Spritpreise: 1.900 Verwarngelder gegen Tankstellen im April
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 20:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Grund: Verstöße gegen die neue 12-Uhr-Regel bei Spritpreisen.
Massenhafte Verstöße im April
Allein im April sprachen die Kontrolleure 1.900 Verwarngelder aus. Betroffen: 250 Tankstellen im ganzen Bundesland. Jedes Verwarngeld lag bei 55 Euro. Ein besonders krasser Fall: An einer einzigen Station zählten die Prüfer 28 Verstöße.
Die 12-Uhr-Regel gilt seit April. Sie erlaubt nur eine Preiserhöhung pro Tag. Ziel: mehr Transparenz und weniger Preissprünge für Autofahrer. Überwacht wird das von der Markttransparenzstelle, die bundesweit rund 15.000 Tankstellen im Blick hat.
Von Verwarngeld zu Bußgeld
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Seit Mai wird es teurer. Statt Verwarngeldern drohen jetzt echte Bußgelder. Die können laut Bundesregierung bis zu 100.000 Euro kosten.
Gleichzeitig gab es im Mai eine Entlastung für Autofahrer: Die Energiesteuer sank um 14,04 Cent pro Liter netto. Mit Mehrwertsteuer sind das bis zu 17 Cent weniger pro Liter – allerdings nur für zwei Monate befristet. Auch die Kartellregeln wurden verschärft.
Minister fordert Reform
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Niedersachsens Wirtschaftsminister Tonne (SPD) ist unzufrieden. Er will die Kontrollen zentral beim Bund bündeln, statt sie auf die Länder zu verteilen. Das soll effizienter sein.
Sein Vorschlag: Die Meldefrist von 12 auf 20 Uhr verschieben. So ließe sich das Preisgefüge besser steuern. Außerdem brachte Tonne einen Spritpreisdeckel ins Spiel. Die Prüfungen für die Mai-Verstöße laufen bereits.
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