Rückenschmerzen, Fehltage

Rückenschmerzen: 142 Fehltage pro 100 Versicherte – was hilft

20.06.2026 - 12:24:31 | boerse-global.de

Rückenschmerzen verursachen 142 Fehltage pro 100 Versicherte. Unternehmen setzen auf ergonomische Ausstattung und Bewegung am Arbeitsplatz.

Rückenschmerzen am Arbeitsplatz: Prävention und ergonomische Lösungen
Rückenschmerzen - Ein ergonomischer Büroraum mit einem verstellbaren Schreibtisch, einem modernen Bürostuhl und einem Computerbildschirm. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein neuer Bericht der PC-WELT zeigt, wie Unternehmen und Beschäftigte gegensteuern können.

Die ergonomische Einrichtung des Arbeitsplatzes steht dabei im Fokus. Fachleute empfehlen, den Monitor auf Augenhöhe zu platzieren. Knie und Ellbogen sollten jeweils einen 90-Grad-Winkel bilden. Auch die Augen brauchen Entlastung: Die 20-20-20-Regel hilft – alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf ein Objekt in sechs Metern Entfernung blicken.

Die richtige Ausstattung macht den Unterschied

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Ein aktueller Testbericht vom 18. Juni identifizierte die leistungsfähigsten ergonomischen Bürostühle. Modelle wie der Herman Miller Aeron, der Libernovo Omni und der Flexispot C7 Morpher schnitten besonders gut ab. Wichtige Kaufkriterien: verstellbare Lordosenstütze, 4D-Armlehnen und Synchronmechanik.

Mehrere Hersteller reagieren mit Rabattaktionen. Vom 23. bis 26. Juni bietet FlexiSpot Preisnachlässe auf Schreibtische der ValtreX-Serie und ergonomische Stühle. Auch Renpho plant Reduzierungen bei smarten Wellness-Geräten wie Augenmassagegeräten und Lichttherapiemasken.

Für Bewegung während der Arbeit sorgt das neue WoodPad Pro von Sportstech. Das faltbare Walking Pad aus Echtholz ist speziell fürs Homeoffice konzipiert – ideal für Telefonate oder Lesephasen.

Prävention wird zum Wettbewerbsfaktor

Die Dringlichkeit solcher Maßnahmen belegen harte Zahlen: 2024 verursachten Rückenschmerzen 142 Fehltage je 100 Versicherte – ein Anstieg um 20 Prozent gegenüber 2019. Das Technologieunternehmen secova setzt dagegen auf wöchentliche Yoga-Einheiten und Bewegungselemente in Meetings.

Auf institutioneller Ebene treibt der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) die Betriebliche Gesundheitsförderung voran. Im Mai 2026 präsentierte er eine Broschüre mit Best-Practice-Beispielen. Bis Ende 2025 unterzeichneten 4.758 Betriebe die BGF-Charta, über 2.700 tragen ein Gütesiegel.

Die DAK-Gesundheit und MCC schreiben derzeit den 11. Deutschen BGM-Förderpreis aus. Dotiert ist er mit 60.000 Euro in Sachleistungen. Bewerbungen für innovative digitale Lösungen sind bis zum 4. Juli möglich.

Hitze im Büro: Ventilatoren sind tabu

Die IG Metall warnte am 19. Juni vor Ventilatoren bei großer Hitze. Sie wirbeln Staub und Pollen auf, verteilen Aerosole – gefährlich für Allergiker und ein Risiko für Atemwegsinfektionen. Besser: nachts lüften, Jalousien nutzen, unnötige Elektrogeräte abschalten.

Anzeige: Ab einem Beschäftigten sind Unternehmen zur arbeitsmedizinischen Betreuung verpflichtet – das gilt auch fürs Homeoffice. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie gesetzliche Auflagen erfüllen und gleichzeitig Fehlzeiten senken. Arbeitsmedizin-Pflichten jetzt prüfen

Microsoft führt neue Überwachungsfunktion ein

Im Juni 2026 bringt Microsoft den „Workplace Check-in“ in Teams. Die Funktion erkennt über WLAN, ob Mitarbeiter im Firmengebäude sind. Microsoft betont: Es handelt sich nicht um eine präzise Ortung. In Deutschland ist die Funktion an betriebliche Vereinbarungen gebunden und muss aktiv freigeschaltet werden.

Unternehmen sind gesetzlich zur arbeitsmedizinischen Betreuung verpflichtet – schon ab einem Beschäftigten, wie der TÜV AUSTRIA betont. Ziel: Unfall- und Gesundheitsrisiken präventiv reduzieren.

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