Quishing-Betrug: BKA warnt vor manipulierten QR-Codes
17.06.2026 - 02:04:58 | boerse-global.de
Kriminelle nutzen manipulierte QR-Codes, um an sensible Bankdaten zu gelangen.
Die Behörden sprechen von „Quishing“ – einer Kombination aus QR-Code und Phishing. Die Täter ersetzen originale QR-Codes durch gefälschte Versionen oder verschicken sie in betrügerischen Nachrichten. Wer den Code scannt, landet auf einer täuschend echten, aber gefälschten Webseite. Dort sollen Nutzer ihre Bankdaten oder Passwörter eingeben.
Automatische Weiterleitung als Gefahr
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Ein Problem: Smartphones öffnen die Zielseite nach dem Scannen oft automatisch. „Das verkürzt die Reaktionszeit der Nutzer enorm“, warnt BK-Direktor Andreas Holzer. Die Betrüger setzen zusätzlich auf psychologischen Druck. In E-Mails oder Briefen behaupten sie, ein Zugang laufe in Kürze ab oder eine sofortige Handlung sei nötig.
Josef Meichenitsch von der OeNB rät zur Vorsicht: „Bei Nachrichten mit dringender Aufforderung zum Scannen eines QR-Codes ist besondere Skepsis angebracht.“
Gefälschte Codes an Parkscheinautomaten
Die Masche beschränkt sich nicht auf den digitalen Raum. Die Stadt Gelsenkirchen warnte am Montag vor manipulierten QR-Codes an Parkscheinautomaten. Kriminelle überkleben die originalen Bezahl-Codes mit eigenen Aufklebern. Wer seine Parkgebühr per Smartphone bezahlen will, wird auf gefälschte Webseiten umgeleitet.
Die Stadt kündigte verstärkte Kontrollen an. Bürgern wird empfohlen, Bezahl-Apps nur über offizielle App-Stores zu laden – oder im Zweifel auf Bargeld zurückzugreifen.
So schützen Sie sich
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Das Bundeskriminalamt, die OeNB und das Innenministerium haben einen Katalog mit Sicherheitsregeln veröffentlicht:
- QR-Codes niemals aus Neugier scannen
- Die angezeigte Webadresse vor dem Öffnen genau prüfen
- Keine Passwörter oder Bankdaten auf Seiten eingeben, die nur über einen QR-Code erreichbar sind
- Offizielle Apps direkt nutzen, statt Links oder Codes zu folgen
Wer auf eine verdächtige Seite geleitet wird, sollte den Vorgang sofort abbrechen. Die Qualität der gefälschten Seiten nimmt stetig zu – die kritische Prüfung der URL bleibt der wirksamste Schutz.
