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EM Stocks Review: Asien

Veröffentlicht: 05.09.2006 um 14:02 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Softbank auf Kur

Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich am Dienstag uneinheitlich. In erster Linie fand bei den Anlegern ein Paradigmenwechsel statt. So wurden bei den Export- und Technologiewerten, die in den vergangenen Sitzungen gefragt waren, Gewinne mitgenommen. Stattdessen setzten die Investoren vermehrt auf Titel, die von einer Aufwärtsentwicklung der jeweiligen Binnenkonjunkturen profitieren können. So waren beispielsweise Immobilienwerte erneut gefragt. Auch die Papiere von Herstellern von Investitionsgütern wurden gern genommen. Impulse aus den USA gab es nicht, da die dortigen Börsen gestern wegen des „Tags der Arbeit“ geschlossen blieben. Die deutlichsten Aufschläge konnten die diversen Rohstofftitel für sich verbuchen. Insbesondere bei den Kupfernotierungen hat nach dem jüngsten Rücksetzer wieder eine Erholung stattgefunden. An den Terminmärkten wird derzeit davon ausgegangen, dass vor allem der Bedarf Chinas doch wieder höher als erwartet ausfallen wird. Teilweise wird sogar vermutet, dass dort bald die Vorräte knapp werden dürften und sich die Lieferanten und Abnehmer vermehrt in Übersee eindecken werden. Die Papiere der asiatischen Ölgesellschaften standen dagegen angesichts der deutlich zurückgekommenen Ölnotierungen weiter unter Druck. In Japan konnte sich der Nikkei 225 nach einer anfänglich schwachen Entwicklung wieder berappeln und schlussendlich um 0,2 Prozent auf 16.385 Zähler verbessern. Dabei wurde der Optimismus vor allem durch die gestern vermeldeten Daten zu den Unternehmens-Investitionen belebt, die im zweiten Quartal um 16,6 Prozent gestiegen waren. Die Papiere von Softbank setzten ihre Erholung fort und gewannen 5,7 Prozent hinzu. Mitsubishi Engineering and Shipbuilding stiegen um 3,7 Prozent; Mitsubishi Estate legten um 2,9 Prozent zu. Dagegen gaben Sony 0,78 Prozent und Honda Motor 0,75 Prozent ab. Der Markt in Taiwan wurde dagegen von der Tendenz, sich aus Technologiewerten zu verabschieden, in Mitleidenschaft gezogen. Der TAIEX verlor bei niedrigen Umsätzen 0,24 Prozent auf 6734 Zähler. Im Halbleiterbereich gaben Taiwan Semiconductor 1,18 Prozent und United Microelectronics 0,55 Prozent ab; Asustek verbilligten sich um 0,55 Prozent. Gegen diesen Trend konnten sich Cathay Financial um 1,85 Prozent verbessern. Merrill Lynch hatten die Titel des Bankhauses zuvor als „günstig“ bezeichnet. Dem koreanischen Kospi wiederum war ein leichtes Plus von 0,16 Prozent auf 1361 Punkte beschieden. Kookmin Bank legten dabei um 3,08 Prozent zu. Die Marktteilnehmer glauben, dass die Bank noch ein wenig Aufschub für die Komplettübernahme der Korea Exchange Bank aus den Händen der Private-Equity-Gesellschaft Lone Star erhalten könnte. Ansonsten kauften sich die Akteure vor allem in Titel von Konzernen ein, die von niedrigeren Ölpreisen profitieren. So legten Korean Air 0,64 Prozent zu; die Papiere des Versorgers Korea Electric Power stiegen um 0,68 Prozent. Hynix Semiconductor gaben 2,25 Prozent ab. Dem Halbleiterkonzern werden von Sun Microsystems und Unisys Preisabsprachen vorgeworfen. In Hongkong wiederum gab der Hang Seng Index 0,43 Prozent auf 17.438 Punkte ab. Deutliche Aufschläge bei den Immobiliengesellschaften konnten hier den Gesamttrend nur teilweise beeinflussen. Zudem waren vor allem Titel aus der zweiten Reihe gefragt. So legten Agile Property 3,7 Prozent zu; Guangzhou R&F Properties stiegen um 1,4 Prozent. Die Papiere der Texilkette Giordano International brachen um 11,2 Prozent ein. Der japanische Konkurrent Fast Retailing will nun doch kein Anteil an dem Einzelhändler mehr erwerben. Gerhard Heinrich

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