Psychische Erste Hilfe: 15 kostenlose Kurse in Fürth ab Oktober
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 10:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Förderung der mentalen Gesundheit am Arbeitsplatz und im privaten Umfeld gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ein zentrales Instrument in diesem Bereich ist das Kursprogramm „Helfen in Seelischer Not“ (HSN), das speziell für die psychische Erste Hilfe entwickelt wurde.
In der Stadt und im Landkreis Fürth wird dieses Konzept im Rahmen einer regionalen Initiative umgesetzt, um Bürgerinnen und Bürger sowie Beschäftigte im öffentlichen Dienst für den Umgang mit psychischen Belastungen zu sensibilisieren.
Wissenschaftliche Basis und staatliche Förderung
Das Konzept hinter HSN basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der Universität Regensburg. Ziel des Programms ist es, Laien grundlegende Kompetenzen zu vermitteln, um Anzeichen psychischer Krisen frühzeitig zu erkennen und Betroffene professionellen Hilfsangeboten zuzuführen. Ähnlich wie bei der klassischen Ersten Hilfe für physische Verletzungen steht hier die Erstintervention im Vordergrund, nicht die therapeutische Behandlung.
Die Relevanz dieses Ansatzes wird durch die Unterstützung auf politischer Ebene unterstrichen. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege fördert das Projekt, um die flächendeckende Versorgung und die Prävention im Bereich der psychischen Gesundheit zu stärken.
Die Implementierung in der Region Fürth ist Teil dieser Bestrebungen, den Zugang zu Wissen über mentale Krisen zu erleichtern und bestehende Hemmschwellen beim Thema psychische Erkrankungen abzubauen.
Die Rolle der Manfred Roth Stiftung und lokale Zielgruppen
Ein wesentlicher Faktor für die Umsetzung in Fürth ist die finanzielle Absicherung durch private Akteure. Die Manfred Roth Stiftung übernimmt die Finanzierung von insgesamt 15 Kursen, was eine kostenlose Teilnahme für die Bürgerinnen und Bürger ermöglicht.
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Diese Form des gesellschaftlichen Engagements sichert die Breite des Angebots und stellt sicher, dass wirtschaftliche Hürden die Ausbildung zum Ersthelfenden für psychische Gesundheit nicht behindern.
Die Strategie bei der Durchführung der Schulungen sieht vor, zunächst Multiplikatoren und Personen in zentralen Funktionen anzusprechen. So richtet sich die erste Schulungsreihe gezielt an Mitarbeitende der Stadtverwaltung Fürth sowie des Landratsamtes.
Experten für betriebliches Gesundheitsmanagement weisen darauf hin, dass die Schulung von Personal in Verwaltungen und Behörden besonders effektiv sei, da diese Berufsgruppen häufig in direktem Kontakt mit der Bevölkerung stehen und zudem innerhalb ihrer Organisationen als Ansprechpartner fungieren können.
Struktur und Durchführung der Schulungstermine
Die organisatorische Abwicklung des Programms erfolgt über die Volkshochschulen in der Region. Diese fungieren als Schnittstelle für die Anmeldung und koordinieren die Kursplatzvergabe. Das Programm ist auf eine langfristige Wirkung ausgelegt, was sich in der Planung der Kurstermine widerspiegelt, die bis in das kommende Jahr hineinreichen.
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Für die nähere Zukunft sind bereits konkrete Termine festgesetzt worden. Kurse finden demnach am 16. Oktober, 27. Oktober, 16. November sowie am 25. November 2026 statt. Ein weiterer Termin ist für den 28. Januar 2027 angesetzt. Diese zeitliche Staffelung ermöglicht es Interessierten, die Schulung in ihre berufliche Planung zu integrieren.
Durch die Kombination aus wissenschaftlich fundiertem Konzept, staatlicher Förderung und privater Finanzierung stellt das HSN-Programm in Fürth ein Beispiel dafür dar, wie psychische Gesundheitsvorsorge im kommunalen Raum verankert werden kann. Die Verknüpfung von öffentlicher Verwaltung und Volkshochschulen gewährleistet dabei eine hohe Reichweite innerhalb der lokalen Gemeinschaft.
