Phishing-Welle, Erfolgsquote

Phishing-Welle: KI erhöht Erfolgsquote auf 54 Prozent

22.06.2026 - 20:34:47 | boerse-global.de

Deutsche Ämter schlagen Alarm: Immer mehr KI-generierte Phishing-Mails täuschen Verbraucher und Unternehmen.

KI-Phishing-Welle: Behörden warnen vor perfiden Maschen
Phishing-Welle - Eine schattenhafte Figur, die digitale Datenströme manipuliert, mit Bildschirmen, die Code und Warnsymbole zeigen, symbolisiert KI-Phishing. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Täter nutzen künstliche Intelligenz für täuschend echte Nachrichten.

Gefälschte ELSTER-Mails im Umlauf

Das Bayerische Landesamt für Steuern warnte heute vor betrügerischen E-Mails im Namen der Steuerverwaltung. Die Nachrichten seien kaum noch von echten behördlichen Mitteilungen zu unterscheiden. Auch das Bundeszentralamt für Steuern meldete eine Masche mit gefälschten Online-Steuerbescheiden.

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Die Täter verwenden die Absenderadresse „eister.de“ – das „l“ im Originalnamen ist durch ein „i“ ersetzt. In den Mails locken sie mit einer angeblichen Steuerrückerstattung von 221,50 Euro. Die Empfänger sollen ihre Bankdaten auf einer externen Webseite verifizieren.

Die Behörden stellen klar: Bescheide kommen grundsätzlich per Post. Steuerzahlungen oder Erstattungen werden niemals per E-Mail mit Links angekündigt.

Falsche Rentenversicherung setzt Opfer unter Druck

Die Deutsche Rentenversicherung schlug gestern Alarm. Die Betrüger kombinieren gefälschte E-Mails mit offiziellen Logos und Telefonanrufen. Am Telefon geben sie sich als Mitarbeiter aus und bauen eine massive Drohkulisse auf.

Den Opfern drohen sie mit Rentenkürzungen oder Pfändungen – Ziel sind sofortige Überweisungen. Die Rentenversicherung betont: Ihre Mitarbeiter fordern niemals telefonisch zu Zahlungen auf. Auch sensible Daten werden nicht über ungesicherte E-Mail-Links abgefragt.

KI macht Phishing erfolgreicher

Ein aktueller Bericht des KnowBe4 Threat Labs zeigt die technologische Dimension der Angriffe. Demnach enthalten 86 Prozent der untersuchten Phishing-Kampagnen KI-gestützte Inhalte. Die Technologie ermöglicht sprachlich fehlerfreie und stark personalisierte Nachrichten.

Die Erfolgsquote spricht Bände: Traditionelle Phishing-Kampagnen erreichen eine Klickrate von etwa 12 Prozent. Bei KI-generierten Inhalten steigt der Wert auf rund 54 Prozent. Experten wie Jörg Schieb weisen darauf hin, dass die Ferienzeit für solche Angriffe genutzt wird. Künstlicher Zeitdruck und ungewöhnliche Zahlungswege sollten als Warnsignale dienen.

Unternehmen und Reisende im Visier

Auch Unternehmen sind betroffen. In den vergangenen Tagen wurden gefälschte DSGVO-Rechnungen einer „Datenschutzdienst Deutschland UG“ bekannt. Firmen sollen eine angebliche Jahrespauschale von 46,41 Euro zahlen. Die angegebene Umsatzsteuer-Identifikationsnummer existiert nicht.

Sicherheitsexperten warnten zudem vor einer Storno-Falle bei Booking.com. Durch ein Datenleck aus dem Frühjahr 2026 verfügen Angreifer über reale Buchungsdetails. Sie kontaktieren Reisende per WhatsApp und fordern unter Stornodrohung Kreditkartendaten an.

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So schützen Sie sich

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnte heute vor Anrufen falscher Mitarbeiter. Die Betrüger locken Opfer auf manipulierte Webseiten.

Experten empfehlen: Niemals über Links in E-Mails bei Dienstleistern oder Behörden einloggen. Stattdessen die offiziellen Webseiten direkt über den Browser aufrufen. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren und VPN-Verbindungen in öffentlichen Netzwerken nutzen.

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