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Security Essen 2026: 520 Aussteller zeigen KI und neue Drohnenabwehr

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 06:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Auf der Security Essen und der parallel gestarteten EUDEX stehen KI-gestützte Videoanalyse, Drohnenabwehr und neue Verteidigungstechnologien im Mittelpunkt.

Security Essen 2026: KI, Drohnenabwehr und Verteidigungstechnik im Fokus
Ein technischer Sicherheitszaun mit Sensoren bei Dämmerung auf einem Industriegelände. Illustration mit AI erstellt.

Die Fachmesse Security Essen thematisiert in diesem Jahr verstärkt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Systemen zur Drohnenabwehr. Im Rahmen der Veranstaltung, die vom 22. bis zum 25. September 2026 auf dem Essener Messegelände stattfindet, präsentieren rund 500 bis 520 Aussteller aus über 40 Nationen ihre technologischen Lösungen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf dem Schutz Kritischer Infrastrukturen (Kritis), der Cyber-Sicherheit sowie dem Perimeterschutz.

Fortschrittliche Videoanalyse und Schutz Kritischer Infrastrukturen

Ein zentraler Aspekt der diesjährigen Messe ist die intelligente Bildverarbeitung. Moderne Kamerasysteme sind zunehmend in der Lage, Bilddaten selbstständig zu analysieren, um potenzielle Sicherheitsrisiken ohne menschliches Eingreifen zu identifizieren.

In diesem Zusammenhang stellt das Unternehmen Milestone unter anderem die Software XProtect vor, die laut Firmenangaben mehr als 16.300 verschiedene Kamera- und Gerätemodelle unterstützt. Ergänzt wird das Portfolio durch die Cloud-Lösung Arcules sowie Analysewerkzeuge von BriefCam.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Videosuche in natürlicher Sprache mittels KI sowie automatisierten Verfahren zur Anonymisierung von Gesichtern und Kennzeichen. Eine lokale Version für isolierte Netzwerke soll laut Planungen bis Ende des Jahres 2026 verfügbar sein.

Parallel dazu befasst sich das Kritis-Forum am 25. September in Halle 5 mit den rechtlichen Verpflichtungen aus dem Kritis-Dachgesetz und den Einsatzmöglichkeiten der Videoanalyse zur Krisenbewältigung.

Militärische Innovationen und Drohnensysteme auf der EUDEX

Zeitgleich zur Security Essen findet erstmals die Euro Defence Expo (EUDEX) statt. Hier zeigen etwa 360 Hersteller aus 28 Ländern Technologien für die Verteidigungsindustrie, darunter autonome Bodenfahrzeuge und Sensoren zur Erkennung chemischer oder nuklearer Gefahren.

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Fachleute diskutieren auf der Messe zudem über aktuelle Herausforderungen der Drohnenabwehr, insbesondere vor dem Hintergrund jüngster Vorfälle an militärischen und zivilen Standorten.

Im Bereich der Abwehrtechnologie präsentiert Hybrid Aerospace die Jägerdrohne „Greif“, die fremde Flugobjekte mechanisch einfangen kann. Das KI-gestützte System „perdix“ dient der Erkennung und Verfolgung von Drohnen, während der Abfangflugkörper PX75 für die Neutralisierung tief fliegender Objekte konzipiert ist.

Das Unternehmen Hensec zeigt zudem Lösungen zur passiven Luftraumüberwachung, die zwischen verschiedenen Flugobjekten und Vögeln differenzieren können.

Im Sektor der Bewaffnung kündigte Stark Defence den Beginn der Auslieferung von Virtus-Loitering-Munition an die Bundeswehr an. Die erste Tranche ist für die deutsche Brigade in Litauen vorgesehen.

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Das Unternehmen verfügt über einen Rahmenvertrag im Gesamtwert von 2,9 Milliarden Euro, von dem der Bundestag bereits eine Milliarde Euro genehmigt hat. Ein konkreter Auftragswert für die bevorstehende Lieferung wird mit rund 275 Millionen Euro beziffert.

Förderung von Innovationen und technologische Standards

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Entwicklung von Sicherheits- und Verteidigungstechnologien massiv. Über die Initiative Defence.Tech.NRW sollen 24 Projekte mit EU-Fördermitteln in Höhe von insgesamt 28,4 Millionen Euro unterstützt werden. Die Vorhaben decken Bereiche wie Satellitenkommunikation, Cyberabwehr für industrielle Systeme und die Neutralisierung nicht-kooperativer Drohnen ab.

Auf technologischer Ebene stellte NVIDIA bereits am 21. September 2026 mit „Halos“ ein Sicherheitssystem für autonome Fahrzeuge und Industrieroboter vor. Das System umfasst eine Zusammenarbeit von mehr als 43 Organisationen. Während Unternehmen wie Agility Robotics und Einride die Technologie bereits implementieren oder adaptieren, übernimmt ein akkreditiertes Prüflabor die Inspektion der Produktdokumentationen nach internationalen ISO-Normen.

Die Relevanz dieser Entwicklungen unterstreichen aktuelle Marktprognosen. Laut Marktbeobachtern von ABI Research wird bis zum Jahr 2035 mit etwa 49 Millionen autonomen Fahrzeugen weltweit gerechnet. Für den Bereich der Industrieroboter prognostiziert das Analysehaus Omdia im Zeitraum zwischen 2026 und 2035 einen Bestand von rund 60 Millionen Einheiten.

Mehr zum Thema bei n-tv: „Security 2026 in Essen: KI und Drohnenabwehr prägen Sicherheitsmesse - n“

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