Deutschland, Automobilindustrie

Spritpreise ziehen mit dem Ende des Tankrabatts kräftig an

01.07.2026 - 11:09:52 | dpa.de

Seit Mitternacht ist die Steuerermäßigung vorbei. Schon am Morgen ist Sprit viel teurer als einen Tag zuvor. Wie die Tankstellen das machten, ohne die 12-Uhr-Regel zu verletzen.

  • Schon am Morgen waren die Preise deutlich höher als am Dienstag zur gleichen Zeit.  - Bild: Thomas Banneyer/dpa
    Schon am Morgen waren die Preise deutlich höher als am Dienstag zur gleichen Zeit. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
  • Ein kleines bisschen Tankrabatt ist vereinzelt noch zu haben. (Symbolbild) - Bild: Alain Jocard/AFP/dpa
    Ein kleines bisschen Tankrabatt ist vereinzelt noch zu haben. (Symbolbild) - Bild: Alain Jocard/AFP/dpa
  • Schon am Morgen waren die Preise deutlich höher als am Dienstag zur gleichen Zeit.  - Bild: Thomas Banneyer/dpa
    Schon am Morgen waren die Preise deutlich höher als am Dienstag zur gleichen Zeit. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
Schon am Morgen waren die Preise deutlich höher als am Dienstag zur gleichen Zeit.  - Bild: Thomas Banneyer/dpa Ein kleines bisschen Tankrabatt ist vereinzelt noch zu haben. (Symbolbild) - Bild: Alain Jocard/AFP/dpa Schon am Morgen waren die Preise deutlich höher als am Dienstag zur gleichen Zeit.  - Bild: Thomas Banneyer/dpa

Die Spritpreise sind mit dem Ende des Tankrabatts am Mittwoch stark gestiegen. Um 8.00 Uhr war Superbenzin der Sorte E10 um 13,4 Cent teurer als zur gleichen Zeit am Dienstag, wie der ADAC mitteilt. Bei Diesel fiel der Anstieg mit 15,6 Cent sogar noch stärker aus. Zusammen mit den Anstiegen vom Dienstagmorgen ist der Tankrabatt damit weitestgehend Geschichte. 

Der Steuerrabatt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter auf Kraftstoff bei der Lieferung an die Tankstelle war um Mitternacht ausgelaufen. Zu dieser Zeit konnten die Tankstellen ihre Preise wegen der 12-Uhr-Regel zwar nicht erhöhen, offensichtlich haben viele aber nach dem hohen Preissprung am Dienstagmittag nur wenig gesenkt. Die Regel besagt, dass Tankstellen nur noch einmal am Tag - um 12.00 Uhr - die Preise erhöhen dürfen. Senkungen sind immer erlaubt.

Normalerweise sinken die Preise nach dem seit Einführung der 12-Uhr-Regel üblichen Mittagssprung bereits am Nachmittag stark und erreichen am Vormittag ihr Tagestief. Diese Schwankungsbreite war zuletzt sehr hoch - teilweise betrug sie um die 20 Cent. Nun fiel sie sehr niedrig aus. Durch den ausgebliebenen starken Rückgang wuchs der Preisaufschlag im Vergleich zum jeweils gleichen Zeitpunkt am Vortag sukzessive an. Am frühen Nachmittag waren es laut ADAC erst 5 bis 7 Cent, am Abend bereits 12 bis 15 Cent und am Morgen nun die oben genannten Werte.

Schon morgens fast 2 Euro für Super E10

Ein Liter Super E10 kostete um 8.00 Uhr im bundesweiten Durchschnitt 1,971 Euro. Ein Liter Diesel 1,913 Euro. Sollten die Preise sich im weiteren Tagesverlauf wieder ähnlich entwickeln wie in den letzten Monaten dürfte zumindest der Benzinpreis wieder über 2 Euro pro Liter steigen. Sicher ist dies aber nicht.

Die Rücknahme des Tankrabatts sei damit ungerechtfertigt vorweggenommen worden, heißt es vom ADAC. Dieses Vorgehen sei fragwürdig, «denn noch befindet sich vielerorts günstiger versteuerter Kraftstoff in den Tanks der Tankstellen». Daher hätten die Preise nicht schon am letzten Junitag so deutlich steigen dürfen. 

Vereinzelt gab es am Mittwochmorgen allerdings noch Tankstellen mit Preisen unter 1,80 Euro - vor allem bei Diesel. Mit der Preiserhöhung am Mittwochmittag dürften die meisten dieser günstigen Angebote aber verschwinden. 

Der Tankrabatt galt vom 1. Mai bis 30. Juni. Der Staat ging in früheren Schätzungen von Steuermindereinnahmen von rund 1,6 Milliarden Euro aus.

Juni war billigster Tankmonat seit Kriegsbeginn

Im Juni hatte der Tankrabatt noch seine Wirkung entfaltet. Zusammen mit wieder sinkenden Ölpreisen sorgte das für den billigsten Tankmonat seit Ausbruch des Iran-Kriegs. Nach Daten des ADAC kostete ein Liter Super E10 im Monatsdurchschnitt 1,870 Euro. Das waren 11,3 Cent weniger als im Mai und 23,9 Cent weniger als im April, dem bisher teuersten Monat. 

Ein Liter Diesel kostete im Monatsschnitt 1,818 Euro. Das waren 17,3 Cent weniger als im Mai und 44,5 Cent weniger als im besonders teuren April.

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