Psychische, Gesundheit

Psychische Gesundheit: 1,5 Millionen Jugendliche gefährdet durch Mediennutzung

08.06.2026 - 12:12:55 | boerse-global.de

Neue KI-Systeme und EU-Milliarden fördern psychische Gesundheit, während Studien Risiken exzessiver Mediennutzung bei Jugendlichen aufzeigen.

Digitale Gesundheit: KI erfasst psychische Belastungen am Arbeitsplatz
Psychische - Ein abstraktes digitales Netzwerk überlagert eine Gruppe von Menschen, die in einem modernen Büro zusammenarbeiten, symbolisierend digitale Gesundheitslösungen. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Immer mehr Unternehmen setzen auf Algorithmen für die psychische Gefährdungsbeurteilung. Gleichzeitig warnen aktuelle Studien vor den Risiken exzessiver Mediennutzung.

Bewerbungsfrist für Innovationspartnerschaften läuft

Das Projekt „Care for Sustainable Innovation“ (CSI) in der Region Aachen sucht noch bis zum 15. Juni 2026 Partner. Ziel: die Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft vorantreiben. Erste Kooperationen stehen bereits – darunter eine KI-API-Plattform für die Pflege und ein vernetzter Rollator.

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Die Region ist in Bewegung. Bereits im September 2025 zeichnete der „digitalSUMMIT“ fünf Unternehmen als digitale Pioniere aus. Darunter die Apotheken-Plattform „FragDieApotheke“ sowie Einrichtungen aus Seniorenbetreuung und Beratung.

KI erfasst psychische Belastungen am Arbeitsplatz

Anfang Juni 2026 wurde ein neues System bekannt: BASA IV. Es erfasst Ressourcen und Belastungen über Freitextfelder – datenschutzkonform und KI-gestützt. Die Antworten werden anonymisiert verarbeitet. So lassen sich Verbesserungen für den Arbeitsschutz effizienter ableiten.

Der Bedarf ist riesig. Laut BKK Dachverband lag der Krankenstand 2025 bei 5,83 Prozent – deutlich über dem Vor-Corona-Niveau. Besonders alarmierend: Psychische Erkrankungen sind seit 2016 um über 50 Prozent gestiegen.

DAK-Studie: Fast jedes zehnte Kind nutzt KI gegen Einsamkeit

Die DAK-Gesundheit veröffentlichte im Frühjahr 2026 eine Längsschnittstudie – gemeinsam mit dem UKE. Die Ergebnisse zeigen die Schattenseiten der Digitalisierung. Fast acht Prozent der Minderjährigen nutzen KI-Chatbots, um Einsamkeit zu überbrücken. Bei Jugendlichen mit depressiven Symptomen sind es sogar über 30 Prozent.

DAK-Chef Andreas Storm warnt: Rund 1,5 Millionen junge Menschen in Deutschland sind von problematischer Mediennutzung betroffen. Er fordert eine gesetzliche Regulierung noch vor der Sommerpause 2026.

Auch am Arbeitsplatz wird das Problem sichtbar. Laut Erhebungen aus 2025 nutzen 78 Prozent der Beschäftigten internetfähige Geräte. Ein Drittel berichtet von neuen Gesundheitsrisiken.

EU fördert psychische Gesundheit mit 1,23 Milliarden Euro

Die Europäische Union hat das Programm „EU4Health“ gestartet. Mit einem Budget von 1,23 Milliarden Euro fördert es insgesamt 20 Programme. Dazu gehört eine Kampagne für gesunde Arbeitsplätze von 2026 bis 2028 – mit Fokus auf psychische Gesundheit.

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Parallel etablieren sich technische Hilfsmittel im Versorgungsalltag. DAK-Gesundheit, TK und ein Anbieter robotischer Exoskelette haben einen Rahmenvertrag geschlossen. Die Hilfsmittel für Versicherte mit Rückenmarksverletzungen sind seit Februar 2018 im Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gelistet.

Digitale Zwillinge in der Medizin: EU-Initiative „EDITH“

Die EU-Kommission treibt die Initiative „EDITH“ voran. Ziel: digitale Zwillinge von Organen auf Basis individueller Patientendaten. Diagnostik und Therapie sollen so optimiert werden. Eine Roadmap mit Handlungsempfehlungen ist in Arbeit – zur Integration in den europäischen Gesundheitsdatenraum.

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