Psychische, Gesundheit

Psychische Gesundheit: 42% der Erwerbsminderungsrenten durch Störungen

25.06.2026 - 13:27:59 | boerse-global.de

Fachleute diskutieren über Technostress und fordern mehr Prävention statt Lockerung des Arbeitszeitgesetzes.

Psychische Gesundheit: Präventionsforum warnt vor Arbeitszeitlockerung
Psychische - Eine Gruppe von Fachleuten diskutiert in einem modernen Konferenzraum, mit Diagrammen und Daten im Hintergrund, die psychische Gesundheit und Arbeitssicherheit thematisieren. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Präventionsforum über die psychische Gesundheit in der modernen Arbeitswelt. Hintergrund: Psychische Störungen waren 2024 für 16,7 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich. Mit 42 Prozent stellten sie zudem die häufigste Ursache für Erwerbsminderungsrenten dar.

Die Experten bewerteten die Digitalisierung dabei als Chance und Risiko zugleich. Besonders das Phänomen „Technostress“ stand im Fokus der Debatte.

Warnung vor Lockerung des Arbeitszeitgesetzes

Parallel zum Forum warnte die Initiative AOP-GA vor einer geplanten Lockerung des Arbeitszeitgesetzes. Die beteiligten Fachgesellschaften lehnen eine Abkehr vom Achtstundentag und eine Ausweitung der täglichen Arbeitszeiten strikt ab. Solche Schritte widersprächen aktuellen Forschungsergebnissen und könnten die psychische Belastung weiter erhöhen. Stattdessen fordern die Experten verstärkt präventive Maßnahmen und eine gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung.

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Neue Weiterbildungsinitiativen gestartet

Um den Fachkräftebedarf zu sichern, wurden in den vergangenen Tagen mehrere Projekte angeschoben. Im Landkreis Konstanz startete am Montag eine Verbundweiterbildung für Allgemeinmedizin. Ziel ist es, Ärzten in der Weiterbildung mehr Planungssicherheit zu bieten und sie langfristig an die Region zu binden.

Auch die IHK Magdeburg reagiert auf den Trend: Sie kündigte für Freitag einen Online-Workshop zur psychischen Gesundheit im Ausbildungsalltag an. Der Kurs richtet sich an Ausbildungsverantwortliche und behandelt Gesprächsführung sowie frühzeitige Hilfsangebote. Das Städtische Klinikum Dresden erweitert ebenfalls sein Programm – mit Kursen zu Zeitmanagement und wissenschaftlichem Arbeiten ab Ende Juni, gefolgt von Modulen zu Resilienz und KI in der Ausbildung.

In der Schweiz meldete das KMU ALPN, spezialisiert auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ASGS), für das vergangene Jahr 51 erfolgreiche Absolventen der Ausbildung zum Spezialisten ASGS. Ein neuer Lehrgang für Experten ist bereits in Vorbereitung.

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Sicherheitstrainings für die Praxis

Neben strategischen Themen bleibt die operative Sicherheit ein Schwerpunkt. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) bietet ab dem 1. Juli in Saarbrücken wieder kostenfreie Grundlagenseminare für Unternehmer mit bis zu 50 Beschäftigten an. Die Reihe läuft bis Dezember.

Am heutigen Donnerstag widmete sich eine Veranstaltung in Moers der IT-Sicherheit in Krankenhäusern. Im Fokus standen gesetzliche Anforderungen wie das Patientendaten-Schutzgesetz und das Risikomanagement. Für Freitag ist in Aerzen ein Praxistag für taktische Einsatzmedizin geplant – Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten trainieren dort unter anderem die Versorgung von Explosions- und Schussverletzungen.

Sommerhitze: UV-Schutz wird zum Arbeitsschutz

Angesichts der sommerlichen Temperaturen wies Arbeitsmedizinerin Prof. Dr. Katharina Larisch vom Dienstleister BG prevent auf die Bedeutung des Sonnenschutzes am Arbeitsplatz hin. UV-Strahlung sei ein erhebliches Gesundheitsrisiko, Betriebe müssten entsprechende Schutzmaßnahmen für im Freien tätige Mitarbeiter umsetzen. BG prevent betreut nach eigenen Angaben mit über 3.700 Experten an 150 Standorten mehr als 210.000 Betriebe in Deutschland.

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