Pflege-Tarifvertrag: 175 Euro mehr für über 300 Azubis ab April
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 00:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Brandenburg verbessert die Bedingungen für Nachwuchskräfte deutlich. Im Gesundheitswesen von Barnim und Uckermark steigen die Ausbildungsvergütungen, während die Landesverwaltung eine große Ausbildungsoffensive startet.
Tarifabschluss: 175 Euro mehr für Azubis in der Pflege
Ende Juli einigten sich die Arbeitgeber GLG und MSZ Uckermark mit ver.di auf einen neuen Tarifvertrag. Mehr als 300 Auszubildende und Studierende profitieren davon. Rückwirkend ab April 2026 steigen die Vergütungen schrittweise um insgesamt 175 Euro. Im dritten Ausbildungsjahr gibt es damit bis zu 1.675 Euro monatlich.
Zusätzlich steigt das Urlaubsgeld auf 400 Euro. Ab 2027 sinkt die wöchentliche Arbeitszeit auf 38,5 Stunden. Außerdem winken flexiblere Urlaubsregelungen und eine verbindliche Übernahmegarantie nach erfolgreichem Abschluss. Der Vertrag läuft bis zum 31. März 2028.
Finanzämter: 225 neue Nachwuchskräfte gesucht
Ab Sommer 2027 verstärken 225 Nachwuchskräfte die Brandenburger Finanzverwaltung. Geplant sind 105 Ausbildungs- und 120 Studienplätze in allen 13 Finanzämtern des Landes. Bewerbungen sind bereits möglich.
Finanzminister Daniel Keller betont die Bedeutung stabiler Steuereinnahmen für die Daseinsvorsorge. Trotz geplanter Einsparungen in der restlichen Landesverwaltung bleiben die Finanzämter von Kürzungen verschont. Gesucht werden besonders Bewerber mit IT-Affinität.
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Handwerk legt zu – doch die Kluft bleibt
Der Ausbildungsmarkt zeigt Licht und Schatten. Die Handwerkskammer Cottbus meldet für Juli 450 neue Lehrverträge – ein Plus von über sieben Prozent. Besonders gefragt: Anlagenmechaniker, Dachdecker, Friseure und Zimmerer.
Doch die Zahlen bleiben differenziert. Rund 5.000 offene Stellen stehen etwa 5.100 Bewerbern gegenüber. In Eberswalde suchen 704 Jugendliche, aber nur 509 Plätze sind frei. Carina Knie-Nürnberg von der Arbeitsagentur fordert deshalb ein schnelleres Zusammenführen von Angebot und Nachfrage.
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NRW zieht vor: A13 für alle Lehrkräfte
Auch andere Bundesländer erhöhen den Druck. In Nordrhein-Westfalen erhalten seit dem 1. August alle voll ausgebildeten Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen einheitlich A13-Besoldung – bis zu 700 Euro mehr im Monat. Hessen und Bayern wollen bis Sommer 2028 nachziehen. Der Wettbewerb um die besten Köpfe im öffentlichen Dienst wird damit über die Landesgrenzen hinweg härter.
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