Pharma-Standorte: Roche baut 600-Millionen-Zentrum in Penzberg
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 01:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Automatisierung, Nachhaltigkeit und Hygiene stehen dabei im Fokus.
Roche baut Diagnostik-Zentrum für 600 Millionen Euro
In Penzberg entsteht ein neues Produktionszentrum für Diagnostik. Das achtstöckige Gebäude mit rund 400 Räumen soll 2028 den Betrieb aufnehmen. Die technische Komplexität ist enorm: 800 Kilometer Kabel und 150 Kilometer Rohrleitungen werden verlegt.
Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle. Das Zentrum erhält eine Solarfassade, Photovoltaik und ein Biomasse-Heizkraftwerk.
Boehringer Ingelheim erweitert Wiener Hauptquartier
Über 100 Millionen Euro investiert der Pharmakonzern in sein Bürogebäude in Wien-Meidling. 2027 soll der Bau fertig sein. Auf 25.900 Quadratmetern Bruttogrundfläche finden dann bis zu 990 Mitarbeiter Platz.
Das Energiekonzept setzt auf Geothermie mit 90 Sonden, Wärmepumpen und Photovoltaik.
Flexible Labore im Oxford Science Park
Das Northbrook House wird saniert und bietet künftig flexible Labor- und Büroflächen. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant. Die Räume sind auf Biosafety Level 2 ausgelegt – ideale Voraussetzungen für moderne Forschung in der Nähe neuer Verkehrsknotenpunkte.
Robotik macht Labore schneller
Der Bau des Roche-Diagnostik-Zentrums zeigt: Modernisierung ist machbar – mit klarem Fahrplan. Unser Leitfaden liefert Ihnen die drei entscheidenden Schritte: nachhaltige Infrastruktur, Robotik-Integration und Hygiene-Zertifizierung. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
ABB Robotics und Roche Diagnostics arbeiten gemeinsam an Robotiklösungen für klinische Labore. Ziel: Die Diagnostik beschleunigen und zuverlässiger machen. Erste Anwendungen sind die Handhabung von Objektträgern in der Pathologie und die autonome Intralogistik in Zentrallaboren.
Marc Segura von ABB und Marc Boehm von Roche betonten die Bedeutung automatisierter Lösungen für effizientere Labore.
Für den Zellaufschluss in der Forschung gibt es den digitalen Ultraschall-Zelldisruptor Scientz-IID. Das Gerät verfügt über automatische Frequenzverfolgung und kann bis zu 50 Methoden speichern – das erhöht die Reproduzierbarkeit.
Hygiene-zertifizierte Komponenten für sensible Bereiche
Igus bringt mit der Drylin W eine Linearführung auf den Markt, die als erste ihrer Art eine EHEDG-Zertifizierung erhielt. Die Führung arbeitet schmierfrei, ist PTFE-frei und hat Edelstahlwellen mit geringer Oberflächenrauheit. Ein werkzeuglos abnehmbarer Polymerschlitten erleichtert die Reinigung.
Balluff führt die Signalsäulen SmartLight Black Line ein. Sie sind für Montagelinien und sicherheitskritische Zonen konzipiert und per IO-Link steuerbar.
Für explosionsgefährdete Bereiche (Zone 2/22) bietet Kollmorgen spezialisierte Servotechnik. Sie vermeidet Überdimensionierungen und unterstützt hochdynamische Handlingsysteme.
Datenintegrität bleibt kritisch
Hygiene-zertifizierte Komponenten und schmierfreie Linearführungen – das sind nur zwei Beispiele, wie Sie Ihren Standort zukunftssicher machen. Unser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Automatisierung und Reinraumstandards vereinbaren. Leitfaden jetzt sichern
Jungbunzlauer setzt seit Jahren auf das Monitoring-System Testo Saveris 1. Mit der Standorterweiterung wurde das System für eine neue Abfüllhalle ausgebaut. So bleiben alle GxP-konformen Prozesse dokumentiert und die Datenintegrität langfristig gesichert.
Wuxi Biologics meldet Erfolg: Eine Wirkstoffanlage in Hebei bestand eine FDA-Inspektion. Bis Ende 2025 hatte das Unternehmen damit eine lückenlose Serie bestandener Prüfungen der US-Gesundheitsbehörde vorzuweisen.
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