Siemens, Millionen

Siemens investiert 300 Millionen: 700 Jobs bis 2030 in Frankfurt

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 13:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studie zeigt: 89 Prozent der Führungskräfte sehen Büro als strategisch wichtig. Hochwertige Standorte werden zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Büro bleibt strategisch: Neue Studie bestätigt hohe Bedeutung
Ein modernes Büro in Frankfurt mit Blick auf die Skyline, das Zusammenarbeit und New-Work-Konzepte widerspiegelt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Studie: 89 Prozent sehen Büro als strategischen Gewinn

Eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage von Ifop und Gecina unter Führungskräften liefert klare Zahlen: 89 Prozent der Befragten bewerten das Büro als strategisch wichtig oder schreiben ihm durch KI sogar eine noch höhere Bedeutung zu.

Der soziale Aspekt steht im Vordergrund. 85 Prozent der Führungskräfte sehen das Büro primär als Ort für Kollaboration. Nur neun Prozent planen derzeit eine Flächenreduktion.

Die Qualität wird zum entscheidenden Unterscheidungsmerkmal. 74 Prozent der Teilnehmer erwarten eine wachsende Kluft zwischen hochwertigen Standorten und Standardbüros. Für 78 Prozent ist die Arbeitsumgebung ein zentrales Instrument zur Gewinnung von Fachkräften.

Tishman Speyer vermietet im „Junghof“

Der Trend zu Spitzenqualität zeigt sich in konkreten Transaktionen. Im Frankfurter „Junghof“ hat Tishman Speyer rund 2.900 Quadratmeter an die Kanzlei BCLP vermietet.

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Die Flächen in den oberen Etagen verfügen über eigene Dachterrassen. Das Gebäude trägt das Nachhaltigkeitszertifikat LEED Gold. Der Einzug ist für das vierte Quartal 2027 geplant.

ABC West: Langfristige Bindung für Bildungsträger

Auch in anderen Stadtteilen bleibt die Nachfrage stabil. Im Objekt „ABC West“ in der Solmsstraße hat ASB Bildung einen langfristigen Mietvertrag über 2.300 Quadratmeter unterschrieben.

Das von der KanAm Grund Group gemanagte Gebäude umfasst rund 13.500 Quadratmeter auf sechs Etagen und wird per Fernwärme versorgt. Weitere Mieter sind die Deutsche Bahn, American Express GBT und 1&1 Versatel.

Siemens investiert 300 Millionen in KI-Infrastruktur

Die Nachfrage nach moderner Infrastruktur erfasst auch die Industrie. Siemens investiert rund 300 Millionen Euro in die Fertigung gasisolierter Schaltanlagen in Offenbach und Frankfurt.

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Hintergrund: Der Ausbau von Rechenzentren, die E-Mobilität und die Dekarbonisierung treiben die Nachfrage. Auf dem ehemaligen Manroland-Gelände soll die Produktion im Frühjahr 2027 im Drei-Schicht-Betrieb starten. Bis 2030 plant Siemens bis zu 700 neue Arbeitsplätze.

Ein zusätzlicher Treiber: Das EU-weite Verbot des Treibhausgases SF6 ab 2026. Es erzwingt den Einsatz umweltfreundlicher Schalttechnologien. Marktforscher beobachten, dass der Energiebedarf von KI-Infrastrukturen die Anforderungen an die lokale Stromversorgung deutlich erhöht.

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