem Risiko. (Quelle: sueddeutsche.de)
  • 3. Die FAZ betont in einem aktuellen Beitrag, dass internationale Konkurrenten deutscher Start-ups von flexibleren Kapitalströmen und unbürokratischen Regulierungen profitieren und warnt davor, dass Deutschland ohne mehr Tempo weiter zurückfällt. (Quelle: faz.net)

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