Deutschland, Automobilindustrie

ADAC-Mitgliedern droht deutliche Preiserhöhung

24.03.2026 - 15:46:08 | dpa.de

Sechs Jahre waren die Beiträge stabil, nun könnten sie einem Bericht zufolge stark steigen. Der Verkehrsclub bestätigt Überlegungen, nennt aber keine Zahlen. Entscheiden muss die Hauptversammlung.

  • Die Pannenhilfe gehört zum Angebot des ADAC. (Archivbild) - Foto: Christophe Gateau/dpa
    Die Pannenhilfe gehört zum Angebot des ADAC. (Archivbild) - Foto: Christophe Gateau/dpa
  • Der ADAC erwägt, die Preise zu erhöhen. (Archivbild) - Foto: Peter Kneffel/dpa
    Der ADAC erwägt, die Preise zu erhöhen. (Archivbild) - Foto: Peter Kneffel/dpa
'.$caption.' '.$caption.'

Millionen ADAC-Mitgliedern könnte eine deutliche Beitragserhöhung bevorstehen. «Nach sechs Jahren mit stetig steigenden Kosten muss auch der ADAC über eine Beitragsanpassung nachdenken», sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Einem Bericht des «Business Insider» zufolge könnte der Anstieg - je nach Tarif - zwischen knapp 20 und gut 25 Prozent liegen. Das Medium beruft sich dabei auf interne Dokumente. Die Entscheidung trifft die Hauptversammlung des Vereins am 23. Mai, gültig würde sie dann wohl erst ab 2027.

Aktuell liegen die Preise für eine ADAC-Einzelmitgliedschaft zwischen 54 und 139 Euro pro Jahr. Die vom Business-Insider genannten möglichen neuen Preise reichen von 64 bis 174 Euro für eine Person. Der ADAC kommentierte diese Zahlen nicht, wies aber auf die «außergewöhnliche Kostenentwicklung der letzten Jahre» hin, von der auch er betroffen sei. 

Hohe Kosten

«Das gilt vor allem für hohe Energiekosten sowie für die Aufwände für Personal, Ersatzteile, Abschlepp- und Werkstattleistungen», sagt die Sprecherin. «Seit 2020 sind die Lebenshaltungskosten um 23,7 Prozent gestiegen, der Autokostenindex um über 30 Prozent.»

Seit sechs Jahren habe man die Beiträge dennoch nicht erhöht und auch die Leistungen nicht eingeschränkt. Allein bei der Pannenhilfe seien 2025 rund 180 neue Straßenwachtfahrer eingestellt worden. Zudem habe man die Leistungen mit Schlüsselnotdienst oder Fahrradpannenhilfe erweitert. Der ADAC arbeite nicht gewinnorientiert, betont die Sprecherin. «Es muss aber sichergestellt sein, dass Aufwände und Kosten getragen, Leistungen für Mitglieder erbracht sowie Satzungszwecke erfüllt werden können.»

Dem Bericht des «Business Insider» zufolge soll es innerhalb des ADAC Diskussionen geben, ob angesichts der Kosten alle Leistungen weiter angeboten werden sollen.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für immer kostenlos
wirtschaft | 68976024 |

Weitere Meldungen

Rekordgewinn bei HUK-Coburg - Autoversicherung wird teurer Der deutsche Marktführer im Kfz-Bereich erwartet auch im laufenden Jahr steigende Preise - vor allem, weil teure Ersatzteile die Kosten treiben. (Wirtschaft, 24.03.2026 - 13:21) weiterlesen...

Klimaklagen gegen Autobauer - Das Wichtigste zum BGH-Urteil Die Deutsche Umwelthilfe ist im Rechtsstreit mit BMW und Mercedes unterlegen: Warum der BGH den Autobauern keine strengeren CO2-Regeln auferlegt - und die Politik in der Verantwortung sieht. (Wirtschaft, 23.03.2026 - 14:00) weiterlesen...

Spritpreise steigen weiter – Diesel knapp unter Allzeithoch Über das Wochenende gab es zwar wenig Bewegung, doch angesichts steigender Ölpreise drohen Rekordpreise. (Wirtschaft, 23.03.2026 - 11:39) weiterlesen...

Klimaklagen gegen BMW und Mercedes scheitern am BGH. Laut BGH liegt die Aufgabe aber nicht bei den Zivilgerichten. In Karlsruhe wollten Umweltschützer ein Verbrenner-Aus ab 2030 für zwei deutsche Autohersteller durchsetzen. (Politik, 23.03.2026 - 11:33) weiterlesen...

Verbrenner-Aus 2030? BGH urteilt zu Klagen gegen Autobauer. Worauf sich die Kläger beim Bundesgerichtshof berufen. Wenn es nach der Deutschen Umwelthilfe ginge, müssten BMW und Mercedes-Benz 2030 den Verkauf klimaschädlicher Verbrenner einstellen. (Wirtschaft, 23.03.2026 - 05:00) weiterlesen...

Spritpreise zeigen nach oben - Diesel vor Allzeithoch?. Am Wochenende zeigte sich bereits eine erste Tendenz. Die bereits hohen Spritpreise könnten auf die aktuelle Entwicklung im Iran-Krieg mit einem weiteren Anstieg reagieren. (Wirtschaft, 22.03.2026 - 11:26) weiterlesen...